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Liste der 20 größten Twitter-Fehler

09-17
Je mehr Menschen Twitter für sich entdecken, desto mehr Twitterer müssen sich mit dem Thema "Followerschaft" auseinandersetzen. Zwar gibt es keine allgemeingültigen Regeln für das erfolgreiche Twittern per se. Aber es gibt durchaus auch einige kritische Punkte, auf die jeder Neu-Twitterer wie Alt-Twitterer achten sollte, damit er sich nicht im Twitterversum unbeliebt macht. Das geht schneller, als viele denken. Im folgenden habe ich dazu eine Liste der größten Fehler zusammengestellt, von denen ich sicherlich früher selbst viele begangen habe. Letztlich basiert das eben auf meiner persönlichen und subjektiven Twitter-Erfahrung:

1. Follower-Dankbarkeit gibt es nicht. Wenn Sie jemanden auf Twitter folgen, können Sie nicht erwarten, dass jener diese digitale Geste erwidert. Sie werden selbst feststellen, dass mit der Zahl der abonnierten Twitter-Feeds die Leidenschaft für das Followen rapide abnimmt. Ansonsten lesen Sie irgendwann Ihre Twitterkontakte gar nicht mehr.

2. Automatische Tweets werden schnell schal. Natürlich können Sie einen RSS-Feed mit einem Twitter-Tool wie Twitterfeed integrieren. Doch sollten Sie hierbei beachten, dass der Mensch dahinter und Ihre Persönlichkeit durchaus noch erkennbar sein sollte. Ansonsten könnten Ihre Leser gleich ganz auf RSS umschwenken. Als Ergänzung kann es jedoch sinnvoll sein.

3. Automatisches Followen ist nur dann sinnvoll, wenn Sie dadurch bekannte Experten zu einem Thema schnell zu Ihren Kontakten hinzufügen wollen, allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie dazu gute Keywords verwenden. Ansonsten steigt ihre Following-Zahl ins unermessliche, während Ihre Followerschaft eher klein bleibt. Hingegen ist es ein No-Go in der Twitterwelt mit dem Automatismus andere Twitterer zum Re-Followen zu veranlassen, um kurz darauf denjenigen wieder zu unfollowen.

4. Ihre Follower-Zahlen mitzuteilen, das langweilt eher, denn es interessiert sich eigentlich nur einer dafür: Sie selbst! Vergessen Sie lieber Ihre Zahlen: Die Freude über neue Follower ist zwar groß, aber es interessiert eigentlich auch niemanden wirklich, wenn Sie 300, 3.000 oder 30.000 Follower haben. Wenn Sie dieses twittern, verlieren Sie deshalb garantiert wieder Ihre runde Zahl.

6. Morgendliche Grüße und Glückwünsche sind zwar nett, aber auch nur das. Stellen Sie sich vor, dass Sie jedem Tag, von all Ihren Followern begrüßt werden, namentlich oder allgemein. Das ufert schnell aus und kostet Zeit in Ihrer Timeline. In gewisser Weise entspricht der Morgengruß, den ich selbst lange Zeit gepflegt habe, BACN. Niemand braucht die Information, dass Sie am Schreibtisch sitzen wirklich.

7. Essen und Trinken sind nicht besonders spannend, deshalb sollten Sie damit entweder wirklich unterhalten oder auf die Beschreibung Ihrer Pizza in der digitalen Öffentlichkeit verzichten.

8. Sinnloses Retweeting, ohne eine wirkliche Auswahl zu treffen. Das erhöht nur den Noise, bringt aber nicht wirklich einen Mehrwert, wenn alle dasselbe twittern. Wählen Sie lieber selbst aus oder ergänzen Sie Ihre Retweets mit einer eigenen Anmerkung.

9. Direct Messages sind eher privater Natur und sollten daher niemand nerven. PR-Anfragen gehören deshalb nun wirklich nicht in eine Twitter-DM. 

10. Verzichten Sie auf persönliche Angriffe und Flüche, denn das ist nicht nur unhöflich, sondern verschreckt auch viele Leser. Selbst auf 140 Zeichen kann man sich durchaus konstruktiv ausdrücken oder ansonsten zum Telefonhörer oder zur E-Mail greifen.

11. Links ohne Hinweis auf Ihren Zweck machen sprachlos, weil niemand weiß, wohin der Link uns Leser führen könnte. Etwas Orientierung zu geben ist nie verkehrt. Das lässt sich mit den Hashtags # sehr gut lösen, ohne lange 140-Zeichen-Elaborate zu verfassen.

12. Twitter-Betteln ist unerwünscht und nervt nur. Deshalb verzichten Sie auf "Klick mich"-Tweets und glauben Sie lieber an das Prinzip der Freiwilligkeit. Es funktioniert bei guten Tweets ebenso gut.

13. Wer auf Twitter Geschichten erzählen will, sollte lieber aufs Microblogging verzichten und selbst ein Blog betreiben. Jeder Tweet besteht aus 140 Zeichen und verlangt keine Fortsetzung, weil niemand die Tweets chronologisch erfasst. Oftmals sieht man nur den einen Tweet und ist eher verwirrt, wenn der Anfang oder Schluss des Tweets fehlt.

14. 50 Tweets am Tag sind einfach zuviel und sollten zumindest die Ausnahme darstellen. Ansonsten überfordern Sie Ihre Leser. Wie vielen Twitterern können Sie dann noch folgen, wenn alle dermaßen rege sind. Außerdem kostet es viel Zeit, gute Tweets zu verfassen.

15. Musik-Tweets teilen zwar etwas über Ihre Persönlichkeit mit, haben aber ansonsten nur einen geringen Mehrwert. Twitter ist nicht ein micro-Last-fm.: Ab und zu mal einen Lieblingstitel tweeten ist völlig in Ordnung, ihre ganze Playlist sollten Sie nicht unbedingt twittern.

16. Antworten ohne jeglichen Kontext irritieren: "Gute Idee!" ist keine gute Idee, sondern ein wirrer Tweet für jeden, der den Zusammenhang nicht kennt. Nicht jeder folgt Ihren Twitter-Gesprächen.

17. Twitter sollten Sie nicht als öffentliches Instant Messaging missbrauchen. DM's bieten durchaus Abhilfe. Wird eine Twitter-Diskussion jedoch länger, ist es sinnvoller, sie ab einem bestimmten Volumen in richtige Chats oder auf Skype zu verlagern – und Ihre Follower nicht mit dem 20-sten Reply zu langweilen.

18. Ego-Twittern langweilt. Wer nur über sich twittert, verschwindet schnell wieder aus der Aufmerksamkeit und bieten einen geringen Mehrwert. Dem Personal Branding dient ein solches Verwalten nicht. Stattdessen sollten Sie immer auf die Relevanz Ihrer Tweets achten. Warum soll jemand das lesen?

19. Marken können nur bedingt twittern, es fehlt Ihnen an Persönlichkeit. Deshalb sollten Sie Ihre Marken immer mit Personen inszenieren. Dafür sind Corporate Evangelists sehr gut geeignet. Aber es gibt noch viele Möglichkeiten für Corporate Twitterer. Dennoch sollten die Marken ihre Twitter-Accounts etwas beseelen, damit die menschliche Ansprache möglich bleibt.

20. Profillose Twitterer sind nicht besonders attraktiv: Deshalb sollten Sie Ihre Twitter-Bio ausfüllen und ein Bild von sich ins Twitter-Profil stellen.

Inspiriert zu dieser neuen Twitter-Liste wurde ich von How to lose Twitter followers in 10 Steps. Falls Sie Ergänzungen haben oder Widerspruch an manchen Stellen einlegen wollen, freue ich mich auf Ihre Kommentare.

>> PR Blogger: 18 Anti-Twitter-Thesen 
>> Das PR Blogger Twitter-Konzept
&gt
;> PR Blogger: 30 Tipps zum erfolgreichen Twittern
>> Bildnachweis: Mirjami Manninen aus Finnland: Cute Twitters

Klaus Eck