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Twitter-Erfahrung: ein kurzer Rückblick auf zwei Jahre

09-03

Meinen ersten Tweet habe ich am 13. März 2007 veröffentlicht, damals war es nur ein erster Test, um herauszufinden, was das Neue am Twittern ist und ob sich Twitter in der Unternehmenskommunikation einsetzen lässt. 140 Zeichen sind schließlich schnell verfasst. Doch wer hätte gedacht, dass sich dadurch mein ganzes Informationsmanagement auf den Kopf stellen und ich heute immer noch twittern würde. Ich bin froh darüber, mich Twitterer nennen zu dürfen und schicke wochentäglich viele Tweets in die Welt, in der ich meistens auf Links verweise, mit einigen Kontakten kurze Online-Dialoge führe und nicht wenige Direct Messages verschicke. Auf diese Weise konnte ich viele Menschen besser kennenlernen und gute (Offline-)Gespräche führen.

Twitter ist längst ein spannendes Instrument für viele Kommunikatoren geworden und sollte zur Online-PR einfach dazu gehören. Das hat die bisherige Entwicklung mir deutlich gezeigt. Nach zwei Jahren habe ich selbst bereits 5555 Updates publiziert. Inzwischen soll es hierzulande rund 50.000 passive oder aktive Twitter geben, weltweit sind es rund 6 Millionen Nutzer – das ist noch keine große Zahl, aber dennoch mehr als ich damals erahnt hätte. Hatte ich vor genau einem Jahr erst 500 Follower sind es inzwischen bereits 3.194 Follower geworden. Darunter sind jedoch zahlreiche Influencer (Blogger, Networker, Journalisten, PR-Profis etc.).

Kein Wunder also auch, dass ich sogar Workshops zum Thema „Corporate Twitter“ in Unternehmen durchführe und dabei in PR und Marketing berate, wie man effektiv Twitter in der Kommunikation einsetzen kann. Denn ganz so leicht und erfolgreich, wie viele es sich denken, ist das Twittern auch wieder nicht. Schließlich geht es beim Corporate Twittern immer auch um Kommunikationsziele, die man damit erreichen will.

Corporate Newsletter sind meiner Ansicht weniger erfolgsversprechend wie Twitter. Auf E-Mail-Newsletter verzichte ich als Leser schon seit einigen Jahren. Ich abonniere diese Informationsquellen höchst selten, weil man nie so genau weiß, welche Qualität sich hinter dem Betreff einer E-Mail versteckt. Leider bekommt man von Unternehmen häufig nur eine Art von nicht maschinengenerierten Spam zugeschickt, der nicht meinen Lesebedürfnissen entsprciht. E-Mail-Programme eignen sich viel besser für die 1:1 Kommunikation und weniger zum Lesen von Nachrichten.

Stattdessen entscheide ich lieber aufgrund der Überschrift in meinem Google Reader, ob ich den Inhalt lese oder nicht. Mein RSS-Konsum ist durch das Twittern erheblich zurückgegangen. Das liegt vor allem daran, dass die von mir abonnnierten Twitterer ihre Links posten und oftmals für mich vertrauensvolle Quellen darstellen, denen ich gerne folge. Wenn ich einen Twitterer gut einschätzen kann und die Qualität seiner Links schätze, vertraue ich seinem Urteil und klicke häufiger auf den Teaser-Tweet.

Skype und Social Bookmarking nutze ich zwar noch, aber viel weniger, weil das inzwischen auch sehr gut über Twitter funktioniert. So kann ich meine Tweets über Friendfeed vorab in thematischen Räumen wie zum Beispiel „Karrierefalle Internet“ oder „PR Blogger“ sortieren und gleichzeitig als Twitterartikel in die Followerwelt schicken. Es macht viel mehr Spass seinen Livestream twitternd zu bedienen und direkt darauf ein Feedback zu erhalten, als nur die Links in Social Media Blackboxen abzulegen, ohne dass sich auf Mister Wong oder Delicious wirklich viel bewegt. 

In diesem Sinne möchte ich mich an dieser Stelle auch bei all meinen Followern bedanken und freue mich auf Ihre Anregungen und Ihr Feedback.

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>> Twitter-Tools 6: Twitsnip – Zeit sparen beim Twittern
>> Twitter-Tools 5: Einladen via Twtvite – welche Twitterer kommen am Sonntag?
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Klaus Eck