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Next08: Mobiles Internet

Heute findet die Next08 in Hamburg statt, die mit knapp 1200 Menschen sehr gut besucht ist. Im PR Blogger finden Sie im Laufe des Tages zeitnah Beiträge von einigen der Highlights der Konferenz. Alles steht unter dem Motto "get realtime", weshalb natürlich das mobile Internet eine entscheidende Rolle spielt.

Geraldine Wilson, Vice President of Connected Life Europe bei Yahoo, beschäftigte sich in ihrem Vortrag mit eben jenem Thema. Ihre Grundthese: Menschen werden künftig primär mit mobilen Devices online gehen. Denn diese sind immer dabei und damit stets zur Hand. Damit sich allerdings die mobile Internetnutzung in der Masse durchsetzt, gäbe es einige Vorraussetzungen:

  • um mobiles Surfen bezahlbar zu machen, braucht es flächendeckende Daten-Flatrates
  • mobiles Internet muss, zumindest annähernd, DSL-Speed erreichen
  • der Zugang muss unbeschränkt sein, was eine Abkehr von dem bisherigen Portal-Modell der Mobilfunk-Provider bedeutet
  • die portablen Devices brauchen ein ansprechendes Design und ein einfaches Handling

In einem Satz fasste sie es so zusammen:

"If you want people to use internet on the phone you have to make it really easy!"

Für Werbetreibende biete das mobile Internet darüber hinaus entscheidende Vorteile, da es zielgenaue Ansprache und Interaktion ermögliche. Eigene Erfahrungen bei Yahoo zeigen laut Wilson, dass darüber hinaus mobile Werbung eine wesentliche bessere Performance in Punkto Markenerinnerung erziele als klassische Werbemassnahmen.

Ein Produkt, das die Nutzung von mobilem Internet kräftig ankurbeln könnte, ist Googles Handy-Betriebssystem Android. Dieses stellte der Google-Entwickler Mike Jennings näher vor und kündigte nebenbei an, dass es in der 2. Hälfte 2008 die ersten Geräte damit geben werde. Das Open Source Projekt setzt auf offene Standards und lässt explizit Anwendungen von Drittanbietern zu. Die ersten optischen Eindrücke von Android waren typisch Google: reduziert und simpel.

Thomas Euler