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Online Reputation Management 7: E-Commerce-Chef Oliver Rengelshausen von Thomas Cook

Auf seine Online Reputation achtet Oliver Rengelshausen, Leiter E-Commerce bei Thomas Cook, sehr genau. Er möchte nur mit fachlichen Inhalten wahrgenommen werden und nutzt privat im Fall der Fälle lieber ein Pseudonym, weil er genau weiß, was eine Namensnennung im Internet bedeutet.

1. Im Internet habe ich bei Google insgesamt 3.660 Beiträge zu "Oliver
Rengelshausen" gefunden? Wie erklären Sie sich das?

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Diese Suchergebnisse ergeben sich aus Vorträgen, Publikationen,
Pressemitteilungen und Interviews. Es gibt ein paar Blogbeiträge aus
einem Projekt, das ich bei o2 gestartet habe. Da ich bereits seit neun
Jahren im E-Commerce Umfeld arbeite, bleibt das nicht aus.


2. Unter den ersten Treffern findet sich Ihr Xing-Profil an erster
Stelle, man erfährt wenig über Ihre derzeitige berufliche Position als
Leiter E-Commerce bei Thomas Cook, dafür aber sehr viel mehr zu Ihrem
vorherigen Arbeitgeber O2. Zudem gibt es einige Interviews, einen
Fachartikel zu "Tourismus 2.0" und ein Buch über "Online-Marketing in
deutschen Unternehmen" von 2000. Wie wirkt sich das für Sie aus, wenn
jemand Sie kontaktiert? Wissen andere schon alles über Sie?

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich der eine oder andere online über
mich informiert. Ich bin bislang aber noch nie im Gespräch damit
konfrontiert worden. D.h. bislang hatte ich noch nicht das Gefühl, dass
jemand dem ich neu begegne sich über mich informiert hat. Mit anderen
Worten es ist mir weder positiv noch negativ aufgefallen.


3. Was ist Ihr persönliches Reputationsziel? Wie wollen Sie als Person
online wahrgenommen werden?

Ich habe mir früher darüber nie groß Gedanken gemacht, da ich mir in den
ersten Jahren dieser Einträge in Google nicht bewusst war. Das hat sich in
den letzten drei Jahren geändert. Jetzt geht mir in erster Linie um
fachliche Themen, d.h. Beiträge zu fachlichen Themen aus der Online Welt und
meinem aktuellen beruflichen Umfeld.


4. Welche Reputationsziele verfolgen Sie für Ihr Unternehmen mit Ihren
Online-Aktivitäten?

Ich möchte das Unternehmen für das ich arbeite als kompetenten
Partner/Teilnehmer in der Online Welt darstellen.


5. Sind Sie in Blogs oder an anderer Stelle online schon einmal
persönlich angegriffen worden? Was raten Sie anderen in solchen
Situationen und wie sind Sie damit gegebenenfalls umgegangen?

Im Rahmen unseres Blogprojektes gab es einige unsachliche Beiträge. Meine
Erfahrung hat mir gezeigt, dass man in solchen Situationen sachlich bleiben
muss. Darüber hinaus sollte man auf jeden Fall vermeiden, dass die
Situation eskaliert.


6. Wie schützen Sie eigentlich angesichts der neuen Online-Transparenz
noch Ihre Privatsphäre?

Schwer zu sagen – ich gebe bislang möglichst keine privaten Infos
öffentlich im Netz preis. Wenn ich mich privat äußere – was selten vorkommt
– dann meist unter einem Pseudonym.

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Klaus Eck