Thomas Euler Thomas denkt, schreibt, spricht und berät zu digitaler Transformation, Technologie und dezentralisierten Systemen. Er ist als Gastautor im PR-Blogger tätig.

Friendfeed für die PR nutzen

55 Sekunden Lesedauer

Der jüngste Hype-Service 2.0 kommt vom kalifornischen Startup Friendfeed. Was der gleichnamige Dienst leistet, ist ebenso simpel wie genial: Nach der Erstellung eines Mitgliedaccounts bei Friendfeed können Sie dort ihre gebündelten Social Media-Aktivitäten aggregieren und daraus einen Feed erzeugen, der natürlich auch per RSS abonniert werden kann. Auf gut Deutsch lassen Sie dort also ihre Blog- und Twittereinträge, Social Bookmarks, neuen Videos und Fotos auf einer Seite zusammenlaufen.

Dies können Sie natürlich für Ihre Pressearbeit nutzen. Wenn Sie bereits Web 2.0 Instrumente in ihrer Organisation einsetzen, können Sie diese mit Hilfe von Friendfeed bündeln. Diesen Aktivitätsfeed können Sie dann Journalisten und anderen Stakeholdern zur Verfügung stellen und somit dafür Sorge tragen, dass diese künftig keine ihrer Veröffentlichungen mehr verpassen. Neben der Presse stehen die so veröffentlichten Inhalte, etwa Fotos auf Flickr, Videos bei Youtube oder Bookmarks bei Del.icio.us auf diesem Wege nicht nur der Presse, sondern auch den jeweiligen Communities zur Verfügung und können eine wesentliche höhere Reichweite erzielen.

Als Agentur mit mehreren Klienten können Sie sogar noch einen Schritt weitergehen und einen Feed mit den Inhalten all Ihrer Kunden anbieten. So wird ein geneigter Journalist mit nur einem Abonnement über Ihre gesamten Kunden informiert. Besonders wenn Sie Unternehmen einer speziellen Branche vertreten, macht dies Sinn. Außerdem können Sie bequem im Hintergrund neue Kunden einpflegen oder neu genutzte Instrumente hinzufügen, ohne dass der Journalist zusätzlichen Aufwand hat.

>> Friendfeedbeispiel: Klaus Eck

Thomas Euler

Thomas Euler Thomas denkt, schreibt, spricht und berät zu digitaler Transformation, Technologie und dezentralisierten Systemen. Er ist als Gastautor im PR-Blogger tätig.

9 Replies to “Friendfeed für die PR nutzen”

  1. FriendFeed führt schnell zu Informationsüberflutung, weil im Augenblick dort noch Mechanismen fehlen, den River of News wieder zu filtern.
    Wenn man also so was macht, dann sehr gezielt und vorsichtig auch im Hinblick darauf, ob die Zielgruppe – also hier die angesprochenen Journalisten – tatsächlich diese Flut von Informationen haben wollen.
    Manchmal kann weniger auch mehr sein.

  2. Letztlich bietet Friendfeed im Pressecenter eines Unternehmens schon sehr gute Möglichkeiten, eigene Informationen darzustellen. Allerdings sollte dann man tatsächlich – wie von Siegfried Hirsch beschrieben – sehr vorsichtig mit der Informationsmenge umgehen und nicht die eigenen Leser überfordern.

  3. Ich habe mich auch schon am Köpfchen gekratzt und mich gefragt, in welcher Form sich dieses Tool am geschicktesten in die Unternehmenskommunikation integrieren lässt. Zum Glück freunden sich ja immer mehr Journalisten mit RSS, Twitter & Co. an, so dass der Schritt in Richtung Metadaten-Sammelstelle nicht mehr ein allzu großer ist. Ich bleibe jedenfalls zuversichtlich! Grüße aus Berlin. Sebastian

  4. Lieber Klaus,
    ich kann bei aller Hypeness nicht nachvollziehen, wieso nach all den Klagejahren ob der Informationsflut und der durchaus als gesichert zu bewertenden Einschätzung, dass sich durchsetezn wird, wer Informationen schneller und effektiver bewerten und ausfilzen kann, mehr plötzlich besser sein soll. Der Eck-Feed ist doch – nicht persönlich nehmen! – sehr abschreckend.
    Ich meine, wer in der Lage ist, mit Feeds und den verschiedenen Abo-Technikern umzugehen, sollte auch ein Thema (auch Kunde) hinzuoder wieder wegnehmen können.
    Herzlichst Guido

  5. @Guido Es kommt immer darauf an, wozu man einen solchen Feed einrichtet und wie er dann genutzt wird: So kann ich personenbezogen und über alle meine Friendsfeeds eine Suche nach einzelnen Keywords laufen lassen: http://friendfeed.com/search/advanced und diese im Rahmen eines Monitorings auf wenige wichtige Keywords reduzieren. Auf diese Weise erhalte ich alle Informationen zu einem spezifischen Thema, nicht mehr und nicht wenig.

  6. Hallo Klaus Eck, hier die erzgebirgische REGIONAL-FRIENDS-FEED-Varainte von Blogs der letzten Wochen und Monate aus dem Erzgebirge. Von Informationsüberflutung kann hier bei weitem noch nicht die Rede sein. Ich sehe hier eine Möglichkeit der Bündelung von Feeds erzg. Unternehmen nach aussen in die Medien. Klar muss jeder für sich werbekämpfen, aber gemeinsam lässt sich die Aufmerksamkeit am Anfang steigern. Wer kennt den schon Blogs aus dem Erzgebirge? Hier der Link zu unserem Musterexemplar –> http://friendfeed.com/erzgebirge
    Na dann mal ein fröhlicher http://www.Glück-Auf-Blog.de Gruß

  7. Friendfeed-Hype hin oder hier. Für einen solchen Lifestream nutze ich dann doch lieber http://www.soup.io Das ist wesentlich übersichtlicher, und das Layout lässt sich wenigstens komplett individualisieren.
    Denn nur um die RSS-Feeds zusammenzuschmeißen kann ich auch Yahoo! Pipes nutzen. Da muss also wenigstens noch ein bisschen was ordentliches im Browser ablaufen. Und Friendfeed ist layoutmäßig ja nicht wirklich ansehnlich. Und wie gesagt – keine Anpassungsmöglichkeit.

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