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Mitarbeitersuche 2.0

Es wird aufgrund der demografischen Entwicklung für viele Unternehmen immer schwieriger, die richtigen High Potentials anzulocken. Besonders Fachkräfte werden in einzelnen Branchen zunehmend rarer. Deshalb nutzen immer mehr Firmen das Web, um sich den Hochqualifizierten vorzustellen. Sie versuchen, sich immer häufiger darüber als attraktive Arbeitgeber zu präsentieren. Erst kürzlich verriet mir eine Studentin, dass sie sich bei großen Unternehmen als erstes den CSR-Bericht ansieht. Kein Wunder also, dass das sogenannte  Employer Branding immer wichtiger wird.

Der Dialogfunktion kommt dabei im Netz ein besonders große Bedeutung zu, da sie es Interessenten
ermöglicht, schon vorab mit potentiellen Kollegen in Kontakt zu treten und
sich ein Bild vom künftigen Arbeitsplatz und -Klima zu machen. Nicht zuletzt deshalb nutzen
immer mehr Unternehmen etwa Mitarbeiter- oder Azubi-Blogs, z.B. Daimler, Festo,
Ikea oder Datev. Oder sie setzen auf das ganze Web 2.0-Kommunikationsarsenal: Während Siemens
Podcasts und künftig Youtube-Videos bei der Bewerbersuche nutzt, warten die
Unternehmensberater von Accenture gleich mit einer virale Kampagnen via Website, Blog
und Videos auf, um sich authentisch zu präsentieren.

Mitarbeiterblogs können einen wichtigen Beitrag zur Vorstellung eines Arbeitgebers leisten und dabei die eigenen Angestellten wunderbar als wertvolle Unternehmensbotschafter beim Employer
Branding
einsetzen. Einige Umfragen zeigen deutlich, dass es neben dem Gehalt
vor allem auf den Spaß an der Arbeit und ein stimmiges soziales Umfeld am
Arbeitsplatz ankommt.Corporate Blogs erleichtern eine Kommunikation über die internen Prozesse ungemein, ohne dass ein Unternehmen sich verstellen müsste.

Die digitale Selbstdarstellung
der Unternehmen sollte nicht nur witzig sein, wie das manche viralen Videos  tatsächlich sind, sondern vielmehr authentisch wirken und nicht den Arbeitsalltag beschönigen. Dies fällt ansonsten schon nach wenigen
Wochen auf und sorgt eher für Enttäuschung und Unzufriedenheit. Wer weiß, vielleicht nutzen dann die enttäuschten Bewerber sogar die Web 2.0-Chancen, um ihren Unmut über das Unternehmen anonym oder sogar mit Realnamane auszudrücken.

Näheres zu den Erfahrungen mit dem viralen Personalmarketing im Hause Accenture finden sich in diesem n-tv Bericht:

Klaus Eck