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Ohne Blog-Promotion bewegt sich wenig

Wer ein erfolgreiches Blog betreiben will, sollte nicht davon ausgehen, dass hierbei allein die Losung zählt: Content is King! Das ist in der Tat ein Mythos in der Blogosphäre, wie Rene Kriest in seinem Blog zurecht schreibt. Natürlich sind gute Inhalte die wichtigste Voraussetzung für den steigenden Traffic auf den eigenen Seiten. Wer keine gute Titel, Einstiege oder Stories zu bieten hat, darf sich als Blogger nicht wundern, wenn die Besucherzahlen schwinden. Doch gute Inhalte bieten inzwischen viele. Hierbei konkurriert jeder Blogger in der Aufmerksamkeitsökonomie mit anderen Blog- und Medienangeboten und unterliegt einem Content-Darwinismus. Warum soll also gerade das eigene Corporate Blog von anderen besser gefunden und genutzt werden? 

Das rein technische Aufsetzen eines Blogs reicht heutzutage nicht mehr aus, schafft zunächst einmal nur eine neue Blog-Insel. Die Kunst besteht nunmehr darin, Verkehrsysteme online so aufzusetzen, dass die Blogleser ihren Weg zum Blogangebot überhaupt finden. Von selbst verlinkt sich ein Blog nicht und entfaltet auch keine Google-Wirkung. Somit kommt es auf eine intelligentes Kommunikationskonzept und hierbei auf die Blog-Promotion selbst an. Fehlt ein Gesamtkonzept, darf sich niemand über Misserfolge wundern. Das Warten auf den digitalen Godot reicht auch nicht aus. Besucher finden uns vielleicht zufällig via Google, wieder kommen sie aber erst, wenn wir ihnen jeweils einen eindeutigen, nicht nur unterhaltsamen Mehrwert bieten, den sie nicht schon woanders gefunden haben.

Wenn ich gefragt werde, wie viel Zeit man für das Corporate Blogging eigentlich aufwänden müsse, erläutere ich immer, dass man dafür in der Regel mindestens eine Stunde am Tag rechnen müsse: Hierbei geht die wenigste Zeit ins Schreiben selbst, die meiste hingegen fließt in die Themenrecherche und ins Monitoring/Tracking der eigenen Themen. Auf diese Weise erkennt man sehr deutlich, welche Blog-Themen auf Interesse stoßen und kann sein Corporate Blog entsprechend weiterentwickeln. D.h. von einer Stunde Arbeit fließen vielleicht 15 bis 30 Minuten ins Schreiben, der Rest entsteht durch die Online-Recherche und den Aufbau und die Pflege von Online Relations.

Unter Online Relations verstehe ich den gezielten Aufbau von Vertrauensverhältnissen zu anderen Blogger und Social Media Nutzern. Das kann durch Kommentare, E-Mails, Telefonate und Social Networks wie Xing oder Facebook wie auch via Twitter geschehen. Es ist ein kunterbuntes Zusammenspiel zahlreicher Maßnahmen, die letztlich zur Folge haben, dass Aufmerksamkeit und Vertrauen generiert wird. Aufmerksamkeit für die gebloggten Beiträge, für die Ideen und Konzepte, die sich online nicht nur in Blogs niederschlagen. All das tun wir in der Regel nicht allein mit dem Ziel, das eigene Blog zu pushen und den Traffic somit zu steigern. Aber diesen kleinen Nebeneffekt hat das Social Networking durchaus. Schließlich wollen wir immer wissen, was unsere Netzwerkkontakte zurzeit so treiben. Je näher uns jemand hierbei ist, desto gezielter verfolgen wir ihre Online-Aktionen.

Kriest geht in seinem Blog-Artikel auf die Blog-PR oder das Blog-Marketing kurz ein und empfiehlt hierbei besonders das Verlinken anderer Blogs, die Mehrfachverwertung eigener Inhalte in Social Community Sites, das E-Mail-Marketing, Blog-Karnevals, Keyword-Analysen und Einträge in Toplisten. Alles richtig, doch ohne eine Blog-Promotion-Strategie oftmals zu kurzsichtig angelegt.

Vor einem Jahr hat Neil Patel bereits in einem Artikel auf Blog Pronet Advertising auf fulimante Art und Weise erläutert, worauf Blogger besonders achten sollten, wenn sie im Kampf um Aufmerksamkeit erfolgreich sein wollen. Es gibt durchaus einfache Strategien, mit denen Blogger den Stellenwert ihres redaktionellen Angebots verbessern können:

  1. Content (Qualität)
  2. Usability (Lesbarkeit und Navigation)
  3. Visibility (in Suchmaschinen)
  4. Uniqueness (Differenzierung von anderen Blogs)
  5. Leser (der eigenen Community zuhören)

Bis morgen Nacht läuft auch noch meine Umfrage: "Wie viele Blog-Artikel lesen Sie in einer Woche?" Sie gibt auch ein wenig Aufschluss darüber, wie viel Aufmerksamkeit wir den Blogs überhaupt schenken können…

>> Pronet Advertising: 5 ways to building a better blog
>> PR Blogger: Wie promote ich mein Weblog?
>> PR Blogger: Wie mache ich mein  Blog bekannt?
>> PR Blogger: 6 Tipps für das richtige Blog-Marketing
>> ProBloggerworld: Traffic-Frust: Begehst Du einen der größten Fehler, den ein Blogger begehen kann?

Klaus Eck