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10 Voraussetzungen für die erfolgreiche Social-Media-Kommunikation

Warum zögern eigentlich so viele deutsche Unternehmen mit ihren ersten Schritte ins Web 2.0? Mit Spielerei hat das längst nichts mehr zu tun. Wenn man die Ergebnisse einer Umfrage von ITtoolbox Research von Anfang Juni 2007 betrachtet, gibt es auf die Frage nach dem Unternehmensnutzen von Social Software eine klare Antwort: Zumindest IT-Unternehmen sollten ihre Zeit und Arbeit in der Pflege von Blogs, Social Networking-Plattformen wie Xing und Facebook sowie für Foren investieren. Die befragten IT-Experten gaben in der Studie an, dass sie vor neuen Investionen, Web 2.0-Plattformen wie Blogs, Wikis und Online-Foren (1. Platz) als die vertrauenswürdigsten Informationsquellen einstuften. Hingegen bewerteten sie Hersteller-Websites (2. Platz) und bezahlte Studien von Analysten (3. Platz) schlechter.

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Der IT-Journalist und Blogger Tim Anderson zieht daher folgendes Fazit:

"Was auch immer Sie von Web 2.0, Blogging, Facebook und den anderen Facetten des interaktive Webs halten, sie haben Auswirkungen auf die Geschäfte, und ich bezweifle, dass viele Firmen diese Veränderungen zu schätzen wissen. Ich bin auf viele Unternehmen gestoßen, die bestrebt sind, ihren Webauftritt zu verbessern. Aber allzu oft sind sie zu sehr auf Google fokussiert und darauf, ihren Page Rank zu verbessern. In den meisten Fällen sollten sie Google besser vergessen und sich auf die Interaktion mit den Kunden konzentrieren." (IT im Unternehmen)

Doch natürlich ist ein Web 2.0 Engagement nicht umsonst zu haben. Es fordert von einem Unternehmen eine große Offenheit und die Bereitschaft, sich tatsächlich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzulassen. Wenn sich niemand oder zu wenige Mitarbeiter eines Unternehmens darum kümmern, scheitert ein Blog oder Forum sehr schnell wieder.

Erfolgreiche Online-Kommunikationsansätze basieren nicht nur bei IT-Firmen darauf, dass

  1. die Online-Besucher immer wieder zur Interaktion aufgerufen werden,
  2. Meinungen zugelassen, aber nicht zensiert werden,
  3. die Community aktiv in der Moderation begleitet wird,
  4. genügend personelle Ressourcen für den Betrieb einer Community aufgebaut werden,
  5. die Wikis, Blogs und Foren von der Unternehmenskommunikation strategisch genutzt werden,
  6. Unternehmen glaubwürdig und offen mit ihren Kunden im Web kommunizieren,
  7. sich ein Unternehmen von der One-Voice-Policy zumindest in Teilbereichen verabschiedet,
  8. Unternehmen auf eigene Corporate Evangelists (Unternehmensbotschafter) setzen,
  9. Unternehmen die Gespräche mit Influencern (Bloggern und anderen Multiplikatoren) suchen und
  10. die Unternehmenskultur zu solchen Ansätzen passt und offen genug ist.

>> via Weblogs und Foren zahlen sich aus – IT im Unternehmen – IT-Strategie
>> ITtoolbox-Studie (21 Seiten PDF)

Klaus Eck