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100 Millionen Euro für deutsche Web 2.0-Company

Zum Auftakt des neuen Jahres geht das Web 2.0 in eine neue Phase. Das Studenten-Social-Network StudiVZ ist für über 100 Millionen Euro am 2. Januar 2007 an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck verkauft worden, die zuvor in die Kontaktbörse investiert hatte. Vielleicht hat das den Ausschlag für den Verhandlungserfolg gegeben. Schließlich soll die Axel Springer AG laut Focus Online sogar ein 120-Millionen-Euro-Angebot für das kleine deutsche Start-Up abgegeben haben. Geschadet hat den umstrittenen StudiVZ-Managern die öffentliche Auseinandersetzung um den Umgang mit Persönlichkeitsrechten, Naziwitze, Journalistenschelte etc. somit anscheinend zumindest finanziell nicht.

Schon erwarten nicht wenige Kritiker eine "Bubble 2.0" und fühlen sich von derlei Investoren-Aktivitäten bestätigt. Wenn schon StudiVZ von den Investoren so hoch bewertet wird, dessen Business Modell noch unklar ist, aber vermutlich vor allem auf Werbung setzen dürfte, wie viel sind dann eigentlich andere deutsche Web 2.0-Unternehmen wert? Ist die Businessplattform Xing vielleicht sogar an der Börse völlig unterbewertet? Und wie steht StudiVZ im Vergleich zu anderen Millionen- und Milliarden-Deals (MySpace, Flickr, YouTube etc.) eigentlich dar?

Ich bin gespannt, wie sich das Web 2.0 im Jahre 2007 entwickeln wird und wünsche nach diesem Web-2.0-Paukenschlag allen Lesern ein gutes und erfolgreiches neues Jahr.

 

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Klaus Eck

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