Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

100 Millionen Euro für deutsche Web 2.0-Company

55 Sekunden Lesedauer

Zum Auftakt des neuen Jahres geht das Web 2.0 in eine neue Phase. Das Studenten-Social-Network StudiVZ ist für über 100 Millionen Euro am 2. Januar 2007 an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck verkauft worden, die zuvor in die Kontaktbörse investiert hatte. Vielleicht hat das den Ausschlag für den Verhandlungserfolg gegeben. Schließlich soll die Axel Springer AG laut Focus Online sogar ein 120-Millionen-Euro-Angebot für das kleine deutsche Start-Up abgegeben haben. Geschadet hat den umstrittenen StudiVZ-Managern die öffentliche Auseinandersetzung um den Umgang mit Persönlichkeitsrechten, Naziwitze, Journalistenschelte etc. somit anscheinend zumindest finanziell nicht.

Schon erwarten nicht wenige Kritiker eine "Bubble 2.0" und fühlen sich von derlei Investoren-Aktivitäten bestätigt. Wenn schon StudiVZ von den Investoren so hoch bewertet wird, dessen Business Modell noch unklar ist, aber vermutlich vor allem auf Werbung setzen dürfte, wie viel sind dann eigentlich andere deutsche Web 2.0-Unternehmen wert? Ist die Businessplattform Xing vielleicht sogar an der Börse völlig unterbewertet? Und wie steht StudiVZ im Vergleich zu anderen Millionen- und Milliarden-Deals (MySpace, Flickr, YouTube etc.) eigentlich dar?

Ich bin gespannt, wie sich das Web 2.0 im Jahre 2007 entwickeln wird und wünsche nach diesem Web-2.0-Paukenschlag allen Lesern ein gutes und erfolgreiches neues Jahr.

 

>> PR Blogger: StudiVZ in der Kritik
>> PR Blogger: Blogger-Battle um StudiVZ
>> Spiegel Online: StudiVZ für über 100 Millionen Euro verkauft
>> studiVZ wird von Holtzbrinck übernommen
>> Medien: Holtzbrinck kauft Kontaktbörse StudiVZ – Finanzen FOCUS Online

Klaus Eck

technorati tags:StudiVZ, Social, Networking, Studenten, Business, Verlage

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

8 Replies to “100 Millionen Euro für deutsche Web 2.0-Company”

  1. 100 Millionen Euro fr Studi VZ

    Holtzbrinck hat das Social Network Studi VZ gekauft. Holtzbrinck war bereits Minderheitsgesellschafter der Studentenplattform.
    Zuknftig gehrt Studi VZ zu Holtzbrinck Networks, die auch Anteile an den Portalen Buecher.de, Parship.de, BOL.com…

  2. Hallo,
    also ich finde diesen Deal recht fragwürdig. Ich habe mich selber mal vor ein paar Wochen bei Studi VZ registriert und war sehr enttäuscht. Ehrlich gesagt , was soll ein Studiverzeichnis wirklich bringen. Wie Du oben schon erwähnt hast sind andere Plattformen , wie Xing z.B. viel nützlicher und unterhaltsamer. Was bringt es mir als Nutzer auf StudiVZ wirklich aktiv zu werden? Ich weiß es nicht. Ausser viel Lärm um nichts und noch mehr verpulvertes Geld wohl kaum etwas.
    Denn als Student mit Ambitionen werde ich mich wohl eher auf Plattformen aufhalten, wo sich auch zukünftige Arbeitgeber tummeln.

  3. Mich wundert es in der Tat immer wieder, warum so wenige Studenten bislang Xing kennen und nutzen. Dort könnten sie wirklich sehr leicht businessrelevante Kontakte für ihre Zukunft machen. Aber anscheinend geht es bei StudiVZ sehr viel weniger um Business, sondern mehr um private Kontakte.

  4. Mein erster Gedanke: Glückwunsch an die Gründer von StudiVZ. Schließlich zeigt das Beispiel, dass man mit einer guten Idee trotz geklauter und schlampiger Umsetzung immer noch gute Geschäfte machen kann. Das macht Mut! 😉

  5. Hallo,
    also ich denke, dass Plattformen wie Studi VZ oder auch Xing prinzipiell überbewertet werden.
    Was nützt es mir denn, wenn ich auf so einer Plattform aktiv bin? Wie viele potentielle Arbeitgeber machen sich wohl die Mühe, ihre zukünftigen Mitarbeiter dort zu suchen?
    Wo doch eine simple Stellenanzeige in viel kürzerer Zeit dutzende von Bewerbern bringt?
    Ich bin ebefalls schon länger bei Xing aktiv und bin eher enttäuscht. Dort tummeln sich überwiegend Leute, die Jobs oder Aufträge suchen, aber fast niemand der welche zu vergeben hätte.
    Ich denke, solche Projekte leben davon, ihren Nutzern etwas zu versprechen was sie niemals halten können.
    Gerhard Zirkel

  6. Wirtschaftlich überbewertet? – Ja!
    Ausgenommen von Xing, auf denen die meisten Personen tatsächlich mit den falschen Erwartungen unterwegs sind, sind Social Networks wie MySpace und auch StudiVZ im allgemeinen jedoch nicht überbewertet. Sie ermöglichen tatsächlich eine gewisse Kommunikationsdynamik, die sich ohne eine derartige Plaatform nicht ergeben würde. Über Xing läuft verhältnismäßig wenig Kommunikation, da viele User einen sehr formellen zurückhaltenden Stil pflegen. Als wären sie bei einem Bewerbungsgespräch. Kontaktaufnahmen von unbekannten werden von vielen als eher kritisch betrachtet.
    Die Potentiale socher Communities halte ich jedoch für bereits ausgeschöpft. „Second Life“ bitte übernehmen sie.

  7. @ Klaus Eck:
    Viele Studenten nutzen Xing nicht, da es ihnen schlichtweg unbekannt ist. Vielen ist der Mehrwert noch nicht deutlich, da sie selbst über zu wenige Kontakte verfügen würden, die ebenfalls auf Xing aktiv sind. Außerdem sind viele darauf bedacht bei Xing möglichst Vertreter großer Unternehmen in ihren Kontakten zu haben, um ihre Person als interessanter darzustellen. Bei StudiVZ ist dies nahe liegenderweise anders, die Kommunikation zudem viel ehrlicher.

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