Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Bitte nicht noch ein Corporate Blog!

1 Minuten Lesedauer

Warum bloggen eigentlich immer mehr Unternehmen? Die Zahl der Corporate Blogs steigt von Tag zu Tag. Darunter sind immer bekanntere Markenunternehmen wie (beispielsweise seit kurzem) MAGIX, DocMorris und Humana zu finden. Das liegt unter anderem daran, dass die Medienberichterstattung und die generelle Präsenz des Bloggens in der Öffentlichkeit ihre Wirkung entfalten. Manchmal genügt ein Artikel in einer Wochenzeitung – wie beispielweise "Die Zeit" zum Thema "Digitale Mundpropaganda". Und schon erhalten Blog-Berater einen Anruf von potenziellen Kunden. Durch die zahlreichen Blog-Artikel, Suchmaschinenergebnisse und Veranstaltungen werden Entscheider neugierig. Immer wieder werden sie privat oder beruflich in Gespräche über Blogs verwickelt – und das noch nicht einmal immer von Kommunikationsberatern. Dabei erkennen einige Manager sofort, welches Potenzial Blogs für ihr Unternehmen haben können und informieren sich weiter.

Leider passiert es hierbei sehr oft, dass ein Blog ganz schnell aufgesetzt wird, ohne dass zuvor überlegt wurde, welchen Zweck das Corporate Blog erfüllen soll. Bevor ein Unternehmen ein Blog eröffnet, muss es sich immer über seine Ziele im klaren sein. Meiner Ansicht nach empfiehlt es sich, erst auf der Grundlage guter Informationen, eine Entscheidung für oder gegen ein eigenes Blog zu treffen.

In meinen Inhouse-Workshops und beim BlogCoaching mache ich häufiger die Erfahrung, dass ein Blog nur dann erfolgreich sein kann, wenn die eigenen Mitarbeiter stark in den Entstehungsprozess eines Blogs eingebunden werden. Auf diese Weise können Sie auch das Konzept eines Blogs an Ihren Unternehmensalltag und den vorhandenen Ressourcen anlehnen.

Ein Corporate Blog ist mehr als ein Nice-to-Have-Spielzeug, das dazu dient, dem Geschäftspartner zu zeigen, wie hipp man mit seinem Blog ist, weil man den Trend der Zeit erkannt hat. Stattdessen sollte das Corporate Blog Teil einer umfassenden Kommunikationsstrategie sein. Je klarer die damit verbundenen Ziele formuliert werden, desto einfacher wird es sein, die eigenen Erfolge zu überprüfen.

Checkliste für den Blog-Start:

1. Passt ein Corporate Blog überhaupt zu meinem Unternehmensimage?

2. Wie kann ein Corporate Blog die Zugriffe auf meine Webpräsenz steigern? Was muss ich dazu beim Aufbau eines Blogs berücksichtigen?

3. Wie lässt sich ein Corporate Blog für das eigene Reputations Management nutzen?

4. Inwieweit lässt sich ein Corporate Blog in meiner Marketing-Strategie einbauen?

5. Inwiefern unterstützt das Corporate Blog mein Unternehmen in der Online-PR?

6. Wollen Sie online intensiver mit Ihren Kunden kommunizieren und ein Corporate Blog für die Kundenbindung einsetzen?

7. Je mehr Sie in einem Corporate Blog über Ihr Unternehmen mitteilen, desto mehr Transparenz schaffen Sie. Wie offen soll Ihre Kommunikation wirklich sein?

Als Kommunikationsberater würde mich natürlich interessieren, warum Sie sich für oder gegen das Bloggen entschieden haben.

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

10 Replies to “Bitte nicht noch ein Corporate Blog!”

  1. Wer behindert hier das Wachstum?

    Ein rigoroses Arbeitsrecht und eine zu starre Bürokratie seien verantwortlich dafür, dass es hier nicht so richtig klappen will mit dem wirtschaftlichen Aufschwung.
    Komisch, dass keiner auf die Idee kommt, einfach mal den Managern auf die Finger zu sc…

  2. Treten Firmen via Weblog wirklich in Dialog mit ihren Kunden?

    Heut hab ich mir doch noch die Mühe gemacht und den Fragebogen von „Wie ich blogge – Teil 2“ ausgefüllt. Allerdings hat die Länge des Fragebogens schon ziemlich genervt. Liegt vielleicht aber auch am schwülen Wetter.
    Wo ich hängen geblieben bin, is…

  3. Guten Abend Herr Eck,
    Gerade als ich auf der Suche nach Jahrestagen war, kommen soeben Ihre News bei mir rein.
    Meinen Glückwunsch zum 2jährigen Bestehen von PR Blogger. Ihr Blog ist mir als Neuling in der Blogsphere sehr hilfreich. Dafür an dieser Stelle ein Dankeschön.
    Ich habe mich für das Bloggen entschieden, weil ich auf diese Art und Weise sowohl Partner als auch Kunden erreichen kann, was mir so wohl keine andere Werbemaßnahme möglich machen würde. Auch ich bin dabei, eigene Strukturen zu schaffen. Ich denke aber auch, dass ein Blog erst von gemeinsamen Erfahrungen leben wird. Ich kann nur bestätigen, dass ein Konzept einige Zeit der Planunng in Anspruch nimmt und vorausschauendes Denken. Man sollte rechtzeitig damit beginnen.
    Freundliche Grüße
    Sigrid Tausch

  4. Also die Botschaft „Bitte nicht noch ein Corporate Blog“ klingt für mich ziemlich „von oben herab“. Ich verseh den Titel auch nicht, da Sie in der Einladung zur virtuellen 2. Jahres Sause klar aufzeigen, was Ihnen / Ihrer Agentur das Corporate Blog unterm Strich gebracht hat. Und wenn da nun immer mehr andere Unternehmen draufkommen, dass ihnen ein Blog ebenfalls etwas bringen würde, dann sollen sie das ruhig tun. Es ist mir schon klar, worum es geht. Um den Einbau des Blogs ins „Kommunikative große Ganze“ eines Unternehmens. Eh klar. Dennoch: Ich für mich, möchte mehr wirklich gute Corporate Blogs sehen. Vor allem auch in Österreich, das der BRD hier ziemlich hinten nach hinkt. Titel wie „Bitte nich noch ein…“ wirken auf mich und prospektive Blog-Rookies jedenfalls wenig motivatorisch. Gruß! Und nochmals alles Gute zum 2. Geburtstag!

  5. @ Ed Wohlfahrt: Vielen Dank. Der Titel ist ein wenig ironisch gemeint, gibt aber auch die Gemütslage vieler Blogger wieder, bei denen so manche Corporate Blogs nicht so gut ankommen. Natürlich wünsche ich mir viele Business Blogs, aber eben auch durchdachte Konzepte, und nicht nur einfache Me-too-Produkte, die sich an einen vermeintlichen Trend hängen.
    Mit diesem Beitrag möchte ich Unternehmen darauf aufmerksam machen, dass sie beim Aufsetzen ihrer Corporate Blogs für sich klare Ziele definieren sollten. Ansonsten fragen sie sich eines Tages, wozu eigentlich das Ganze überhaupt. Nachhaltigkeit ist hierbei meiner Meinung nach der bessere Weg.

  6. Wir verstehen uns schon. Aber um noch einmal zu „g’scheideln“, wie wir hier in Kärnten zu sagen pflegen: Nachhaltigkeit ist nicht der bessere, es ist der einzige Weg. Grüße!

  7. ich finde punkt 2 der checkliste nicht ganz passend.
    alle anderen punkte beziehen sich darauf, ob es sinn macht für mein unternehmen einen corporate blog zu starten, punkt 2 ist jedoch schon eine (eigentlich zwei) „wie setze ich den blog am besten um?“ frage.

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