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Bitte nicht noch ein Corporate Blog!

Warum bloggen eigentlich immer mehr Unternehmen? Die Zahl der Corporate Blogs steigt von Tag zu Tag. Darunter sind immer bekanntere Markenunternehmen wie (beispielsweise seit kurzem) MAGIX, DocMorris und Humana zu finden. Das liegt unter anderem daran, dass die Medienberichterstattung und die generelle Präsenz des Bloggens in der Öffentlichkeit ihre Wirkung entfalten. Manchmal genügt ein Artikel in einer Wochenzeitung – wie beispielweise "Die Zeit" zum Thema "Digitale Mundpropaganda". Und schon erhalten Blog-Berater einen Anruf von potenziellen Kunden. Durch die zahlreichen Blog-Artikel, Suchmaschinenergebnisse und Veranstaltungen werden Entscheider neugierig. Immer wieder werden sie privat oder beruflich in Gespräche über Blogs verwickelt – und das noch nicht einmal immer von Kommunikationsberatern. Dabei erkennen einige Manager sofort, welches Potenzial Blogs für ihr Unternehmen haben können und informieren sich weiter.

Leider passiert es hierbei sehr oft, dass ein Blog ganz schnell aufgesetzt wird, ohne dass zuvor überlegt wurde, welchen Zweck das Corporate Blog erfüllen soll. Bevor ein Unternehmen ein Blog eröffnet, muss es sich immer über seine Ziele im klaren sein. Meiner Ansicht nach empfiehlt es sich, erst auf der Grundlage guter Informationen, eine Entscheidung für oder gegen ein eigenes Blog zu treffen.

In meinen Inhouse-Workshops und beim BlogCoaching mache ich häufiger die Erfahrung, dass ein Blog nur dann erfolgreich sein kann, wenn die eigenen Mitarbeiter stark in den Entstehungsprozess eines Blogs eingebunden werden. Auf diese Weise können Sie auch das Konzept eines Blogs an Ihren Unternehmensalltag und den vorhandenen Ressourcen anlehnen.

Ein Corporate Blog ist mehr als ein Nice-to-Have-Spielzeug, das dazu dient, dem Geschäftspartner zu zeigen, wie hipp man mit seinem Blog ist, weil man den Trend der Zeit erkannt hat. Stattdessen sollte das Corporate Blog Teil einer umfassenden Kommunikationsstrategie sein. Je klarer die damit verbundenen Ziele formuliert werden, desto einfacher wird es sein, die eigenen Erfolge zu überprüfen.

Checkliste für den Blog-Start:

1. Passt ein Corporate Blog überhaupt zu meinem Unternehmensimage?

2. Wie kann ein Corporate Blog die Zugriffe auf meine Webpräsenz steigern? Was muss ich dazu beim Aufbau eines Blogs berücksichtigen?

3. Wie lässt sich ein Corporate Blog für das eigene Reputations Management nutzen?

4. Inwieweit lässt sich ein Corporate Blog in meiner Marketing-Strategie einbauen?

5. Inwiefern unterstützt das Corporate Blog mein Unternehmen in der Online-PR?

6. Wollen Sie online intensiver mit Ihren Kunden kommunizieren und ein Corporate Blog für die Kundenbindung einsetzen?

7. Je mehr Sie in einem Corporate Blog über Ihr Unternehmen mitteilen, desto mehr Transparenz schaffen Sie. Wie offen soll Ihre Kommunikation wirklich sein?

Als Kommunikationsberater würde mich natürlich interessieren, warum Sie sich für oder gegen das Bloggen entschieden haben.

Klaus Eck