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Schweizer Blogger bringt Nestlé-Konzern ins Schwitzen

Immer mehr Schweizer Unternehmen nutzen Blogs für die Kommunikation ihrer Produkte. Das zeigt das erste Ranking der Schweizer Produktblogs, das vor kurzem im Swiss Metablog veröffentlicht worden ist. Eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie verlangt jedoch nicht nur die Einführung eines eigenen Blogs, sondern auch systematisches Blog-Monitoring, d.h. die konstante Beobachtung von Blogbeiträgen über das eigene Unternehmen, die Produkte oder die eigene Marke. Der Fall des Bloggers Transparence zeigt eindeutig, was ein negativer Blogeintrag alles bewirken kann, wenn ein Unternehmen nicht rechtzeitig darauf reagiert.

Vor wenigen Wochen veröffentlichte dort ein anonymer Blogger einen kritischen Beitrag über eine angeblich unsinnige Verpackung der neuen Cailler-Schokolade und den schlechten Führungsstil des Nestlé-Konzerns. Mit dem Beitrag "Informations non-contrôlées" schaffte der Schoggi-Streit den Einzug in die Schweizer Medien, so wurden mehrere Zitate aus dem Weblog in verschiedenen Zeitungsartikeln veröffentlicht, auf die der Blogger wiederum dankend in seinem Blog verwies. Für die Schweiz ist das ein neues Phänomen, dass zunehmend auch von grösseren Unternehmen erkannt wird. Und sie reagieren
bereits. So heißt es im Tagesanzeiger, dass Beratungsanfragen zu Blogs in den vergangenen Wochen drastisch gestiegen seien. Dabei wollen die Firmen vor allen Dingen eines wissen. Wie reagiere ich auf negative Beiträge in Blogs?

>>tagesanzeiger: Spitze Pfeile aus eigenen Reihen
>>Basicthinking: Nestlé anonyme Mitarbeiterblogs

Verena Schmunk