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Die dunkle Seite des Web 2.0

Die Social Software steht in gewisser Weise für eine schöne neue Welt, in der alle ihre Informationen bereitwillig miteinander austauschen und davon profitieren. Doch auf eine gefährliche Entwicklung macht hierbei Harald Taglinger in seinem Telepolis-Artikel "Social Phishing" aufmerksam: Je mehr soziale Informationen wir über uns im Netz verbreiten, desto angreifbarer werden wir. Schließlich geben wir unsere Nutzerprofile an zahlreichen Web 2.0-Tankstellen ab, weil wir darauf vertrauen, im Gegenzug einen spannenden Mehrwert zu erhalten. Doch was mit den Daten geschieht, das wissen wir zunächst einmal gar nicht. Von unserer Leichtfertigkeit im Umgang mit unseren Passworten profitieren andere: In den USA machen jedes Jahr 3,6 Millionen US-Bürger schlechte Netzerfahrungen. Identitätsdiebstahl ist dort inzwischen ein Milliardengeschäft geworden. Neben diesen wirtschaftlichen Folgen des Datenmissbrauchs kommt noch das Thema Cyber Stalking hinzu. Harald Taglinger spielt die dunkle Seite der Social Software in einem Szenario durch: "Wie sähe es aus, in das soziale Gefüge eines ausgesuchten Opfers einzudringen?" Und welche Folgen könnte dieser digitale Rufmord für die Unternehmen haben?

Klaus Eck