Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Police Blogging und Blog-Regeln

1 Minuten Lesedauer

Als bloggender Mitarbeiter eines Unternehmens kann man sehr schnell in Schwierigkeiten geraten, wenn es keine klare Absprache darüber mit dem Arbeitgeber gibt. Das mussten jetzt einige Polizisten erleben, die in London arbeiten. Dort müssen die Blogger künftig mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen, wenn sie bestimmte Dinge über sich und ihre Arbeit online publizieren. Laut BBC hat die Polizeiführung eine Blog-Richtlinie erlassen, die den Polizisten bestimmte Äußerungen in ihren privaten Weblogs untersagt.

Auf diese Weise will die Londoner Polizei verhindern, dass ihre Arbeit in Verruf gerät. Auf die Blog-Policy reagieren die bloggenden Polizisten ganz unterschiedlich. Während einige aus Angst um ihren Arbeitsplatz ihre Weblogs ganz eingestellt haben, setzen sich andere in ihren Blogs zu Wehr und verurteilen die Blog-Richtlinie als scheinheilig.

In der Vergangenheit sorgte vor allem das Beispiel Delta Airlines für
Schlagzeilen. Die bei Delta-Airlines angestellte Stewardess Ellen
Simonetti hatte ein privates Online-Tagebuch geführt, welches ihrem
Arbeitgeber missfiel. Deshalb entliess er sie im Winter 2004 ohne
Abmahnung oder Vorwarnung.  Auch das Medienecho um die Londoner
Polizisten zeigt, wie wichtig es für Unternehmen und deren Mitarbeiter
ist, den Umgang mit Weblogs eindeutig zu regeln. Denn inzwischen
betreiben viele Blogger ein privates Online-Tagebuch, in dem sie über
ihren Arbeitsalltag berichten. Oftmals genügt eine klare
Firmenrichtlinie bzw. Policy, in der bereits im Vorfeld alle
Missverständnisse ausgeschlossen werden sollten. Harte Blog-Verbote
hingegen sind eher kontraprodukt und wirken in den Augen der Blogger
eher wie eine vorweggenommene Zensurmaßnahme. Im Falle der Londoner
Polizei hat die Blog-Policy die Verunsicherung unter den bloggenden
Polizisten verstärkt. Sie scheint eher dazu zu dienen, Mitarbeiter vom
Bloggen abzuhalten, obwohl die offiziellen Verlautbarungen zum Thema
Blogs durchaus offen und freundlich klingen.

>> N24.de – Richtlinie für Londons bloggende Polizisten
>> Police blogging
>> BBC News: New Met blogging rules spark anger
>> The Secret Life Of Police Bloggers
>> Forrester Report:  Sample Corporate Blogging policy
>> PR Blogger: Unternehmen benötigen Blogger-Regeln
>> Sun Policy on Public Discourse

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

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