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Jamba III: Friendly fire

Die Reaktionen auf den kritischen Jamba-Blog-Artikel im Spreeblick sind mehr als harsch ausgefallen. Ein kleiner Ausschnitt (siehe unten) zeigt bereits, wie schnell ein Unternehmen in die negativen Blog-Schlagzeilen fallen kann. Dabei ist noch nicht einmal wirklich klar, ob es sich um "offizielle Reaktionen" handelt. Viel wahrscheinlicher ist es, dass hierbei niemand die Fäden gezogen hat. Dazu wirken die "freundlichen" Kommentare der "geouteten Jamba-Mitarbeiter" viel zu überzogen. Dieses Friendly Fire schadet Jamba mehr, als dass es dem Unternehmen wirklich nützt.

Die wenigsten Blogger werden sich wie im Spreeblick die Mühe machen Referrs und IP-Adressen zu überprüfen. Künftig könnte vermutlich schon der pure Verdacht ausreichend sein, um so manche unternehmensfreundlichen Argumente niederzumachen. Keine einfache Positon für die Unternehmenskommunikation. Wir dürfen gespannt darauf sein, wie sich große Konzerne wie kleine Mittelständler in einer solchen Krisensituation verhalten.

"Ich vermute (!), dass die Pro-Jamba Reaktionen in den Kommentaren alle aus dem Hause Jamba selbst kommen, was ich zunächst clever, dann aber ob der durchschaubaren und lächerlichen Postings peinlich und nervend fand. Diese Form der Antworten wären nicht untypisch, das Unternehmen hat – so behaupten einige – in anderen Fällen, in denen es wohl um Auseinandersetzungen mit dem Verbraucherschutz ging, eigene Mitarbeiter “zufriedene Kundenmails” schreiben lassen, um das Image gerade zu rücken." (Spreeblick)

"… in einem Blog wird das Geschäftsmodell eines großen in Deutschland
operierenden Unternehmens (dass Dank starker Präsenz in den
Werbeblöcken dieses Landes quasi jedem ein Begriff ist) angeprangert.
Einer oder mehrere Mitarbeiter des Hauses mischen sich unter die
Diskussionsteilnehmer, prangern den größten Wettbewerber an und
gestehen dann Jamba Mitarbeiter zu sein, aber nicht mit der offiziellen
Stimme des Unternehmens zu sprechen." (Oliver Wagner, Augenmerk Blog)

"… dass dies den Mitarbeitern oder welcher
arme Wicht auch immer dahinter stehen mag, nicht zu peinlich ist. Die
halten anscheinend Internetuser für total bescheuert 🙂 Selten sowas
peinliches mitbekommen, wozu eine Firma fähig ist, völlig egal dabei,
ob das der Chefe weiss oder nicht." (M-e-x  Robert Basic)

"Jambamitarbeiter haben wie üblich unter Androhung von Peitschenhieben freiwillig
wie wild kommentiert – positiv für ihre Firma, oft völlig am Thema
vorbei, wild beleidigend und im Großen und Ganzen eigentlich sehr dumm." (Lost Focus)

>> Spreeblick: Jamba: Comments closed
>> Moes Plasticthinking: Wie man aus Scheiße Gold macht
>> Augenmerk Agenturblog: PR Gau bei Jamba
>> Artikel 20-Blog: Jamba Masche kindgerecht erklärt und kindisch kommentiert
>> m-e-x.de: jamba-rambazamba
>> Lost Focus: Noch mehr Jamba
>> PR Blogger: Jamba II: Krisen-Handling
>> PR Blogger: Jamba I: PR-Krise durch Blogs?