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Content-Marketing ohne leere Worthülsen

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Alle schreien: „Content is King“. Ich kann es nicht mehr hören! Denn das war schon immer so. Auch als PR-Agenturen noch Pressemeldungen auf Papier versendeten, waren pfiffige Überschriften und tolle Stories dahinter. Anders ging es gar nicht. Früher nicht und jetzt auch nicht.

Was definitiv anders ist, das ist die weitere Tummelwiese „Online“, die es heute ebenfalls zu bespielen gilt. Hier zählt: je vernetzter und auf je mehr Kanälen, um so besser – vor allem für das SEO. Panda und Penguin sei Dank, steht nicht mehr die Häufigkeit der Verbreitung und deren Vernetzung (Hin- und Her-Verlinke) im Vordergrund, sondern die Wertigkeit der Inhalte. Aus, Schluss und vorbei die Zeit, in der man irgendein Dünngeseiere ablassen und mannigfach multiplizieren konnte und dafür auch noch im Ranking stieg. Heute schadet das massiv der Reputation.

Das neue SEO

Wie häufig etwas ge-teilt, ge-liked oder kommentiert wird, ist die neue SEO-Währung. Da sind wir nun in der schönen neuen Onlinewelt. Doch eines bleibt: PR sollte ausschließlich wertige Inhalte haben. Neben einem guten Storytelling ist der Nachrichtenwert ein ganz entscheidender Faktor, der sich in drei Informations- und Neuigkeitswerten für Leser, Hörer und Zuschauer zusammenfassen lässt: dem Wissens- und Orientierungswert, dem Gebrauchs- oder Nutzwert, dem Unterhaltungs- und Gesprächswert. Ich für meinen Teil mache gerne hin und wieder einen Bullshit-Test mit dem Blabla-Meter. Das Blabla-Meter entlarvt leere Worthülsen und Marketingsprache. Ein nicht perfektes, aber gutes Tool für einen schnellen Test der Textqualität.

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Zurück zum wertigen und unterhaltsamen Content. Gerade am Unterhaltungswert scheiden sich die Geister – respektive Märkte. Was für Consumer- Produkte (B2C) oft ein Spaziergang ist, entpuppt sich für das B2B-Geschäft gerne mal als Hürde. Die spröde Fachinformation ist oft nicht so einfach mit einem Unterhaltungswert zu verknüpfen.

Kanäle für Online-PR

Was kann man also – auch im Bereich der Fachinformation – online tun, außer hochwertige Inhalte zu generieren? Zunächst einmal braucht es Zeit und Geduld wertige Information aufzubereiten. Und eigene Online-Kanäle müssen etabliert werden. Gutes Agenda-Setting ist hier gefragt und zwar über alle Kanäle hinweg. Das verlangt viel – kann aber auch viel.

Kanäle, die wir nutzen um Unternehmensinformationen zu sammeln, verfügbar und teilbar zu machen, sind die folgenden:

  • Facebook und G+
    für Info- und auch Entertainment rund um das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Märkte
  • Flickr und Instagram
    für Bildmaterialien
  • LinkedIn und XING
    für Ansprechpartner und Kontaktpersonen mit Expertise
  • SlideShare
    für Präsentationen und Hintergrundinformationen
  • Twitter
    als zusätzlichen Distributionskanal und Link-Multiplikant und 140 Zeichen Kurzinfo
  • Blog z.B. WordPress
    Themenblog als Forum für Insider und die, die es werden wollen
  • YouTube
    für Videomaterial, Erklärfilme, Statements & Interviews
  • Whitepaper
  • Infografiken / Illustrationen

Das schlichte Multiplizieren von Pressemeldungen auf PR-Portalen bringt für das SEO rein gar nichts, wie man dem Blogbeitrag mit dem Titel „Presseportale – noch ein SEO Tod mit Ansage“ von Harald Müller entnehmen kann.

Relevanter und qualitativer Content ist gefragt

Guter und einzigartiger Content ist Trumpf, und dieser muss für jeden Kanal individuell aufbereitet werden. Doch wie ist das alles zu managen? Von Hand, klar. Wir tun dies, da unsere eigene Analytik die Informationen bietet, die wir wirklich brauchen. Oft entscheiden da auch mal nur Zwischentöne, die keine künstliche Intelligenz filtern kann. Aber es gibt Tools, die helfen – auch ohne viel Budget zu verschlingen. Ein interessantes Tool für kleine Unternehmen ist webZunder (siehe PR-Blogger) und in unserer Agentur testen wir Mynewsdesk, die zwar noch nicht alle, aber doch einige Kanäle angebunden haben.

Das Geheimnis ist keines: Blabla bringt nichts, und auch angeblich neue Marketing Schlagwörter sind nur Schnee von gestern in einer neuen Worthülse. Kommunizieren wir einfach das, was begeistert, wirklich informiert und Mehrwert bietet. Bewegen wir all die, die Lesern etwas Neues und Spannendes erzählen wollen, egal ob Journalisten, Blogger, Fans oder Follower.

((Übrigens: Dieser Text hat  rund 4250 Zeichen, 620 Wörter und einen Bullshit-Index von 0.19 und zeigt nur geringe Hinweise auf ‚Bullshit‘-Deutsch.))

Bildquelle: Shutterstock

  • http://www.7webwunder.de/ 7webwunder

    Wie wahr! Die Prinzipien haben sich nicht geändert. Allenfalls die Möglichkeiten, Content im Netz zu vermarkten. Allerdings bleibt zu hoffen, daß der Hype um Content in Unternehmen mehr Verständnis für die Wertigkeit von Inhalten und die Notwendigkeit, diese wie Produkte zu vermarkten, schafft. Wertige Inhalte und gute Vermarktung nicht umsonst zu haben und spülen zudem nicht von jetzt auf gleich Unmengen Leads in den Salestrichter. Content Marketing ist als strategisches Konzept zu begreifen, daß seine Wirkung anders als klassische Werbung mittelfristig entfaltet.

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  • alicechen

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