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Gebt dem Digital Business mehr Zeit

Social Media funktioniert nicht wirklich, Social Business nützt keinem Unternehmen und das Enterprise 2.0 überfordert alle Mitarbeiter. Niemand braucht diese Innovationen, mit denen kaum jemand umgehen kann und die ohnehin keinen Wertbeitrag zum Business beitragen. Wir haben das immer anders gemacht.

Da ist sie wieder, die ganz besondere Zeit im Jahr, wo viele Skeptiker sich berufen fühlen, einfach mal zu sagen, was sie denken. In diesen Zeiten frage ich mich dann immer: Wieso gibt es die Leute, die das Ende des Fortschrittes so herbeisehnen und prophezeien? Welcher Zweck verfolgen die Fortschrittskritiker und digitalen Maschinenstürmer?

Untergangspropheten der Innovation
Es passiert immer wieder, dass Fortschritte, Technologien und Umdenken aus der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit verloren gehen bzw. eine gewisse Redundanz und Desinteresse verursachen. In solchen Zeiten steigt die Zahl der Beiträge, Aussagen und Weissagungen, dass diese oder jene Sache, Denken und Handlungsansatz dem Untergang geweiht sei. Dieses Phänomen tritt in aller Regelmäßigkeit auf.

Angst vor dem Neuen

Mittlerweile habe ich mir diverse Theorien erstellt, warum treten diese Prophezeiungen und Ängst zu bestimmten Zeiten des Jahres thematisiert werden: Sommerloch, Aufmerksamkeit, Trolle oder fehlendes Verständnis der Materie.  Das sind natürlich sehr Stammtisch- und Wasserspender-orientierte Vermutungen. Doch es gibt auch eine Theorie, die überlegter ist und nicht ganz so reißerisch daherkommt.

Entwicklung braucht immer  Zeit

Wir wollen immer alles sofort und fragen nach dem nächsten Großen Ding, gieren nach Hypes und verwerfen nach kurzer Aufmerksamkeitsschwelle schon wieder das Neue, welches sich gar nicht so schnell entwickeln kann. Die heutige Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit ist sehr kurzlebig. Das trifft auf Social Media Entwicklungen, Content Marketing, Social Business und die Transformation von Unternehmen zum Enterprise 2.0 zu.

Die Themen und Initiativen verlieren an Aufmerksamkeit, weil sie oft viel Zeit brauchen – manchmal sogar Jahrzehnte. Man erwartet von digitalen Innovationen, dass sie schnell und mit großem Tamtam passieren. Aber genau das geschieht nicht und führt auch nicht zum Erfolg. Somit werden diese Themen in der Öffentlichkeit uninteressant. Sobald dieser Zeitpunkt erreicht ist, schlagen die Untergangspropheten zu. Verliert ein Hypethema oder eine Innovation an Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit, heißt dies auch gleich den Untergang der Idee und der Initiative. Jedoch ist dies eine falsche Wahrnehmung.

Habt Mut und macht weiter

Wir dürfen uns von solchen Untergangspropheten nicht die Motivation, das Engagement und den Mut zum Umdenken nehmen lassen. Viele Evolutionen brauchen ihre Zeit. Sie müssen sich entwickeln. Dieser Prozess ist langwierig und nicht immer mit schreienden Innovationsankündigungen gespickt. Nur weil es ruhig um das Thema, die Innovation bzw. die Idee wird, heißt es nicht, dass sie stirbt. Sie entwickelt sich.

Geben wir den Dingen Zeit

Das die Untergangspropheten auch etwas Gutes haben, kann man nicht von der Hand weisen. Sie schaffen zum einen immer wieder Aufmerksamkeit für Themen, Innovationen und Revolutionen und zum anderen geben sie uns die Möglichkeit, auch einen kritischen Blick auf die Prozesse und Herangehensweisen von Social Media, Social Business und Enterprise 2.0 zu werfen. Gerade im Bereich Enterprise 2.0 Transformation müssen wir uns immer wieder sagen, dass dieser Prozess mehr Zeit braucht als die Aufmerksamkeitsspanne der Öffentlichkeit hergibt. Nur weil nicht alle drei Stunden ein neuer Erfolg verkündet wird, heißt nicht, dass die Idee und die Revolution untergegangen sind.

Wir dürfen nicht aufhören, die Ideen umzusetzen, zu fördern und zu entwickeln. Wandel und Fortschritt sind langwierige Prozesse, die ihre Zeit brauchen.

Quellen: Shutterstock: An ornate clock with the words Time for Change on its face und visionary with a sign of the end is near