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Morgenwelt 139 – Die Web 2.0 Party ist vorbei

Die Web-2.0 Party ist längst vorbei, Social Media wird zum Alltag für Unternehmen und sollte von den Unternehmen auch dementsprechend gelebt werden. Außerdem gibt es neue Erkenntnisse zum Einsatz von Social Media im Unternehmensalltag bei Tchibo und in 51 Schweizer Unternehmen. Dies und noch mehr in der aktuellen Morgenwelt.

Die Web-2.0 Party ist vorbei. Auch wenn dies bei manchen Entscheidern noch nicht angekommen ist: Das Internet ist längst keine virtuelle Realität, sondern ein digitales Abbild der Realität. Daher sollten Unternehmen die Social Media-Instrumente auch nicht mehr als Voodoo, Hype, oder ausschließlich als einen zeitlich befristeten Kampagnen-Motor verstehen. Dies haben auch die W&V Redakteure Helmut van Rinsum und Frank Zimmer erkannt und in fünf Thesen zusammengefasst. Ein Auszug: „Kreative Feuerwerke sind gut und schön, aber Service und Information sind in den meisten Fällen wichtiger als Entertainment.“ Wer nun neugierig geworden ist, eine ausführliche Ausarbeitung dieser Thesen gibt es auch in Buchform, erhältlich im W&V-Shop.

Facebook: Werbepreise und Nutzerzahlen. Bereits letztes Jahr hat allfacebook einen Überblick zu den Anzeigepreisen und Nutzerzahlen von Facebook zur Verfügung gestellt. Nun gibt es ein Update der Zahlen, mit dem Stand von November 2011. Darin enthalten sind die Preise für eine Werbeanzeige pro Klick (CPC) und pro 1 Million Nutzer (CPM). Mit 21.6 Millionen Nutzern hat Deutschland hat die meisten Nutzer gewonnen und die dortigen, durchschnittlichen Preise sind leicht gesunken.

Social Media und Politik scheinen sich langsam aber sicher anzufreunden. Dass sich Social Media-Instrumente grundsätzlich ganz hervorragend dazu eignen, um Wähler und Volksvertreter zu einem direkteren Austausch zu verhelfen, wird in den letzten Monaten von immer mehr Spitzenpolitikern erkannt. Google+ gehört noch nicht zu den bevorzugten Instrumenten der bereits aktiven Politiker, besitzt aber durch den hohen Grad an Usability und Transparenz ein großes Potenzial. Einige haben dies bereits erkannt: WELT Online hat auf Google+ eine Liste von aktiven deutschen Politikern erstellt, welcher durch Hinweise in den Kommentaren ständig erweitert werden soll. Wer nun wissen möchte, zu was Politiker und Verbände Google+ einsetzen können, sollte den Google+ Guide für Politiker besuchen. Dieser ist leider sehr stark auf den Wahlkampf ausgerichtet – dennoch könnte dies als Grundlage für eine intensivere Auseinandersetzung mit den Onlinern dienen.

Tchibo gibts Gas im Social Web – und das nicht erst seit gestern. Insbesondere in 2011 hat sich wieder einiges getan bei Tchibo. Das Wollmilchsau-Blog beleuchtet in einem Interview mit Andreas Engelmann und Mallina Wiegand von Tchibo die Erfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen der Online-Kommunikation. Es werden Themen wie das Corporate Blog, die Content-Produktion, Tchibo-Ideas und Recruiting beleuchtet.

Was sind die zentralen Erfolgsfaktoren von Social Media in der Schweiz? Und wie gehen die Unternehmen damit um? Um diese Fragen zu beantworten, hat Namics die Antworten von 51 Schweizer Unternehmen aus neun Branchen ausgewertet. Besonders interessant ist dabei die getrennte Auswertung von Benchmarks (mind. drei Jahre in Social Media aktiv) und Neulingen (ein bis zwei Jahre aktiv). Neben vielen interessanten Einsichten zu den Einsatzfeldern, Herausforderungen, Ressorcen und Rahmenbedingungen fällt eine Erkenntniss ganz besonders ins Auge: Nur ein Unternehmen misst mit Hilfe von Social Media Monitoring den direkten Einfluss auf den Geschäftserfolg. Die Essenz der Studie liegt als PDF Download bereit.

Apps für Hootsuite. Sowohl kleine und große Unternehmen setzen das Monitoring-Tool Hootsuite zur Übersicht, zum Management und zur Auswertung ihrer Aktivitäten im Social Web ein. Seit dem 23.11. ist es auch ohne Pro- und Enterprise-Account möglich, Apps von Drittanbietern zu installieren. Zum Start sind im App-Directory Anwendungen für YouTube, GetSatisfaction, Flickr und Tumblr verfügbar. Die jeweiligen Funktionen ermöglichen ein Suchen, Teilen, Betrachten, Hochladen, und Filtern von Inhalten, auch eine Kommentar-Monitoring Option ist gegeben. Im Hootsuite-Blog wird das Hinzufügen und Nutzen der Apps in Form eines Videos erklärt.

Eine Google-Suche will durchdacht sein, wenn sie gute Ergebnisse liefern soll.  Die folgende Infografik von Hackcollege ist zwar offiziell an Studenten gerichtet, aber eigentlich für alle Nutzer interessant, denn sie erläutert neben die sog. „Operatoren“ der Google-Suche. Sie ermöglich ein inkludieren oder ausschließen von bestimmten Quellen, Themen oder Begriffen. Das klingt langweilig, ist aber clever, denn es spart nicht nur Zeit sondern bringt auch wesentlich bessere Ergebnisse. Eine Übersicht zu den erweiterten Suchoptionen gibt es natürlich auch bei Google in Textform.

Bildquellen: Shutterstock NamicsHackCollege