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next11: Lieben Sie Ihre Daten

Ehrlich gesagt hatte ich mit dem Motto der diesjährigen next11 zuerst meine Probleme, aber je mehr ich mich damit beschäftige, desto besser gefällt mir das Motto: ‚Data Love‘. Kann ich Daten als PRler lieben? Und wenn nicht, wieso sollte ich es dennoch tun?

Zuerst fallen mir folgende Fragen ein: Welche Daten darf ich wann und wie verwenden? Wie setze ich meine persönlichen Daten ein? Lese ich alle Datenschutzhinweise? Sicher nicht. Komplizierte Theorie, komplizierte Praxis. Wie kann man als Mensch nur Daten lieben lernen? Daten hier, Daten dort. Dashboards, Timelines, Search-Plattformen: die neuesten News mit einem Klick, verbunden mit Text, Videos und Bildmaterial. Unendliche Vielfalt. Selbst definierter Content, eigene Magazine per RSS-Feeds auf dem iPad erstellen, mein Smartphone, mit allem drin, was ich zum Leben brauche, Apples ITunes, Cloud Computing, Content Syndication und mein Notebook, meine Datenbank… Es sind viele Daten, die ich tagtäglich brauche, die mein Leben erleichtern, indem ich alle Informationen schnell und kompakt zur Stelle habe. Immer und überall.

Unser Business ist heute nichts mehr wert ohne Daten. In den letzten Jahren entwickelt sich die PR auch Dank verfügbarer Daten immer weiter. Zudem wird unser Business immer interessanter, weil wir flexibler sind und besser reagieren können. Wir setzen auf Monitoring, wir  stehen in direktem Kontakt mit den Nutzern und wir können die PR zielgruppengenauer steuern. Besonders  im Web 2.0 ist alles nichts ohne Daten.

Dennoch haben viele von uns ein gespaltenes Verhältnis zu Daten, denn Daten sind flüchtig und können wie kürzlich bei Apple geschehen, Dinge über User preisgeben, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht sind. Daten können wie bei Sony durch einen Hackerangriff in falsche Hände geraten und niemand kann vorhersagen, was mit den Daten geschehen wird. Daten ermittelt die Werbeindustrie mit Hilfe von Cookies, um zielgruppengenaue Werbung auszuliefern und um zu verstehen, wie User ticken. Die PR-Branche braucht Daten für das Monitoring, für Social Media, für LBS, für Realtime-Kampagnen im Netz. Der Einsatz von Daten kann automatisierte Prozesse in Gang setzen, die vorher ein Mensch in Kleinstarbeit erledigen musste.

Nun mache ich mich also am kommenden Dienstag auf nach Berlin und versuche herauszufinden, ob mein gespaltenes Verhältnis zur Datenthematik umgekehrt werden kann in eine tiefe Freundschaft. In einem internationalen Track und sechs Panels (Commerce, Media, Mobile, Social, Branding und Technology) sprechen zahlreiche prominente Speaker  und stellen ihre Ideen und Konzepte rund um das Konferenzthema ‚Data Love‘ vor.

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Bildquelle: Shutterstock