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Morgenwelt 62: Google Buzz und das Social Web

Ist Google Buzz das nächste große Ding, auf das so viele Social Media Heilsverkünder gewartet haben oder entpuppt es sich als alter Wein in neuen digitalen Schläuchen? Zumindest sorgt Google für Buzz. In der Morgenwelt gibt es ein paar Links dazu und weitere Themen aus der Social Media Welt.

Google Buzz: Mit Google Buzz wagt das Unternhmen erneut einen Vorstoß in die Welt der sozialen Netzwerke und der Echtzeit-Kommunikation. Google Buzz ist eingebettet im Gmail Account und in mobilen Services. Es bietet eine Kombination einzelner Elemente aus Facebook, FriendFeed und Twitter. Gmail-Nutzer folgen automatisch den Kontakten, mit denen sie häufig mailen oder chatten, können aber selbst auch entscheiden, wem sie folgen wollen. Im Gegensatz zu Twitter werden Medieninhalte direkt angezeigt und es kann bei jedem Post aufs Neue entschieden werden, für wen dieser sichtbar ist. Ausführlichere Beschreibungen des neuen Google Dienstes finden sie bei CartaBasic ThinkingNetzwertig und im Google Watch Blog. Noch ist es zu früh, um über Erfolg oder Misserfolg des neuen Google-Ansatzes zu urteilen, doch es macht die Social Media Kommunikation wieder ein wenig spannender und zeigt, dass es längst nicht mehr um einzelne Tools, sondern um eine neue Kommunikationskultur geht. 

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Twitter: Das Microblogging birgt große Marketing-Potenziale, nicht nur für Konzerne, auch für Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen. Auf GreenYonda werden in einer dreiteiligen Serie 100 Tipps vorgestellt, wie sich Twitter optimal nutzen lässt. 

Datenschutz: Auf dem Safer Internet Day hat sich die Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner für mehr Vorsicht im Web eingesetzt: Sie forderte eine weitere Verschärfung des Datenschutzes: "Wer persönliche Daten ins Netz stellt, sollte grundsätzlich auch das Recht behalten, diese wieder zu löschen. Wir benötigen einen Kopierschutz, damit Inhalte nicht kopiert und an anderer Stelle ins Netz gestellt werden können." Das klingt toll, nur passt fast überhaupt nicht mehr zur Praxis im Social Web, in dem es gerade um das Teilen von persönlichen Daten geht. 

Personal Branding: Jeder Mensch ist eine Marke. Wie wir unsere Marke pflegen und das Beste aus ihr herausholen können, beschreibt Markus Albers in seinem neuen Buch "Meconomy". Auf der Homepage finden Sie ein paar meiner Gedanken zu diesem Thema in einem Interview.

Präsentationen: Goodbye Powerpoint! So lautet das Fazit von Zeit Online über das revolutionäre Präsentations-Tool Prezi. Hier sind den Bedürfnissen einer sehr guten Präsentation keine Grenzen gesetzt, das Tool ist intuitiv und dadurch kinderleicht zu bedienen. Anstatt eine Folie nach der anderen zu beschriften, werden in Prezi die Bilder, Texte und Grafiken auf einer freien Fläche so angeordnet, wie es einem beliebt. So entfallen die starren Charakterzüge der Allerweltspräsentationen und bringen eine neue Frische ins Konferenzzimmer. Ich nutze beinahe ein Jahr Prezi und bin damit sehr zufrieden.

PR 2.0 – PR-Panther November 09 on Prezi

Facebook-Ranking: In seinem Blog aktualisiert Leander Wattig regelmäßig die Liste der Facebook Fanpages deutschsprachiger Medien-Marken. Die Rangliste ist nach Anzahl der Fans sortiert.

CEO-Twitterer: Jonathan Schwartz verkündete vor wenigen Tagen via Twitter seinen Rücktritt als CEO von Sun Microsystems und dürfte damit unter den Top Unternehmen der erste gewesen sein, der dieses im Microblog ankündigt.

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Versicherungen: Allianz hat mehr als 940 Follower auf Twitter, die sich die Meldungen des Konzerns interessieren. Der Online-Redakteur Markus Walter hat auf einem Twittwoch vor kurzem die Hintergründe zu seinen Twitter- und Social Media-Aktivitäten der Allianz erläutert. Dabei äußerte er sich auch zur Online-Reputation der Versicherung: „Jetzt twittern wir hauptsächlich aus Reputationsgründen.“ Sein Unternehmen wird oft als sehr konservativ wahrgenommen und will über Social Media im Sinne eines Employer Brandings zeigen, dass auch junge Angestellte bei der Versicherung arbeiten, „die anders ticken“. (Rheinischer Merkur: Twitter – Ein Prost aufs wahre Leben)

Finanzen: In der Banken- und Versicherungsbranche gewinnt Twitter, auch in Deutschland, zunehmend an Bedeutung. Um einen Überblick der twitternden Unternehmen zu bekommen, lohnt ein Blick auf das Ranking von talkabout communications.

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Klaus Eck