Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Mehr Kommentare durch Google Sidewiki?

1 Minuten Lesedauer

Falls Sie glauben, dass Ihnen Ihre Website ganz alleine gehört und niemand dort einen Kommentar hinterlassen kann, dann haben Sie sich geirrt. Sie müssen dazu noch nicht einmal ihren Besuchern erlauben, Kommentare zu hinterlassen. Es gibt viele Möglichkeiten, Ihre Webangebote dennoch zu kommentieren. Das geschieht allerdings in der Regel auf anderen Blogs, die mit einer Suche leicht zu finden sind. 

Seit einigen Wochen bietet Google ein neues Feature namens Sidewiki an, dass es den Google Toolbar Nutzer ermöglicht, jede besuchte Webseite zu kommentieren und diese Kommentare anderen Visitors zugänglich zu machen

Ein kurzes Video verdeutlicht dies: 

Theoretisch kann das einen sehr großen Einfluss auf Ihre Online Reputation haben; denn jeder kann somit Ihre Online-Aktivitäten mit seiner Meinung öffentlich begleiten. So schreibt Brandon Anderson: 

"For PR and Marketing professionals this means that we no longer fully own the content on our websites.  Is it a scary thought that anyone can now come to your website and write however they feel about your company without you being able to moderate in any way?  It should be."

Damit hat er im Grundsatz natürlich Recht, weshalb es künftig sicherlich zur Pflicht werden wird, im Rahmen eines Online Monitorings auch die Sidewiki-Beiträge zu den eigenen Webpräsenzen zu kontrollieren. Dennoch ist das Tool noch kein Grund zur Panik. Malte Landwehr erläutert das sehr gut in seinem Artikel. Kernpunkt ist, dass die anzunehmende Verbreitung von Google Sidewiki sehr gering bleiben dürfte. Schließlich bleibt der Dienst nur Google Toolbar-Usern vorbehalten, somit eine Minderheit der Onliner und dürfte nur von Eingeweihten verwendet werden. Zudem kann Sidewiki nur dann genutzt werden, wenn ein Sidewikianer einwilligt, Daten zu jeder besuchten Website an Google zu übermitteln. 

Das Sidewiki öffnet der Manipulation viele Möglichkeiten. Aufgrund der geringen Nutzerbasis ist es ein leichtes, digitalen Rufmord zu begehen oder seiner eigenen Meinung einen größeren Stellenwert einzuräumen. Allerdings können Website-Betreiber, die Sidewiki wahrnehmen, das Feature dazu nutzen, die Besucher direkt ansprechen. Wer weiß, vielleicht kann das Sidewiki in Zukunft sogar dazu genutzt werden, die Website-Besucher dazu aufzufordern, Kommentare zu hinterlassen, wann immer sie Fragen zu einem Thema haben und diese sogar einander zu beantworten. Allerdings ließe sich das mit Hilfe eines Blogs sehr viel leichter und transparenter umsetzen. 

>> Google Sidewiki – Decentralizing web authority
>> Lorm.de: Google Sidewiki und Online Reputation
>> Google Sidewiki is PR Game Changer

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

5 Replies to “Mehr Kommentare durch Google Sidewiki?”

  1. … vielleicht scheucht es aber auch diejenigen auf, die nur „die guten Kommentare“ aus der Richtung eigener Gesinnung zulassen (bspw. teAM-Blog). Vielleicht ist es zukünftig für Blogs zu diskussionswürdigen Themen überhaupt keine Option mehr die Kommentarfunktion auszuschalent. Mich würde es freuen.

  2. Guten Abend Klaus,
    ob das Sidewiki sich zu einem Standard entwickelt, das ebenfalls viele Nutzer auch hier in D begeistert, bleibt abzuwarten. Zum einen muss ich mich dazu überwinden die sperrige Google Toolbar in meinem Browser zu installieren, die meinen FF arg überfrachten. Zum anderen gibt es bereits andere Dienste wie z.B. CoComment, mit dem ich ebenfalls „externe“ Kommentare aus einem FF-Plugin heraus zu einer Website oder einem Blog abgeben kann – warten wir´s ab!
    Zur Ruf-Vorsorge, sollten sich Unternehmen trotzdem nicht scheuen einen kurzen Begrüßungstext auf ihren Websites per Sidewiki zu hinterlassen. Zur sporadischen Kontrolle des Sidewikis auf potenzielles Feedback kann man ja die Toolbar ausblenden! 😉
    LG, Sebastian

  3. Ich habe bis jetzt keine Kommentare gefunden.Einträge können hilfreich sein.Wenn einer aber ewas böses will,ist es eine Möglichkeit Rufmord zu begehen.Doch das,wollen wir doch keinem zutrauen.

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