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Morgenwelt 53: Farmville – das beliebteste Spiel auf Facebook

Was bringt eigentlich so viele Menschen dazu, eine virtuelle Farm auf Facebook aufzumachen? Ich weiß es nicht wirklich, spiele aber selbst ebenfalls Farmville. Außerdem stelle ich Ihnen ein neues Projekt von Facebook vor, dass die Nutzung von Facebook Connect mit einem weiteren Mehrwert versieht und es so gegen Google Friend Connect besser positionieren soll. Dies und einiges mehr finden Sie heute wie gewohnt in der Morgenwelt

Facebook: Ein interessantes Projekt, das man als "crowdsourced Translation Service" beschreiben könnte, hat heute Facebook vorgestellt. Webseitenbetreiber, die Facebook Connect einsetzen, können künftig die Facebook Community dazu nutzen, ihre Website übersetzen zu lassen. Auf diese Weise wurde übrigens schon Facebook selbst lokalisiert.


Farmer bei Facebook: Die Facebook-Application Farmville ist ein regelrechtes Phänomen. In dieser Woche hat es die 50-Millionen-Nutzer-Marke überschritten. Damit ist jeder sechste der 300 Millionen Facebook-User als Pixelfarmer tätig. Doch was macht die Faszination des Spiels aus, das auch in unserem Büro in der Münchner City dafür sorgt, dass wir regelmäßig Grunzgeräusche vernehmen können? Einmal wurde ich im Zug sogar gefragt, ob ich das Schaf-Blöken nicht als Handy-Klingelton weitergeben könne. 

Einerseits mutet die naive Grafik sympathisch an und erinnert einige der Spieler an alte Nintendo-Zeiten. Ein weiterer Pluspunkt des Spiels ist zudem, dass es keine permanente Anwesenheit des Spielers braucht. Damit eignet es sich als perfekter Lückenfüller – quasi die alternative Form der Zigarettenpause. Doch vielleicht der entscheidendste Grund für Farmvilles Langzeitmotivation ist das stark interaktive Moment. Spieler können interagieren, sich gegenseitig helfen und sich untereinander austauschen und beschenken. Die soziale Kommunikation wird in Ansätzen gefördert, ohne dass man viel Zeit in Kommunikation investieren müsste. Das Second Life hat Farmville in gewisser Weise schon hinter sich gelassen. Aber Vorsicht! Es kostet sehr viel Zeit, ein guter Farmviller zu sein – oder etwas mehr Geld. Wen die Farmville-Statusmeldungen auf Facebook nerven, kann diese jederzeit komplett für alle Zeiten verbergen.

Gefährliche Tweets:  Ein falscher Twitterbeitrag kann Ihnen Ihre Karriere verderben oder zumindest zu sozialen Unfrieden führen. Sehr gut ist Jochen Mais Idee, ein Flussdiagramm zu entwickeln, das einem als Entscheidungshilfe dient, ob man einen Tweet besser löschen sollte.

Prezi-63

Google Wave: Es scheint, als rücke der Launch von Googles neuem Kommunikationstool Wave ("wie sähe E-Mail aus, wenn man es heute erfunden hätte?") näher. Seit heute wurde die Beta auf 100.000 User erweitert. Für deutsche Nutzer sieht es bislang jedoch leider noch schlecht aus. Allerdings finde ich die Idee sehr gut, dass jeder Google Wave Nutzer 8 "Freunde priorisieren kann, sodass diese bei der nächsten Verteilung eines Wave Accounts bevorzugt werden.

Business Strategy: Holger Schmidt fasst in einem lesenswerten Artikel zusammen, wie Yahoos neue Vorstandschefin das Unternehmen neu ausrichtet, begleitet von einer 100 Millionen Dollar-Kampagne. Kernpunkte der neuen Strategie sind die Neupositionierung Yahoos als "Einstiegspunkt" ins Netz sowie die zunehmende Regionalisierung des Angebots.

Bundestagswahl & Twitter: Ähnlich wie schon bei den letzten Landtagswahlen und der Europawahl sind auch am Tag der Bundestagswahl auf Twitter Wahlprognosen vor der Schließung der Wahllokale aufgetaucht. Manche davon waren offensichtlich frei erfunden, während andere durchaus den Anschein erwecken konnten, auf Wahltagsbefragungen zu beruhen. Das Büro des Bundeswahlleiters ermittelt derzeit nach undichten Stellen – es droht eine Strafe von 50.000€. 

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Klaus Eck