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Morgenwelt 44: Verbeamtete Twitterer

Bis in Deutschland Beamte von der Regierung zum Microblogging aufgefordert werden, wie das in Großbritannien just passiert ist, dürfte vermutlich noch einige Zeit vergehen. Die britische Regierung hat dazu sogar 20 Seiten Twitter-Richtlinien herausgegeben, in denen unter anderem erläutert wird, dass Twitter sehr gut für amtliche Veröffentlichungen und Informationen aller Art geeignet sei. Inzwischen hat Twitter nach einem Relaunch auch eine neue Website erhalten, in der die Suche besonders hervorgehoben worden ist. 

Wie Hitler, Chaplin, Jesus und Elvis twittern, zeige ich Ihnen auf Posterous, weitere Dinge finden Sie in dieser Morgenwelt.   

Social Networking: Etwa 47 Prozent der deutschen Onliner sind Social Networker, ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid. Von den 14- bis 29-Jährigen nutzen sogar 89 Prozent ein Social Network wie Facebook, Xing oder StudiVZ. (siehe Karrierebibel).

Knigge: Zensursula hat es mal wieder geschafft – mit dem Vorschlag der Einführung von Verhaltenskodizes und Benimmregeln für das Internet hat die durch die Internetzensur-Debatte umstrittene Familienministerin Ursula von der Leyen fehlende Sachkenntnis bewiesen. Anstatt direkt eine Einführung der Medienkompetenz in die Lehrpläne der Grundschulen zu fordern, soll über einen Verhaltenskodex "nachgedacht" werden. Als wenn es nicht schon genug davon gäbe.

Öffnung: Das Business-Netzwerk Xing öffnet seine Pforten für Fremdentwickler. Insgesamt 16 Applikationen stehen den Nutzern jetzt zur Verfügung, vom beliebten Doodle über eine Mindmapping-Applikation hin zu Slideshare und Dopplr finden sich einige interessante Anwendungen im Katalog. Xing befindet sich somit in guter Gesellschaft von LinkedIn und Facebook, die ihre eigenen Applikations-Systeme schon länger erfolgreich führen.

Vitamin B: Dass viele Kontakte höhere Jobchancen, höhere Produktivität und höheres Gehalt bedeuten, will eine Studie des MIT festgestellt haben. Die Wirtschaftswoche widmet sich in einem Artikel diesen Aussagen: "Das beste Rezept lautet Masse statt Klasse" lautet das Resümee. 

Sharing: Persönliches Teilen ist auf dem Vormarsch – dies besätigt ein Artikel auf Mashable, der das Sharing von Inhalten auf Facebook als stark wachsenden Trend identifiziert. Immerhin 24% der Links, die mit dem populären Tool "addtoany" geteilt wurden, landeten letztendlich auf Facebook. Klassische Bookmarkingdienste machen in dieser Aufstellung keine gute Figur, sogar Delicious muss sich mit 4,5% zufrieden geben, Twitter kommt mit 10,8% auf einen guten dritten Platz. Den zweiten Platz nimmt immer noch die E-Mail mit 11,1% ein.

Medienleben: Neun Stunden verbringt ein Durchschnitts-Amerikaner täglich mit Medien, davon allein 5 mit Social Networks, Blogs, Microblogging und Online-Video. Wie dabei der ideale Medienkonsum aussehen sollte, kann man am Schaubild sehr gut erkennen:

Letterman:  Kevin Spacey und David Letterman, ein ungleiches Paar, wenn es um die Nutzung neuer Medien ankommt, haben im Rahmen der Lateshow Twitter thematisiert. Das Ergebnis war ein amüsantes Aufeinanderprallen der Medienwelten. Der Schauspieler geht dabei auf ganz eigene Weise auf das Thema Reichweiten ein.




Kleinunternehmer: Twitter hilft besonders Kleinunternehmen ohne Budget für konventionelle Werbung. Am Beispiel eines französischen Spezialitätenhändlers wird bei diese Dynamik bei bigtrends kurz beleuchtet, den umfangreicheren Originalartikel gibts bei der New York Times.

Parodie: Nachdem ein paar Promis in einem Video nach amerikanischen Vorbild satirisch gegen das Wählen hetzten, nahmen sich die kreativen Köpfe vopn Spreeblick, nerdcore und i-jeriko dem Thema an und schufen "Nicht rausgehen."

Der Prototyp:

Die deutsche Version:

Die Version von Spreeblick:


Facebook
: Annette Schwindt verrät in ihrem eBook viele kleine Tricks rund um Facebook. Dadurch lernen Sie es, Ihre Kontakte zu gruppieren und die Privateinstellungen richtig vorzunehmen.

22 Gründe, online zu gehen: Die Ergebnisse des Ruder Finn Intent Indexes sind auch für Corporate Blogger spannend. So kam in der Analyse heraus, dass die Onliner oftmals etwas lernen, ihren Spass haben, Kontakte knüpfen und sich selbst darstellen wollen. 

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Klaus Eck