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Michael Jackson auf Facebook am beliebtesten

Der "King of Pop" hat die Herzen vieler Facebook-Mitglieder und Twitterer erobert. Michael Jackson's Tod scheint zum größten Medienereignis der Welt zu werden und treibt heute mit der öffentlichen Trauerfeier in Los Angeles im Staples Center einem neuen Höhepunkt zu. Viel Platz gibt es dort für die Fans des Musikers nicht. Auf die rund 17.000 Karten gab es insgesamt 1,6 Millionen Bewerbungen. Viele Neugierige werden sich nicht davon abbringen lassen, dem "King of Pop" die letzte Ehre zu erweisen. So sollen Hunderttausende zu seiner Trauerfeier kommen. 

Auf der Auktionsplattform Ebay kosten die Tickets inzwischen einige Tausend US-Dollar. Andere weichen einfach in TV und Internet aus: Es wird erwartet, dass sich mehr als 750 Millionen Zuschauer vor ihren TV-Geräten einfinden und die Zeremonie verfolgen werden. Live übertragen wird sie von den US-TV-Sendern ABC, NBC, CBS, CNN, MSNBC und E!. Aber auch im Internet wird es zahlreiche Livestreams von der Michael Jackson Beerdigung geben, darunter eine Kooperation von CNN und Facebook

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Allein auf Facebook haben sich bisher rund 135.000 Mitglieder als virtuelle Gäste der Trauerfeier eingetragen. 

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Aber auch in Deutschland gibt es viele Medienseiten, die Michael Jackson Extras bringen. So beispielsweise die ARD:

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Falls Sie selbst sehen wollen, auf welchen Seiten über Michael Jackson gesprochen, diskutiert und geschrieben wird, empfiehlt sich die Twitter-Suche Twazzup, die aufgrund der auf Twitter generierten Links viele spannende Überraschungen parat hat und ein umfassendes Livesearch-Angebot darstellt:

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Angefangen hat der Hype im Internet erst vor wenigen Tagen: Am 25. Juni 2009 um 14:44 Uhr Ortszeit erlitt der Sänger Michael Jackson in Los Angeles einen Herzanfall. Er wurde um genau 23:26 Uhr im UCLA Medial Center für tot erklärt. Nur eine Minute zuvor stellte der Schauspieler und Twitterer Ashton Kutcher seinen rund 2,4 Millionen Followern in seinem ersten Tweet die Frage: "Michael Jackson hatte einen Herzinfarkt?" Wer zu dieser Zeit seinen Twitterbeiträgen folgte, konnte auf diese Weise sehr schnell erfahren, was kurz danach aller Welt offiziell mitgeteilt worden ist und bis heute viele Fans beschäftigt. Rund 15 Prozent aller Twitter-Beiträge widmeten sich zeitweise dem Thema Michael Jackson. Mit der heutigen Trauerfeier könnten neue Rekorde in der medialen Aufmerksamkeit gebrochen werden.

Auf Facebook ist Michael Jackson nach seinem Tode eine der erfolgreichsten Marken überhaupt geworden – wenn nicht sogar der erfolgreichste Personal Brand. Das zeigen die Zahlen von Inside Facebook sehr deutlich: Mittlerweile liegt der Künstler an erster Stelle – vor Barack Obama und vor den globalen Marken "Facebook", "Coca Cola", "Star Bucks" und "Nutella".

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Auf Facebook hat Michael Jackson's Fanpage den ersten Platz im Facebook Leaderboard eingenommen und damit in kürzester Zeit Barack Obama überholt. Seine zurzeit rund 6,8 Millionen Facebook-Fans haben alle einen Hinweis auf ihren Fanstatus in ihrem persönlichen Profil und werben damit für den Personal Brand des Pop-Musikers: Die Zahl der Kommentare auf der MJ-Site zeigt zudem, welches Potential Facebook für Unternehmen bietet – und wie weit viele noch von ihren Zielen entfernt sind. In den ersten Wochen nach seinem Tod hat es auf der neuen Facebook Fanpage schon rund 25.000 Kommentare gegeben.

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Auf der Facebook Fanpage ist man nur mehr einen Klick vom Kauf eines Michael-Jackson-Songs entfernt oder kann auch über Amazon die Songs des Künstlers erstehen.

Klaus-09Mittlerweile bevölkert der King of Pop die Top 5 der deutschen Verkaufscharts bei Amazon – in den vereinigten Staaten sind es sogar die ersten 11 Plätze. Laut Media Control sind in Deutschland 24 Singles und neun Alben von Michael Jackson in den aktuellen deutschen Hitparaden zu finden. Auf die Plätze Eins und Zwei konnten sich posthum seine Best-of-Alben „King Of Pop“ und „Thriller“ platzieren.

Social Media wirkt – diesmal besonders gut im Zusammenspiel mit den klassischen Medien. Das zeigt nichtzuletzt das Beispiel CNN – Facebook. Im Vergleich zu den Zahlen von einem Global Player wie Michael Jackson sind deutsche Marken auf Facebook noch weit von den hohen Zahlen entfernt. Viele Marketiers wären bereits über 1000 Fans glücklich. Doch letztlich zeigt der Tod eines Musikidols, wohin sich das Social Media Marketing in Zukunft noch entwickeln könnte.

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Klaus Eck