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Morgenwelt 41: Otto und Vodafone mit noch mehr Social Media

Corporate Blogs bleiben wichtig und sind ein spannender Kommunikationskanal für die direkte Kundenkommunikation. Obwohl erste Blogger wie Steve Rubel sich inzwischen vom klassischen Blogkonzept zu verabschieden scheinen und lieber auf das Livestreaming setzen, entdecken immer Unternehmen zunächst einmal die Chancen, die im Corporate Blogging liegen. Jede Organisation kann sich selbst dadurch nahbarer machen und sich der direkten Kommunikation mit den Kunden stellen. Meiner Ansicht nach liegt im Lifestreaming zwar ein gigantisches Potential, aber es kann (bislang – zumindest für mich) nicht das Bloggen wirklich substituieren. Das Blog ist eine wunderbare Ergänzung für den Livestream und funktioniert im Zusammenspiel mit Twitter und Facebook noch besser. Auf die gehe ich in dieser Morgenwelt ebenfalls wieder ein.

Corporate Blog: Vodafone hat am 1. Juli sein Corporate Blog gestartet und damit einen weiteren Social Media Channel seiner Social Media Stratetgie hinzugefügt. Carmen Hillebrand betreut das Blog. Sie schreibt im ersten Eintrag: "Das sind die Mitarbeiter von Vodafone Deutschland und Gastautoren. Nach dem ersten Schritt in das Social Web wie z.B. Twitter und weiteren Schritten z.B. auf MySpace oder Facebook öffnen wir uns weiter und werden transparenter." Dank ihrer persönlichen Vernetzung in der Blogosphäre und ihrer Twitteraktivitäten gab es gleich beim ersten Blogartikel bislang 25 Kommentare.

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Twitter wächst weiter rasant. Das zeigen die Zahlen, die Matthew Daines von Twellow herausgefunden hat. Er hat die Twitter-Registrierungen und Tweets ausgewertet. Demnach haben wir inzwischen weltweit zumindest 52,6 Millionen Twitter-Accounts. Davon twittern natürlich nicht alle, aber die Zahl der Tweets steigt ebenfalls weiterhin an, wie die zweite Grafik deutlich macht.

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Studie: Der (N)ONLINER Atlas ist soeben in der 2009er Version erschienen. Die Studie gibt Zahlen und Fakten zum digital divide in Deutschland – so sind nach dortigen Angaben fast 70 Prozent der Deutschen in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal im Monat online gewesen. Der digitale Atlas ist eine Studie der Initiative D21, die bereits
zum neunten Mal von TNS Infratest durchgeführt wurde.  

Friendfeed-Update: Der Social Media-Service Friendfeed erweitert sein Funktionsspektrum: So ist es seit kurzem möglich Dateien an die jeweiligen Beiträge zu hängen. Eine wichtige Funktionalität, konnte man doch vorher Präsentationen oder andere hilfreiche Daten nur über Umwege teilen. Außerdem bietet das Interface verschiedene Layouts an, aus denen man hier seine Favoriten wählen kann.

Facebook-Update: Auch Facebook hat eine neue Funktionen zu bieten: Die "Live Stream Box" ermöglicht es, Videoinhalte live innerhalb des Netzwerkes sowie auf externen Websites anzusehen, zu kommentieren und auf der eigenen Pinnwand zu teilen. Das Ganze geschieht mit Hilfe von Facebook Connect. Das könnte noch ein großer Schritt in Richtung kollaboratives Live-Erlebnis über das Internet werden, wer weiß…

The King of Pop: Michael Jacksons Tod versetzte das Social Web in eine gemeinschaftliche Trauer. Die Dichte der Meldungen und Trauerbekundungen, die sich kurz nach dem Tod des Popstars auf die Social Networks einprasselten, liessen die Server auf Hochtouren arbeiten. Auf Spiegel Online findet sich ein guter Artikel zum Phänomen des Todes in Zeiten des Social Webs.

Vertuschung: Eine kleine Änderung im Lebenslauf  der NRW-Vorsitzenden des SPD-Landtagsfraktion hat die Blogger und die Opposition auf den Plan gerufen: Durch das Wegstreichen des Namens der Firma "Zenit GmbH", die in eine wichtige Rolle in einem Skandal um Landes-Fördermittel spielte und deren Mitarbeiterin Hannelore Kraft war, hat der Blog "Ruhrbarone" angefangen, kritische Fragen zu stellen. Kraft selber spricht von keiner Vertuschung, sondern lediglich von einer Verkürzung des Textes, die Informationen sind noch an anderen Stellen im Internet nachzulesen.

Newsroom: Otto hat einen sehenswürdigen Social Media Newsroom gestartet, der Pressetexte geschickt und ansehnlich mit verschiedensten Medien und Plattformen verbindet, ohne Journalisten und andere Influencer zu überfordern. Ein weiterer großer Player (der PR-Blogger hat vor kurzem 21 Social Media Newsräume vorgestellt), der diesen Trend aufgreift. 

Otto - Home

Twitter-Statistik: Der durchschnittliche Twitter-Nutzer hat 126 Follower. Diese und weitere Einblicke wurden von Evan Weaver, einem Twitter-Mitarbeiter, bei der QCon-Konferenz im Rahmen eines Vortrags über die Architektur des Twitter-Systems geboten. The Guardian hat noch ein paar mehr Fakten zusammengefasst.

Twitter-Update. Die Twitter-Website ist wiederum ein paar Funktionen reicher geworden: Der Überblick über Follower und Followings ist erleichtert worden, es ist jetzt sogar möglich DirectMessages direkt in der Following-Ansicht zu adressieren, wie auch User direkt dort zu blocken. Das Followen wurde in dieser Ansicht auch stark erleichtert, es reicht ein Klick, um die Tweets eines Users zu abonnieren.

Flickr

Flickr-Update. Das Fotoportal Flickr hat die "Blog this"-Funktion so erweitert, dass nun auch beim Microbloggingdienst Twitter Fotos automatisch verlinkt werden können. Damit begibt sich Flickr auf die Jagd nach Twitpic und Co., die bisher diesen Sektor dominierten.

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>> Bildnachweis: "Michael Jackson Memorial" von lobraumeister auf flickr

Klaus Eck