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Morgenwelt 39: Welche Online-Reputation hat Ihr Arzt?

Wie sehr dürfen Sie Ihrem Arzt wirklich vertrauen? Vielleicht haben Sie ja schon einmal die Website Ihres Arztes oder Zahnarztes angesehen. Noch spannender sind aber die Meinungen anderer Patienten. Trauen Sie es sich zu, die Kompetenz Ihres Arztes zu beurteilen? Zumindest haben wir alle so unsere Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem gemacht. Deshalb bin ich gespannt, wie sich das in der Beurteilung von Ärzten in dem AOK-Ärzete-Navigator niederschlägt. Am Samstagnachmittag werde ich ab 14 Uhr über diese Thema auf Antenne Bayern mit den Radiohörern diskutieren. In der nächsten Woche dürfte unsere Diskussion auch in der Mediathek verfügbar sein.

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Bewertungsportale: Internet-TÜV für Ärzte wird diskutiert: Wie informieren Sie sich über den Arzt Ihrer Wahl? Medizinische Vorkenntnisse haben die meisten Patienten nicht, wenn Sie einen Arzt auswählen. In der Regel vertrauen Sie den Empfehlungen ihrer Familie oder dem eigenen Freundeskreis. Manchmal genügt auch bereits die lokale Nähe. Deshalb begrüße ich die Entwicklung in Richtung mehr Transparenz, selbst wenn vieles beim neuen Bewertungsportal der AOK subjektiv sein sollte. Nach dem Vorstoß der AOK in Richtung einer Bewertungsplattform für die circa 185.000 niedergelassenen Mediziner, diskutieren jetzt auch andere Gesundheitsdienstleister über den Einsatz einer solchen Maßnahme: Das vom AOK für das kommende Jahr angekündigte Bewertungsportal "AOK-Arzt-Navigator" soll es Patienten möglich machen, zu bestimmten Kriterien der Behandlung ihre Meinung zu äußern. In der Diskussion wird der Ruf nach einem professionellen Kritierienkatalog laut, aber auch generell ablehnende Haltungen sind unter den Medizinern und vor allem ihren Verbandsvertretern festzustellen.
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Iran-Konflikt: Anhänger und Unterstützer des Kandidaten Mussawi nutzen Twitter in Iran zur Organisation von Protesten und zum Austausch mit der Öffentlichkeit. Via Twitter macht die Protestbewegung auf Bilder und Texte aufmerksam. Unter dem Hashtag "IranElection" finden sich stündlich mehrere tausende Unterstützungsbekundungen sowie Gerüchte rund um den Wahlausgang. Mehr zum Thema Echtzeitmedium Twitter und dem Konflikt im Iran findet sich auch bei carta.info.
Logo_tweetrankingTwitterer empfehlen Twitterer: Es gibt viele lesenwerte Twitterer, doch wem sollten Sie folgen? Der FAZ-Netzökonom Holger Schmidt macht es allen Neu-Twitterern leichter, sich in derTwittersphäre zurecht  zu finden. Auf seinem Portal Tweetranking kann man seit dem 10. Juni andere Twitter empfehlen und taggen. Das System dahinter ist denkbar einfach: Nutzer können Kategorien (Tags) erschaffen und andere Twitterer jeweils nominieren. Auf diese Weise können einzelne Twitterer etwas für Ihre Online-Reputation tun. Die Tags sind durchaus aussagekräftig und zeigen jedem Twitterer, mit welchen Themen er sich beschäftigt bzw. wie er von seinen Lesern wahrgenommen wird. Entscheidend sind auf dem Twitter-Spezialservice gar nicht so sehr, die absoluten Zahlen, weil diese sich leicht manipulieren lassen. Schauen Sie sich lieber an, wer von Ihren Kontakten wen  empfiehlt. Das ist viel aussagekräftiger und sicherlich weniger unter Spam- oder SEO-Verdacht. Wer besonders häufig auf Tweetranking gelistet wird, profitiert davon. So konnte ich dankenswerterweise in den ersten Tagen des neuen Twitter-Portals rund 30 Prozent mehr Follower verbuchen als zuvor. Diese Steigerung habe ich Ihren Empfehlungen zu verdanken. Ich freue mich natürlich darüber, wenn Sie mich ebenfalls auf Tweetranking taggen und empfehlen.
  

Studie: Web als wichtigstes Medium: Das Internet ist das "wichtigste Medium im deutschsprachigen Raum", heißt es in der aktuellen Studie der Buchhandelsverbände, die nicht unbedingt als Internet-Euphoriker verschrien und daher eher unverdächtig sind. Die Befragung unter 1730 Personen zeigte ziemlich deutlich, dass Fernsehen und Bücher in ihrer Bedeutung als Medien gegenüber dem Web zurückfallen. Auf Spiegel Online gibt es eine Zusammenfassung der Studie.

Online-PR: Für Travel Charme Hotels & Resorts hat Construktiv einen Social Media Newsroom eingerichtet. Neben Hotel-Bewertungen von Holidaycheck.de, Flickr-Bildern und weitergehenden Presseinformationen finden sich auch die Tweets des Corporate Twitter Account des Urlaubsdienstleisters im Newsroom. Mit dem Vorstoß folgt man im Tourismus Vorreitern wie GM Europe, Volvic oder Fluidforms und stellt den bisher einzigen Social Media Newsroom für die Touristikbranche vor. Der Fachverlag für Marketing und Trendinformationen erläutert das Konzept hinter einem Social Media Newsroom.

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Impressumspflicht auch bei Twitter? Die Frage ob es sich bei Twitter um ein impressumspflichtiges Medium handelt, hat sich Henning Krieg auf seinem Blog "kriegs-recht.de" gestellt. Wer auf der sicheren rechtlichen Seite sein möchte, sollte seine Kontaktdaten auch bei Twitter angeben. Dafür eignen sich sowohl die Bio wie auch der Twitter-Background.

Authentizität beim Bloggen: In einem Gastpost bei searchenginepeople.com hat sich Lisa Barone in einem lesenswerten Artikel dem Thema "How to Blog with authenticity without getting fired" gestellt. 

Winzige Chats mit großen Möglichkeiten: Tinychat nennt sich ein einfach einzurichtender Chat, der sogar Video-Konversationen ermöglichen kann und vor allem durch seine Einfachheit besticht. Aber auch auf "soziale" Features wird wert gelegt: Das Einladen in den Chat geht per Klick auf eine URL, aber auch bei Twitter und Facebook kann der eigene Chatroom schnell beworben werden. Es gibt sogar eine Pro-Variante, in der man als zahlender Nutzer fünf Räume verwalten sowie mit Passwörtern ausstatten kann sowie die Möglichkeit der Einbindung von High-Quality-Video erhält.

Jede Firma ist ein Medienunternehmen: Prof. Dr. Thomas Pleil berichtet in seinem Text-Depot von seinem Besuch beim New Media Academic Summit. Bei der von Edelman organisierten Veranstaltung trafen 150 Akademiker einige Dutzend Praktiker und tauschten sich zu Themen rund um Social Media aus. 

Powerpoint nutzlos: Versetzen Powerpoint-Präsentationen das Hirn in eine Art Winterschlaf? Spiegel Online hat sich dem Phänomen angenommen und einen informativ-amüsanten Artikel publiziert, den ich als Prezi-Nutzer nur unterstützen kann. Prezi stellt eine spannende Alternative dar.

E-Mail-Stress: Jeder dritte Angestellte in Deutschland wird durch E-Mails gestresst: In einer Studie der Techniker Krankenkasse "rangiert die ständige Erreichbarkeit per E-Mail und Handy gleich an zweiter Stelle der Stressfaktoren". Die Studie als PDF kann hier eingesehen werden. Darüber habe ich vor einigen Wochen im PR Blogger berichtet. Ob Twitter zu Stress führt, darüber gibt es (noch) keine mir bekannte Studie…

TweetTunes: Wer wissen möchte, welche Musiker auf Twitter gerade besonders intensiv diskutiert werden, sollte sich das aus Österreich stammende Mashup "TweetTunes" einmal bei netzwertig genauer ansehen.

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Corporate Blogging: Da mein Buch "Corporate Blogs" bei Amazon nicht mehr lieferbar gewesen ist, habe ich einige meine Restbestände dort im Marketplace angeboten. Falls Sie selbst gute Exemplare haben und diese inzwischen auf Amazon verkaufen wollen, freue ich mich darüber, dass Sie "Corporate Blogs" wieder  lieferbar machen. Schon bald werden meine Bestände aufgelöst sein, deshalb möchte ich Sie auch auf die elektronische Alternative aufmerksam machen: Corporate Blogs als eBook bei Ciando

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Klaus Eck