Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Gesichtserkennung: Face-to-Face surfen

1 Minuten Lesedauer

Ein Foto alleine wird so noch nicht unbedingt im Netz gefunden. Erst wenn ein Name hinzugefügt worden ist, wird es oftmals sichtbar. Deshalb waren viele Onliner bisher recht gut geschützt. Doch was ist, wenn sich dieses ändert und die Gesichtserkennung weiterhin gute Fortschritte macht und bald jedes Foto online auffindbar wird?

Wenn Ihr Foto auf Facebook (mein Online-Profil) getaggt worden ist, kann man den missliebigen Tag einfach entfernen und damit das Problem "Personal Branding" (mal ganz anders verstanden) lösen. Das nächtlich geschossene peinliche Foto verschwindet daraufhin im Nirwana der vielen unbekannten Fotos.

In dem Social Network werden jeden Monat über 700 Millionen Fotos hochgeladen. Damit ist es längst eine der größten Fotoplattformen weltweit geworden. Eine neue Applikation namens "Photo Finder" des israelischen Unternehmens Face macht es möglich, Fotos automatisch zu erkennen und mit dem passenden Namen zu versehen. Bisher benötigt man noch Invites, um dieses Tool zu nutzen.

Photofinder

Wirklich neu ist die Technik dahinter nicht unbedingt. So ermöglicht Googles eigenes Fotoprogramm „Picasa“ seit geraumer Zeit das automatische Taggen von Personen aufgrund ihrer Gesichtsmerkmale. Ist ein Gesicht erst einmal erkannt und verschlagwortet, schlägt Picasa weitere Bilder vor, auf der die betreffende Person auch zu erkennen sein könnte. Dies passierte aber noch lokal auf den Rechnern der User und ist (noch längst) nicht perfekt.

Der Photofinder stellt jedoch eine neue Dimension dar, indem er das Benennen der Fotos auf Facebook und damit direkt online erleichtert und die Fotos aller Freunde zumindest innerhalb des Programms für den Photofinder-Nutzer sichtbar macht. War es vorher noch möglich, durch gezieltes Entfernen der eigenen Tags Bilder vor der Öffentlichkeit zu verstecken, funktioniert dieser kleine Trick nicht mehr. Die Nutzer der Applikation können sich via Facebook einen sehr guten Überblick über alle Fotos der jeweiligen Freunde erhalten, was bei durchschnittlich 200 Kontakten auf der Plattform nicht wenig sein dürfte.

Face macht die unliebsamen Fotos zwar keiner breiten Öffentlichkeit zugänglich, aber schafft dennoch mehr Transparenz. Das lässt sich übrigens auch gut für das Self-Monitoring auf Facebook einsetzen, um herauszufinden, wer mich fotografiert und namenlos auf Facebook abgelegt hat.

Diese Entwicklungen und die Popularisierung der Gesichtserkennungstechnologie zeigt, womit wir in Zukunft rechnen müssen. Alles Digitale bleibt. Und wird irgendwann via Suchmaschine wirklich gefunden. Das ist nichts per se schlechtes. Allerdings führt die zunehmende Digitalisierung unserer Lebenswelten dazu, dass wir uns dem aktiv stellen sollten. Dem Zufall sollte man hierbei nichts überlassen und selbst auch mit Fotos seine eigene Online-Reputation stärken.

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

2 Replies to “Gesichtserkennung: Face-to-Face surfen”

  1. Ein spannendes Thema und eine spannende Entwicklung haben Sie zum Thema gemacht.
    Ich denke, dass dieses Tool zwar die Arbeit des Findens erledigt, jedoch ganz dringend eine Entwicklung braucht, um unliebsame Fotos ohne Verbindung zu halten.
    Das was Personensuchmaschinen möglich machen ist ja ein ähnliches Thema.
    Da hier „andere“ an dem eigenen Image herumkreieren, kann das ganze auch unangenehm werden. Es ist eben nicht leicht zwischen privaten und beruflichen Inhalten zu trennen. Vor allem nicht für Suchmaschinen. Allerdings sind bestimmte Inhalte nicht für jeden gedacht, sondern beziehen sich nur auf den Freundeskreis (der sie dann aber auch ohne Registrierung bei vielen Diensten nutzen können sollte).
    Man sollte hierbei sehr vorsichtig sein und die Suchmaschinen sollten Möglichkeiten zur Selbstbestimmung beinhalten, welche Daten man öffentlich zugägnlich macht.
    Eine kleine Anmerkung noch: Picasa taggt nicht lokal, sondern bietet diesen Service bisher auch nur im online an.

  2. Ich finde es eigentlich garnicht so schlecht. aber man wenn man nicht gefunden werden möchte was dann. wie kann man gewährleisten das nicht alle daten zur verfügung stehen. wie kann ich das einstellen usw.

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