Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Haben Sie schon Ihr persönliches Google mit dem SearchWiki eingerichtet?

1 Minuten Lesedauer

Können Sie sich vorstellen, dass Sie künftig die Google-Suchergebnisse selbst so gestalten können, wie Sie es sich am liebsten wünschen? Das Suchmaschinenranking ist für viele Unternehmen, aber auch für einzelne Personen von großer Bedeutung, weil sie darüber online oftmals als erstes wahrgenommen werden.

Ab sofort bietet Google Search Wiki allen US-Bürgern die Möglichkeit, sich in der US-Google-Suche selbst die Suchergebnisse anzupassen, umzusortieren, zu löschen oder zu kommentieren. Im folgenden sehen Sie das Beispiel TechChrunch:

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Dummerweise sehen Sie die kleinen Manipulationen nur als registrierter Google-User. Auf Ihr reales Suchergebnis und damit Ihre Online-Reputation wirkt sich das nicht unbedingt aus. Aber immerhin können US-Nutzer dadurch ihre Suchen für sich etwas erleichtern und viele Dinge schneller finden, ohne dazu noch unbedingt Bookmarks zu benötigen. Nebenbei erfährt der Suchmaschinengigant außerdem noch viel über die Interessen seiner Nutzer und kann die Ergebnisse sicherlich auch irgendwie für den Google Index nutzen.

Einen guten Überblick über die einzelnen Funktionen der neuen Google-Suche liefert das Google Search Wiki Video:

Wenn sich die Mitarbeiter eines Unternehmens als Team unter einem gemeinsamen Google-Account einloggen, können Sie sehr gezielt und einfach ihre „Bookmarks“ in die Organisation einfließen lassen und dadurch den Information Workflow erheblich verbessern. Insofern finde ich die Innovation sehr hilfreich und bin gespannt, wann wir auch hierzulande eine derartige personalisierte Suche nutzen können.

Auf der anderen Seite können natürlich die SearchWiki User mit ihren Kommentaren, die zurzeit nur für die anderen Toolnutzer und Google-Account-Besitzern in den USA sichtbar ist, auch negative Kommentare zu einer Marke verfassen, sodass nach einer größeren Verbreitung von SearchWiki die Kritik online nicht mehr nur einen Klick entfernt, sondern sogar direkt unter der Unternehmenspräsenz sichtbar ist. Das kann sich mitunter sehr negativ auf die Markenwahrnehmung auswirken. Für die Unternehmen stellt es eine neue Herausforderung dar, ihr positives Image mit Hilfe ihrer Kunden zu verbessern und diese zu positiven Reaktionen zu veranlassen.

Wer weiß, wie sich das noch auf die Suchmaschinenoptimierung – das SEO – auswirken wird. Vielleicht könnte das menschliche Verhalten an so manchen Stellen den SEO-Ansatz in Frage stellen, weil Google durch das Verhalten seiner Nutzer immer bessere Hinweise auf deren Suchbedürfnisse erhält. Was meinen Sie dazu? Ist das vielleicht sogar schon das Ende des SEO?

>> Google Blog: Searchwiki make search your own
>> Claudia Sommer: GOOGLE SEARCHWIKI
>> DEBug:Google rankt jetzt userbasiert. Searchwiki macht aus jedem Suchergebnis ein Digg-Wiki-Kommentar-Social-Ding

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

10 Replies to “Haben Sie schon Ihr persönliches Google mit dem SearchWiki…”

  1. „Dummerweise sehen Sie die kleinen Manipulationen nur als registrierter Google-User.“
    Und das ist auch gut so. Nicht auszudenken was für „Unfug“ man sonst damit betreiben könnte. Gerade für die, ich nenne sie jetzt mal „Pseudo-SEOs“, wäre das doch ein super Spielzeug, mit dem sich ihre meist weniger relevanten Inhalte in der Google-Suche pushen lassen.

  2. Kann man eigentlich dort die Seiten, die man bereits gefunden hat, irgendwie markieren? Das wäre sehr hilfreich, denn wenn man zu einem viel-seitigen Thema (z.B. Goethe) was sucht, kommt man sonst wieder auf die gleichen Seiten, die man bereits besucht hatte (obwohl man auf der Suche nach neue Seiten ist).

  3. Den Unfug kann man auch so mit entsprechenden Blog- oder Twitter-Beiträgen oder in den Kommentaren treiben. Aber es ist dennoch der Traum von vielen, selbst zu bestimmen, wie man gefunden wird.
    @Merzmensch Ich kann die Seiten markieren und ganz nach oben ziehen, außerdem kann ich sie kommentieren. Das lässt sich jederzeit nachvollziehen. Das geht alles natürlich nur in der US-Version von Google.

  4. Ich denke nicht das es eine gute Idee ist diese Funktion einzuführen. So kann wirklich viel unfug betrieben werden. Nicht jeder Google User wird mit seinen änderungen die Google Ergebnisse verbessern da jeder Mensch seine eigenen Bedürfnisse durchsetzen wird. Es würden natürlich die ganze SEO Thematik zerstören und somit Spam Kommentare etc. in Blogs usw. ausfallen lassen. Dann wärn die Spam Probleme ab nun an nur noch bei google … auch ein VOrteil für uns 😉

  5. Hm naja hört sich schon komisch an
    das man die Suchergebnisse selber
    anpassen und umstellen kann, dürfte aber
    nicht übel sein, so hat jeder die Chance
    mal ganz vorne mitzumischen.

  6. Das eigentlich Spannende daran ist aus meiner Sicht, dass ich jederzeit bei Suchen nachvollziehen, wer was wie verändert hat und vor allem, dass ich jeden Kommentar, den ein User an einer Webseite hinterlässt (also das eigentliche SearchWiki!) nachvollziehen und einzelnen Usern zuordnen kann.
    Insofern wird es auch nicht lange dauern, bis die ersten Scharlatane auffliegen werden, die da zu manipulieren suchen…

  7. @Wolfgang Das sehe ich genauso. Auf diese Weise gibt es eher mehr als weniger Transparenz. Heute wird im SEO-Bereich schon genug Unsinn getrieben, insofern sehe ich in Googles Politik eine interessante Veränderung, die sich vielleicht auch auf den Google Index positiv auswirkt.

  8. Letztendlich stellt sich auch die Frage, ob man sich nicht lieber darauf konzentriert wirklich gute Inhalte zu erstellen. Dabei muss sicherlich noch darauf geachtet werden, dass man die Begriffe, bei denen man gefunden werden möchte in Texten benutzt. Es ist aber, besonders bei sehr großen Webauftritten, zu aufwendig ständig an den Seiten zu arbeiten, damit man die Seiten an die letzten Änderungen bei Google anpasst.
    Ich würde es jedenfalls sehr begrüßen, wenn diese Entwicklung dazu führt, dass die Verantwortlichen dafür sorgen müssen gute Inhalte zu erstellen und nicht nur jemanden bezahlen, der die Seite für Suchmaschinen optimiert.
    Andererseits hat man jetzt auch schon nicht viel davon, wenn man Nutzer über Suchmaschinen auf die eigenen Seiten bringt, die User aber gleich wieder verschwinden, weil Sie nicht das gefunden haben was Sie suchen.

  9. @Lindner Content bleibt in der Tat weiterhin King! Wer keine relevanten
    Inhalte anzubieten hat, fliegt sehr schnell aus dem Relevant Set heraus. Die
    Kommentare der Nutzer können gute Inhalte sogar stärken, weil sie ein
    direktes Feedback ermöglichen. Insofern bin ich verhalten optimistisch.

  10. Sehr interessanter Artikel. Habe noch nicht Google SearchWiki, aber ich glaube ich werde das bald tun. Klingt sehr gut.Danke für die Information.

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