Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Hotelbewertungen vertrauen mit TrustYou

42 Sekunden Lesedauer

Wie finden Sie am besten relevante Meinungen und Bewertungen zu einem Produkt? Das ist nicht immer leicht. Können Sie demjenigen vertrauen, der ein Hotel online schlecht bewertet hat? Nicht unbedingt, weil Sie nicht wissen, wie sich der Kritiker seine Meinung jeweils gebildet hat. Eine Hilfestellung will das Startup TrustYou mit einer Metasuchmaschine bieten.

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Sie erleichtert das Finden von relevanten Hotelbewertungen. Die konkrete Recherche nach einem „sauberen Hotel“, „ruhigen Zimmer“ und „großen Pool“ führt die Onliner zu einem Hotelangebot, das genau mit den persönlichen Anforderungen übereinstimmen soll. Für die Auswertung der Suchergebnisse setzt TrustYou auf semantische Technologien und filtert sie systematisch nach ihren Inhalten. Zunächst startet das Portal seine Bewertungssuche mit dem Bereich Hotels. Später will das Unternehmen seine Metasuche auf verschiedene vertikale Bereiche wie Restaurants, Finanzen und Ärzte ausweiten.

Durch die Entwicklungen im Web 2.0 geraten Unternehmen noch mehr unter Druck. Denn ihre Leistungen und ihre Online-Reputation wird für Dritte immer leichter zugänglich. Aus dieser Transparenz-Falle werden sie kaum noch entkommen, indem sich die Mitarbeiter in der digitalen Öffentlichkeit wegducken. Stattdessen müssen sie sich aktiv der Online-Bewertung stellen und um eine zufriedenstellende Reputation bemühen.

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Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

11 Replies to “Hotelbewertungen vertrauen mit TrustYou”

  1. Interessant. Ich höre teilweise von bunten Blüten, die das Thema auf Seite namhafter Web Agenturen treibt. Die wissen, dass das Thema für ihre Kunden – und damit auch für sie – ein wichtiges ist. Was tun sie? Während der Gast auf der Heimreise ist bekommt er einen Online-Fragebogen per eMail. Das dahinter liegende System checkt die abgegebene Bewertung und reagiert folgend: Sehr gute Bewertungen werden mit einem 2. Email beschickt in dem steht „toll… bitte sagen sie das auch auf folgenden Bewertungsseiten…“. Bewertungen der Marke +/- Null bekommen ein kurzes Danke. Negative Bewertungen landen als eMail beim Hoteldirektor, der sich dann persönlich melden kann. Ich halte davon gar nichts. Warum? Weil es den Hoteliers vorgaukelt, dass man selbst die Meinungen von Usern steuern könnte. So nach dem Motto „die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ Und dem ist imho definitiv nicht so. Nicht mehr 2008/2009

  2. auch die Pressemitteilung bekommen! ^^ so kann man die Blogosphäre auch manipulieren – wir schreiben über touristische Plattformen, wenn Sie wirklich touristisch relevant sind! Trustyou ist es definitiv nicht!
    Liebe Grüße,
    Florian

  3. Hallo Reinhard,
    mich stört nicht das Produkt – wir haben nur alle diese Pressemeldung erhalten – finde es halt nicht sinnvoll, wenn man auf Basis einer Pressemeldung gleich einen Artikel verfasst! So setzt man jeden themenbezogenen Blog unter Handlungsdruck!
    Wir haben zwar auch bereits über Trustyou geschrieben, allerdings unabhängig von Pressemeldungen im Juni 2008.

  4. Es ist lustig, wie manche Menschen auf Pressemitteilungen reagieren. Wenn sich Journalisten an den Ansatz halten, nur noch unabhängig von Pressemitteilungen zu berichten, dürften viele Meldungen wegfallen. Einen „Handlungsdruck“ sehe ich für niemanden, jeder sollte als Blogger selbst entscheiden, wann, wo und worüber er berichtet. Allerdings schadet es auch nicht an die Leser zu denken…
    In diesem Falle fand ich „nur“ den Ansatz von TrustYou spannend. Bewertet habe ich das Produkt noch nicht einmal. Allerdings glaube ich, dass es davon in naher Zukunft noch viele Bewertungssuchmaschinen geben dürfte, weil es ein entsprechendes Bedürfnis nach dieser Transparenz gibt.

  5. Lieber Florian,
    Deine Geisteshaltung ist für mich der wortgewordene Passat Kombi.
    Woher stammt nur Deine Überzeugung, dass Pressemeldungen des Teufels sind? Selbst die Besten (Steve Jobs, Vatikan, Die Grünen, Joseph Ackermann, …) informieren und lassen informieren. So funktioniert nun mal die Welt. Wer was weiß, verrät es den anderen. Und Aufgabe der Medien (hier schließe ich Blogs als Nicht-Gewerkschafter ausdrücklich mit ein) ist es, sich daraus eine Meinung zu bilden und daraus den Lesern/Hörern/Sehern Angebote zu machen, damit diese sich eine Meinung bilden können.
    Und aus einer PM entsteht nun wahrlich kein Veröffentlichungszwang. Das wäre ja fürchterlich – und das sage ich als leidenschaftlicher Pressearbeiter.
    Ich lese, was ich lese, um informiert zu werden. Und wenn Klaus die Information (rpt. Information) interessant findet, dass es so etwas jetzt gibt, vermeldet er es und jeder kann sich sein Urteil bilden. Du findest es doof, ein anderer findet es toll. So what?
    Herzlichst in den Graben grüßend
    Guido

  6. ich finde mich als VW nicht so schlecht! 🙂
    Ich habe nicht gesagt, dass Pressemeldungen des Teufels sind! Wir als Blogger sollten uns von Pressemeldungen freisprechen können und selbst Themen finden, das ist doch genau der Unterschied, zu den klassischen Journalisten, oder nicht? – das dies vielleicht nur ein Idealbild ist, ist mir ebenso bewusst – natürlich greift man Sachen auf – finde es nur schade, dass dies in zunehmenden Maße über Pressemeldungen passiert und nicht über andere Blogs – die Vernetzung nimmt auch deshalb leider ab!
    Florian

  7. … Du bist ja gar nicht so böse ;o) Aber Du kannst auch nicht so tun, als lebten die Blogger in einer heileren Welt als andere. Sicher ist die Informationshierarchie flacher geworden durch Web 2.0 (was immer das so genau sein soll…), aber die Grundmechanismen der Verbreitung von Informationen sind immer noch die gleichen. Es soll ja sogar schon Blogger geben, die Pressemitteilungen oder sogar Bücher schreiben ;o)
    Herzlichst Guido

  8. da sitze ich nun. ich mache mir seit monaten gedanken, wie ich,wir, mit diesem thema, reputation management ehrlich umgehen. und dann lese ich diese kommentare, das maschinen automatische mails auf + oder – gästefeedback generieren. das ist ja alles ganz grausam. ich hatte mal einen traum, der sogar in erfüllung ging. es war 2002 in berlin, ich hatte 15 jahre marriott hotels intl. als marketing und sales pro hinter mir. und nun sollte ich ein kleines, feines hotel in berlin, hotel gates, als hotelmanager, neu in den markt einführen. und da habe ich mir aus der großen, sehr guten vertriebserfahrung von marriott gedacht, ich möchte jedem gast, nach seiner abreise eine email schreiben, und fragen wie es ihm gefallen hat. das habe ich getan. die resonanz war überwältigend positiv. “ das mir der manager selbst schreibt“..habe ich am meisten gelesen. mit diesen eindrücken beseelt, habe ich in 3 jahren ca. 1000 mails persönlich beantwortet. als ich dann 2004 das side design hotel in hh als general manager übernahm, hat das absenden der nachtdienst der rezeption übernommen und ich erhalte noch heute jede antwort. ich schaffe es nicht mehr alle zu beantworten ( 180 zimmer, 5*, 75% jahresbelegung) aber ca. 80%. nun kommt das thema bewertungsportale. alle welt macht mich verrückt. “ du musst überall der beste sein, dich bucht niemand mehr, wenn du schlechter als note 2 bist usw“- da ich persönlich, ganz tief verwurzelt, an die empfehlung von menschen die ich kenne glaube, mehr als jede anzeige die ich lese, habe ich mich mit kognitionspsychologen ausgetauscht, wie ich wohl dieses thema, reputation management, am besten angehe. und ich sage ihnen, es ist sehr kompliziert. der deutsche gast schreibt generell lieber wenn es schlecht als gut war, der amerikaner schreibt gerne schlecht, weil er auf gutscheine hofft usw. wenn da draußen, irgendjemand die lösung hat, gerne per mail an o.beck@side-hamburg.de und trust you finde ich genauso ok, wie alle anderen auch. ändern kann ich es ja sowieso nicht. beste und fröhliche grüße aus hh. olaf philip beck

  9. @Olaf Philip Beck – Keine Sorge, je persönlicher Sie kommunizieren desto besser. Nur gibt es bei größeren Unternehmen schnell Grenzen in der Kommunikation. Die größere Transparenz im Internet macht auch sehr schnell deutlich, wer sich wirklich auf seine Kunden einlässst, ihnen zuhört und mit ihnen spricht. Das wird in der Regel doch sehr positiv bewertet und führt langfristig zu einem guten Business, weil es die Menschen wirklich ernst nimmt.

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