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Morgenwelt 26: Vernetzter denken

Viele Blogleser sehen zwar die Links in einem Blog, klicken aber kaum darauf, das hat bei mir persönlich dazu geführt, dass ich den Verlinkungsgrad etwas reduziert hatte, doch eigentlich halte ich sehr viel von einer Vernetzung. In dem Blog Nerdcore und auch bei Robert Basic liest man etwas über einen neuen beunruhigenden (?) Trend in der deutschen Blogosphäre. Blogger werden zunehmend „asozialer“, weil sie anscheinend lieber darauf verzichten, sich gegenseitig zu verlinken. Was meinen Sie dazu? Mögen Sie keine Links, weil sie beim Lesen stören, unklickbar sind oder eher ablenken oder wollen Sie weiterhin Linkfutter erhalten? Wie ist Ihr ganz persönliches Klickverhalten?

Die Rubrik Morgenwelt werde jetzt nach einer längeren Sommerpause wieder fortsetzen und hoffe, dass Sie Ihnen gefällt. Falls Sie selbst Themen dafür vorschlagen wollen, können Sie übrigens auch Mitglied im Friendfeed Raum PR Blogger werden und dort Linkvorschläge hinterlassen. Die Morgenwelt selbst wird es weiterhin mehrmals im Monat geben.

Copy-and-Paste Blogs? Wer liest schon gerne Dinge in 20 verschiedenen Blogs, meinen einige Blogger und verzichten deshalb lieber ganz darauf, fremde Inhalte wiederzugeben. Lieber zeigen sie sich originär und jenseits vom Contentklau. Dabei lesen längst nicht alle Onliner alle Blogs. Jeder Leser hat einen ganz spezifischen Blick auf die Online-Welt und hat sich vielleicht für eine Handvoll Blogs entschieden. Das sollten Sie bei der Wahl Ihrer Themen berücksichtigen. Zitieren Sie lieber einmal zu viel und geben Sie dem Ganzen zumindest Ihre individuelle Note. Dann klappt es auch mit dem Blogleser:

„Wenn man diese Redundanz online vermeidet, arbeitet man gegen eins der Grundprinzipien des Netzes. Ohne diese Redundanz wäre das Internet nur eine Sammlung von Dokumenten und den Hyperlink könnte man in die Tonne treten. Deshalb meine Bitte: denkt, wenn Ihr etwas online findet, nicht daran, wo das bereits steht oder stehen könnte. Sondern alleine daran, ob Ihr das auf Eurem Blog haben wollt, oder nicht. Das ist alles, was zählt.“

(Nerdcore: Von der Unsitte, etwas nicht zu bloggen, weil es schon bei X steht)

Jobkrise – In naher Zukunft werden viele Menschen aufgrund der Finanzkrise vermutlich um ihre Arbeit bangen und sie zum Teil sogar verlieren. Was soll man in so einer wirtschaftlichen Krisensituation tun, kann man sich überhaupt als Angestellter darauf vorbereiten? Jochen Mai geht davon in der Karrierebibel aus:

„Jobsicherheit gibt es nicht. Kein Unternehmen kann Ihnen das heute noch versprechen. Der einzige, der etwas dafür tun kann, sind Sie selbst. Und zwar besser heute noch als morgen. Jetzt müssen Sie etwas unternehmen, damit Sie dann, wenn die Krise auch Ihren Arbeitgeber packt, möglichst unverzichtbar sein.“

BarCamp München – An diesem Wochenende findet in München das BarCamp Munich 2008 bei der Sun Microsystems GmbH in Kirchheim-Heimstetten statt. Ich bin leider nicht dabei, wünsche aber allen Teilnehmern viel Spass und gute Diskussionen.
Sep0874

Bundes-E-Mail in der Kritik – Eigentlich sollen alle Bundesbürger im Web mit der Bundes-E-Mail sicherer kommunizieren und einfacher rechtsgültige Dokumente mit Behörden, Banken und Webshops austauschen können. Mit der De-Mail soll jeder Bürger eine eigene, zweifelsfrei identifizierbare De-Mail-Adresse erhalten. Alles schön und gut. Doch Thomas Wendel von der Financial Times Deutschland fragt:

„Welche Unternehmen arbeiten denn mit dem Innenministerium zusammen? Es ist unter anderem die Telekom! Ausgerechnet jener Konzern, der zurzeit von einem Datenskandal in den nächsten trudelt. Jedenfalls verfügt die Tochter T-Systems bisher allein über das verlangte Zertifikat des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Vertrauen in die Bundes-E-Mail schafft das kaum.“

(FTD: Heftige Kritik an Bundes-E-Maillaw-blog: De-Mail – nur der Staat liest mit)

Aktiencamp in München – Am 18. Oktober 2008 findet das 1. AktienCamp von Stockflock als Netzwerkveranstaltung für Börsenprofis und Privatanleger statt. Damit will das AktienCamp eine neue Kultur der Inspiration, Offenheit und Vernetzung in die Finanzszene tragen: Einen Tag lang präsentieren Experten und Privatanleger ihr Fachwissen. Darunter sind Erich Sixt, Sixt AG, Christian Leybold, BV Capital, und Georg Fahrenschon, Staatssekretär des Finanzministeriums Bayern. Die Idee des AktienCamps basiert auf dem BarCamp-Konzept und wird nach der Open Space-Methode lockerer organisiert. Mehr dazu auch bei Mark Pohlmann im Themenblog.
Sep0873

Leitfaden zur Impressumspflicht – Darauf weist das Webwriting-Magazin hin:

„Das Bundesjustizministerium hat einen Leitfaden zur Impressumspflicht veröffentlicht, auf dem Gewerbetreibende erfahren, wie sie auf ihrer Website oder in ihrem Shop die Anbieterkennzeichnung (= Impressum) entsprechend den Anforderungen des Telemediengesetzes (TMG) gestalten müssen.“

Fazit: Je ausführlicher das Impressum, desto besser. Und das gilt natürlich auch für Blogs.

iPhone-Killer – So wird das Touchscreen-Blackberry Storm angekündigt, verzichtet hat man nur leider auf WLAN, meint der Web-Watcher Axel Postinett in seinem Handelsblatt Blog. In Deutschland ist das Smartphone ab Mitte November erhältlich.

Blackberry

Blog-Überblick – Ole Reißmann hat auf der Medienlese die Aggregationsangebote Blogmonitor und Rivva miteinander verglichen: Sein Fazit:

„Der Blogmonitor sieht schick und schlank aus, ist aber bisher nicht zu gebrauchen. Es bleibt abzuwarten, ob der Memetracker noch an Fahrt aufnimmt und in Sachen Aktualität und Anzahl der Artikel dem großen Vorbild Rivva näher kommen kann.“

Facebook

„Facebook hat die Zahl seiner Nutzer in Deutschland seit dem Start im März auf 1,26 Millionen mehr als verdoppelt. In einigen Jahren werden wir das größte soziale Netzwerk in Deutschland sein“, sagte Mark Zuckerberg, der Vorstandsvorsitzende des sozialen Netzwerkes, der FAZ.“

Insgesamt soll Facebook weltweit 110 Millionen Nutzern haben. Es ist eines der am schnellsten wachsende Social Network überhaupt. Das spüre ich auch sehr deutlich an den schnell steigenden Kontaktanfragen im Businesskontext. Florian Steglich berichtet auf Netzwertig über den Besuch des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg bei amiando in München. Einen guten Einblick in den Vortrag bietet auch folgendes Flip-Video von Steffi Czerny (via Marcel Reichart):

Link: Mark Zuckerberg in Munich (08.10.08)

Easy Economy – Nicht nur Selbständige können selbstbestimmt arbeiten, darüber hat Markus Albers das Buch „Morgen komm ich später rein“ geschrieben.
Morgenbuch
Ich lese zurseit sein Buch und werde darauf auch noch einmal später im PR Blogger eingehen. Doch jetzt habe ich das Interview zur „Easy Economy“ im Work Innovation Blog entdeckt, welches mindestens so lesenswert wie Albers Buch ist:

„Technisch und gesellschaftlich bewegen wir uns unumkehrbar in diese Richtung und für die Unternehmen macht es auch ökonomisch Sinn. Nur wer mitmacht wird davon profitieren. Also empfehle ich: Sprechen Sie mit Ihren Angestellten darüber, wie man konkret höhere Freiheitsgrade zulassen, nicht mehr Anwesenheitszeit absitzen sondern Ziele vereinbaren und Arbeit an Ergebnissen messen kann. Ganz wichtig: Vertrauen haben! Die allermeisten Ihrer Angestellten sind keine Faulenzer und wollen Sie nicht über den Tisch ziehen. (Markus Albers)“

(siehe auch Tool Blog)
>> PR Blogger: Morgenwelt 25: Weinblogger ade

Klaus Eck