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5 Tipps für ein gelungenes Profilfoto

In Zeiten digitaler Social Netwoking-Webseiten wie Facebook, Xing, StudiVZ, MySpace und vielen anderen gehört es dazu, ein passendes Profilbild zu wählen. Während viele für ein gutes Bewerbungsfoto viel Geld investieren, lässt die Sorgfalt bei der Wahl des Profilfotos zu wünschen übrig. Selbst bei Business-Netzwerken wie Xing gibt es zuhauf unpassende Schnappschüsse aus dem Urlaub. Dabei gilt hier genauso wie bei der Bewerbung: Der erste Eindruck zählt. Ein schönes Profilfoto führt außerdem zu mehr Klicks auf das eigene Profil.

Das Ziel eines guten Profilfotos ist es, sich den anderen gegenüber möglichst positiv darzustellen. Deshalb hier fünf Tipps für ein gelungenes Profilfoto, die zum Ziel führen.

1. Die Größe macht's

Profilbilder im Internet sind sehr klein. Wer da ein Ganzkörperfoto nutzt oder ein Foto mit "amerikanischer Einstellung" (Kopf bis zu den Hüften) wird nicht erkannt werden. Am sinnvollsten ist das klassische Schulterbild, welches, wie der Name schon sagt, vom Kopf bis einschliesslich zur Schulter reicht.

Außerdem wird bei den meisten Netzwerkseiten (z.B. Xing, Facebook, StudiVZ) das Foto anhand der horizontalen Seite skaliert. Das bedeutet, dass ein vertikales Foto größer angezeigt wird als ein horizontales und folglich die Person auf einem vertikalen Foto besser zu erkennen ist.

2. Ganz ruhig

Der Hintergrund lenkt nur vom Wichtigsten ab: Dem Gesicht. Deshalb ist ein einfarbiger Hintergrund am besten, idealerweise kontrastierend zur Kleidung und/oder der Haarfarbe. Weiß oder helles Grau sind immer geeignet, aber auch helle Pastelltöne passen.

Blau kontrastiert den Hautton am stärksten und ist darum ebenfalls eine beliebte Hintergrundfarbe. Steinmauern oder das unaufgeräumte Büro sind denkbar ungeeignete Hintergründe.

3. Licht, Licht und Licht

Wer nun denkt, er könne sich von einem Freund mittags vor dem strahlend blauen Himmel fotografieren lassen, liegt leider falsch. Das erzeugt harte Schatten, welche die Augen verdecken und hässliche Flächen unter die Nase malen.

Professionelle Fotografen nutzen deshalb große Lichtquellen, um das Licht im Gesicht möglichst weich zu verteilen. Ein weiterer Vorteil: Weiches Licht schmeichelt der Haut und lässt sie jünger wirken.

Helle Fotos werden außerdem von den Betrachtern angenehmer empfunden als dunkle Fotos, da sie die Augen nicht so anstrengen.

4. Der Stil macht's

Wie bei konventionellen Bewerbungsfotos gilt auch bei Profilfotos, dass die Kleidung und das Styling dem Beruf angemessen sein sollten. Ein Bankangestellter sollte deshalb mindestens Hemd, Krawatte und Anzug tragen, wahlweise mit einer Weste, bei einem Illustrator reicht ein einfarbiges Hemd und ein Fitness-Trainer kann auch ein weißes T-Shirt nehmen.

Das Make-Up sollte ebenfalls dezent sein und bunte Tücher, Schals oder große Ohrringe lenken wieder nur vom Gesicht ab.

5. Cheese!

Ein freundliches Lachen in die Kamera spricht die Betrachter besser an und zeugt von einem freundlichen Wesen des Portraitierten. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber allein in meinen Kontakten gibt es immer einige Ausnahmen.

Wer sich mit dem Oberkörper leicht nach vorn lehnt und/oder nach oben in eine etwas erhöhte Kamera schaut, wirkt durch größere Augen niedlicher, wer den Kopf etwas anhebt, vermeidet zwar ein Doppelkinn, wirkt aber schnell überheblich.

Ein guter Fotograf ist zwar teurer als ein eigenes Experiment mit dem Selbstauslöser, ist in der Regel aber schneller in der Lage, die fünf Punkte zuverlässig umzusetzen.

Wer will, kann gerne einen Test machen: Einfach in das Social Network seiner Wahl einloggen und in der eigenen Kontaktübersicht schauen, welche Fotos am positivsten auffallen. In der Regel werden das die sein, die die meisten der obigen Punkte berücksichtigt haben.

Robert Kneschke

Robert Kneschke ist professioneller Fotoproduzent und betreibt den Blog "Alltag eines Fotoproduzenten"