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Falscher Datenschutz im Internet

Viele Menschen haben Angst davor, einen schlechten Eindruck im Web zu hinterlassen und überlegen deshalb, wie sie ihre Privatsphäre besser schützen können. Mit dieser Angst wollte ein falscher „Datenschutzservice“ eines angeblichen „Bundesamtes für Datenschutz“ Geld verdienen. Die "Datenschützer" haben in Privathaushalten angerufen und behauptet, dass sie private Daten im Internet gefunden hätten, diese aber gerne gegen eine Gebühr von 59 Euro gerne entfernen lassen könnten.

Das klingt im ersten Moment nach einem ähnlichen Angebot wie dem von Reputation Defender, ist aber im Vergleich dazu völlig unseriös, weil der Name falsche Erwartungen schürt und dem ganzen einen staatlichen Anstrich verleiht. Mit Online Reputation Management hat das jedenfalls nichts zu tun. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hat deshalb Mitte Juni die Verbraucher vor den Werbeanrufen gewarnt und einen Strafantrag gegen das "Bundesamt für Datenschutz" erlassen.

Wenn sich jemand um seine Online Reputation bemühen will, reicht es nicht aus, einen Ablass von gerade einmal 59 Euro zu zahlen. Vielleicht kann dadurch der eine oder andere Beitrag tatsächlich entfernt werden. Doch was macht man, wenn jeden Tag neue Artikel erscheinen? Es wird in Zukunft vermehrt Abzocker geben, die aus den Unsicherheiten der Bundesbürger ihre Profite ziehen werden und manchmal sogar selbst die Inhalte online stellen, die dann deren Partner wieder entfernen lassen.

Aus diesem Grunde bedarf es viel Aufklärungsarbeit, damit jeder selbst die Online-Möglichkeiten kennenlernt, mit denen man sich schützen kann. Manchmal genügt es bereits, einige Profile in Social Networks aufzumachen und einige eigene Websites aufzubauen.

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Klaus Eck