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Online Reputation Management 9: myON-ID-Gründer Mario Grobholz

Beim nächsten Social Web Breakfast in München am 28.05.08 werde ich mit Mario Grobholz über die Gestaltungsmöglichkeiten und
Konzepte beim Online Reputation Management sprechen. Im Vorfeld dazu habe ich für meine Reputationsmanagement-Serie schon einmal ein Interview mit dem myON-ID-Gründer geführt.


1. Bei einer Suchanfrage zu Mario Grobholz erhalte ich sofort den Satz "Mein guter Ruf im Internet". Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Online Reputation?

Damit bin ich eigentlich ganz zufrieden, denn dadurch findet jeder, der nach mir googelt mein myON-ID Profil. Auf diesem kann ich mich mit den Inhalten präsentieren, die ich derzeit für relevant halte. Noch deutlicher wird es aber, wenn ich meine heutige Präsenz in den Suchmaschinen mit der vor einem Jahr vergleiche. Heute weiß ich, was bei Google über mich steht und ich kann sogar beeinflussen, das mein myON-ID Profil oben steht -das war vor einem Jahr noch nicht so. Da gab es zwar auch Einträge von mir, jedoch waren es vor allem alte Sachen die dort prominent oben zu finden waren.

2. Sie sind Gründer von myON-ID, der "Online Reputationsplattform zum Aufbau und Schutz Deines guten Rufs im Internet". Warum soll jemand sich bei myON-ID anmelden?

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myON-ID sollte jeder nutzen, für den seine Online Reputation wichtig ist. Meiner Meinung nach sind das alle Personen, die sich heute im Internet aktiv bewegen. Vor allem aber natürlich Menschen, die das Internet aus beruflichen Gründen verwenden. Das Internet hat mittlerweile Einzug in alle Lebensituationen, sowohl beruflich als auch privat genommen. Vor allem durch neue Angebote aus dem Web 2.0 Umfeld, bei dem das Internet von immer mehr Menschen aktiv genutzt wird, also auch Inhalte eingestellt werden, sorgen dafür, dass auch über Sie selbst immer mehr Inhalte zu finden sind. Zum einen weil Sie diese selbst einstellen und zum anderen weill Dritte diese einstellen, teilweise ohne Ihr Wissen.

Sie sollten es also nicht dem Zufall überlassen, was andere über Sie finden, wenn Sie nach Ihrem Namen googeln. Genau hierfür bieten sich die Reputationsdienste von myON-ID an, denn wir schicken Ihnen regelmäßig neue Treffer zu Ihrem Namen, sobald diese im Internet auftauchen. Bequemer können Sie Ihre Internet-Präsenz nicht überwachen. Das wäre dannn der erste Schritt auf dem Weg Ihren guten Ruf im Internet zukünftig selbst zu organisieren.

3. Viele Menschen haben Angst vor dem Verlust Ihrer Privatsphäre und sind deshalb online wenig aktiv. Ist diese digitale Askese wirklich sinnvoll, um sich zu schützen oder kann das sogar sehr problematisch sein?

Ich denke Verzicht ist keine praktikable Lösung. Am Internet kommt man früher oder später sowieso nicht vorbei. Unsere Kinder wachsen bereits im Kindergarten mit dem Internet auf und haben dann bis sie sich das erste Mal um einen Job bewerben ca. 20 Jahre Web-Historie im Gepäck.Ich bin sogar der Meinung, dass es ohne einer Geschichte zu meinem Namen, die sich im Internet nachvollziehen lässt, kein Vertrauen gibt. Dieser Effekt wird sich zukünftig noch verschärfen. Spätestens wenn die Schüler- und StudiVZ Generation ihre berufliche Karriere startet.

4. Andere Menschen bloggen und twittern und sind dadurch ohnehin
schon sehr präsent im Netz. Wozu benötigt die Generation Internet dann
noch myON-ID?

Genau diese Generation und Menschen brauchen ein System, das
selbständig hilft die diversen Einträge im Blick zu halten und daraus
dann seine eigenes Web-Dossier im Sinne eines Web-Lebenslaufes zu
erstellen. Bei der Vielzahl von Diensten, Plattformen und Tools, die
heute für die Kommunikaton genutzt werden, verliert auch ein Profi
früher oder später den Überblick über "seine Inhalte".

myON-ID bietet dann auch diesen Personen die Möglichkeit, die
diversen Fundstellen zu bündeln und gezielt zum eigenen Vorteil zu
verwenden. Wir nennen das Eigenmarketing. Auch dadurch werden sich
zukünftig Menschen im Internet differenzieren. Mittlerweile stehen
Endnutzern ähnliche Möglichkeiten bzgl. der Selbstdarstellung dem
Marketing zur Verfügung, wie sie bis vor kurzem nur Unternehmen zur
Verfügung standen.

5. Inzwischen ist myON-ID auch eine Personensuchmaschine. Worin
besteht der Anreiz, nach jemanden online zu suchen? Und was hat das für
gesellschaftliche Folgen?

Die gesellschaftlichen Folgen sind derzeit nur ansatzweise zu
erkennen. Es lässt sich jedoch erahnen, dass zukünftig Entscheidungen,
sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld von Ihrer
"Googleability" abhängen. Im Job ist es heute schon der Personalchef,
der Sie nicht zum Gespräch einläft, weil er wenig Verständnis für Ihre
Studi-VZ-Sauf-Bilder mitbringt. Im Privaten könnte es sein, dass Ihre
"Friendscout24 Eroberung" plötzlich ohne Vorwarnung das erste Date
absagt, sobald Sie auf Ihre "Lokalisten-Fanseite" blickt und dort die
Bilder entdeckt, die Sie gerade noch am letzten Wochenende in den Armen
einer anderen zeigt.

So unterschiedlich die Gründe andere Personen Online zu suchen also
sind, so unterschiedlich sind auch die Beweggründe. Festzuhalten
bleibt, es gibt diese Gründe und es muss demnach auch die Geschichten
dahinter geben. Es liegt nun an jedem selbst diese Mosaiksteinchen zu
einem passenden Ganzen zu formen. Genau hierbei hilft myON-ID.

6. Immer mehr Personalverantwortliche überprüfen Jobaspiranten online. Wie gläsern sind heute die Bewerber eigentlich schon?

Es sollen weit über 30% der Personaler sein, die Kandidaten bereits
heute Online prüfen. Ich persönlich denke, dass es weit mehr sind. Die
Gläsernheit ist dabei enorm. Allerdings ist es nicht so, dass man
grundsätzlich mit heruntergelassener Hose dasteht, wenn man ein paar
Grundregeln beachtet.

7. So manche digitale "Altlast" kann einem Bewerber zum
Stolperstein werden. Was kann man tun, um nicht in die Karrierefalle
Internet zu tappen?

Ich halte immer noch die beste Vorsorge "Think before you post!",
also nachdenken bevor man etwas schreibt. Das gilt für eigene  Inhalte.
Für Inhalte die andere über mich einstellen, kann das nicht gelten,
Hier muss ich regelmäßig selbst prüfen. Genau dafür können Sie bequem
und kostenlos die myON-ID Personensuche für sich arbeiten lassen. Durch
die Suche eines Personalers im Web lässt sich vielleicht ein
Anfangsverdacht feststellen, mit dem Sie als Bewerber dann zurecht
kommen müssen. Entweder stehen Sie dazu oder versuchen es zu
vertuschen. Beides sind Strategien, die es nicht erst seit Erfindung
des Internets gibt.

8. Ein Müller oder Meyer tut sich oftmals sehr schwer mit seinem
digitalen Ruf, weil es so viele Namensvetter gibt. Wie kann myON-ID
einem Heinrich Meyer helfen?

Gerade wenn Sie einen Namen haben, der sehr häufig vorkommt, haben
Sie die Schwierigkeit, dass das Google-Ergebnis nicht unbedingt zu
Ihnen gehören muss. Das birgt die große Gefahr der Verwechslung. In
jedem Fall bekommen andere nicht DEN Heinrich Meyer zu sehen, denn sie
eigentlich suchen. Auch hier hilft myON-ID. Zum einen differenzieren
Sie sich schon von den Heinrich Meyers, die myON-ID nicht nutzen und
kein myON-ID Profil in den Google Eergebnisse aufweisen können. Zu
anderen können alle Heinrich Meyers, die es bei myON-ID gibt nochmals
durch weitere Kriterien selektiert werden.

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Klaus Eck