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Online Reputation Management 8: Yigg-Chef Michael Reuter

Wer Michael Reuter online sucht, findet gleich an erster Stelle einen SPD-Landespolitiker aus Hessen. Doch gleich danach folgt ein anderer Michael Reuter im Google-Ranking. Der Yigg-Gründer versteht es sehr gut, seine Position in der Online-Wahrnehmung zu verteidigen. Im Online-Reputation-Interview erläutert der Münchner, was Yigg macht und wie es sich auch für das eigene Reputationsmanagement nutzen lässt.

1. Wenn ich Sie im Web google, erhalte ich unter den ersten Suchtreffern auch ein Yigg-Profil. Das ist bei vielen Ihrer Nutzer der Fall. Wie kommt das eigentlich?

YiGG ist eine bei Google hoch bewertete Website. Sobald ein YiGG-Nutzer seinen Klarnamen bei der Registrierung angegeben hat, oder er in Nachrichten-Beiträgen auf YiGG erwähnt wird, erscheint ein entsprechender Link unter den ersten Suchergebnissen in Suchmaschinen.


2. Was kann man als Anwender bei Yigg alles machen und was bringt es dem Einzelnen?

Neu49
Bereits der nicht-registrierte YiGG-Nutzer kann Nachrichten yiggen, d.h. bewerten, wenn er sie gelesen und für relevant befunden hat. Zum Kommentieren und Diskutieren der aktuellen Nachrichtenlage mit anderen YiGG Nutzern ist eine Registrierung notwendig. Der YiGG Nutzer kann seinen Blick auf die Nachrichtenlage, den er üblicherweise über die klassischen Nachrichtenportale wie spiegel.de, sueddeutsche.de, faz.net oder ftd.de erhält, über YiGG deutlich erweitern. Auf YiGG sorgen über 20.000 registrierte Nutzer dafür, dass täglich rund 500 neue Nachrichten eingestellt werden, die in Menge und Vielfalt über das klassische Angebot hinausgehen. Viele Blogger publizieren ihre Blogposts auf YiGG und viele Nachrichtenperlen werden entdeckt, die ansonsten nicht den Weg in die Öffentlichkeit finden. Diese Nachrichtenbreite- und Tiefe verbunden mit Personalisierungsfunktionen wie "Nachrichten meiner Freunde" sorgen dafür. dass jeder Nutzer auf seine Bedürfnisse optimiert Nachrichten konsumieren kann.

3. Ganz so einfach dürfte es nicht sein, sich in der Online-Wahrnehmung gegenüber einen Landespolitiker wie Dr. Michael Reuter von der hessischen SPD durchzusetzen. Dennoch scheint es Ihnen gelungen zu sein. Denn man findet Sie unter den ersten fünf Suchtreffern, wenn man "Michael Reuter" bei Google eingibt, gleich viermal. Außerdem gibt es unter Ihren Namensvettern auch noch einen Musiker, der im Web recht aktiv ist. Wie ist Ihnen das dennoch gelungen, auf den vorderen Plätzen vertreten zu sein?

Ich verwende bei Kommentaren und Diskussionen im Internet, sowie in meinem Blog bzw. anderen Online-Applikationen meinen Klarnamen, da ich von Pseudonymen bzw. Deckmänteln nicht viel halte. Und genau auf diese banale Tatsache führe ich die gute Positionierung in Google zurück.

4. Wie nutzen Sie Twitter, Videos und Ihr Blog?

Twitter nutze ich hauptsächlich, um bezüglich Internet, Web 2.0 etc.
auf dem Laufenden zu bleiben und folge daher einigen amerikanischen
Twitterern. Zusätzlich mache ich meine Follower gern auf interessante
Links aufmerksam und stelle dieser Runde gelegentlich Fragen, um ein
Meinungsbild zu erhalten. Mein Blog fülle ich selbst nur sporadisch,
weil mir dazu die Zeit fehlt. Hier greife ich Themen auf, die mir am
Herzen liegen, oder poste Inhalte, die ich so interessant finde, dass
sie nicht ungebloggt bleiben sollten. Mit dem Videobloggen starte ich,
wenn Ende Juli das neue YiGG.tv gelauncht wird. 

5. Wie kann ich Yigg für mein Online-Reputation-Management nutzen? Geht das überhaupt und lohnt sich der Aufwand?

Wie oben gesagt, wird YiGG von Suchmaschinen hoch bewertet und daher
werden die Profilseiten der Nutzer oder Artikel mit ihren Namen gut
gefunden. Wenn das Ziel eines Nutzers darin besteht, mit seinem Namen
vorn in Suchmaschinen positioniert zu sein, macht eine Aktivität auf
YiGG durchaus Sinn (ansonsten natürlich auch ;-). Allein die Existenz
einer ganzen Branche, der Social Media Optimizer SMO, spricht an dieser
Stelle Bände.

6. Als Blogger kann ich meine Beiträge automatisch bei Yigg listen lassen. Wie geht das konkret?

Als Blogger mit WordPress-Blog baue ich das YiGG Plugin in den WP-Plugin-Ordner ein.
Mit der Veröffentlichung im Blog wird der Beitrag dann automatisch auf
YiGG veröffentlicht – Voraussetzung ist die Registrierung bei YiGG.

7. Was bringt das einem Blogger?

Zum einen verringert sich der Aufwand, einen Blogeintrag auf einer
anderen Seite (in diesem Falle: YiGG) zu publizieren, enorm. Zum
anderen erhält der Blogger bei ausreichend interessanten Artikeln
signifikanten Traffic und Backlinks auf sein Blog. Auch Blogs mit
geringem eigenen Traffic schaffen es dann, die Auffindbarkeit über
Suchmaschinen deutlich zu verbessern. Zuguterletzt interessiert er YiGG
Nutzer, die sein Blog eventuell noch nicht kannten und kann sie zu
Stammlesern machen.

8. Gibt es darüber hinaus besondere Tipps für Yigg-Nutzer?

Wenn man YiGG nicht nur zum Lesen und Diskutieren von Nachrichten
nutzt, sondern auch selbst bzw. eigene Nachrichten einstellt, sollte
man interessante, (nachrichten-)relevante Beiträge einstellen. YiGG
Leser honorieren Individualität und Aussergewöhnliches.

9.  Was ist für Sie eigentlich noch privat?

Alles das, was ich nicht online oder offline veröffentliche.

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Klaus Eck