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Morgenwelt 10: Achtung – die Tintenblogger kommen

Einen Blick in die Zukunft des Online-TV wirft die Produktionsgesellschaft Brainpool, die zeigt wie Online-Fernsehen durchaus Spass machen kann. Ansonsten wird in der Morgenwelt Nr. 10 auch noch deutlich, wie die Kommunikation nicht nur in Videos, sondern auch in E-Mails schief gehen kann:   

Teure E-Mail: Die Lehman-Brothers-Aktie verlor laut Spiegel am Montag teilweise mehr als 35 Prozent ihres Werts, nachdem die Development Bank of Singapore (DBS), immerhin die größte Bank Südostasiens,
ihre Händler in einer internen E-Mail angewiesen haben soll, nicht
mehr mit der US-Investmentbank zusammenzuarbeiten. Es gibt keine interne Kommunikation mehr. Das wird an diesem Fall wieder einmal deutlich. Alles kommt raus.

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TV 2.0: Einen spannenden Weg in Richtung WebTV geht Brainpool mit dem neuen Videoangebot MySpass.de, die immerhin ein kleines Comedy Online-Programm online anbieten, darunter Stromberg, Ladykracher, Dr. Psycho und Pastewka. Davon sind zahlreiche Folgen online kostenlos erhältlich.

Web 3.0: Hugo E. Martin entdeckt das Focus-Jahrbuch-2008: Web 2.0 und Web 3.0 – reale und virtuelle Welt. Der Herausgeber Wolfgang J. Koschnick erläutert den Titel ein wenig: „Mit der Frage, ob denn die Gefahr bestünde, das Web 2.0 könne zur zweiten großen Blase des Internet werden, halten wir uns erst gar nicht auf. Die Sache ist längst entschieden und die Karawane zum Web 3.0 aufgebrochen.“ (Ausgewählte Beiträge auf Focus Medialine)

Video-Kommunikation/ Reputation: Auf erhebliche Kritik stößt der Video-Beitrag "Skandale sollten Karrieren beenden – nicht pushen“ der Schauspielerin und Moderatorin Magdalena von Podolski, die auf Zoomer sich selbst nicht unbedingt im besten Lichte zeigt und damit ihrem eigenen Ruf eher schadet (via Kilroy Blog).

Corporate Blogs: Obwohl der Münchner Marketing-Chef Thomas Siegner meint, dass viele Unternehmen mit ihrem Corporate Blog "in Wirklichkeit die künstliche Beatmung einer Leiche" betreiben und er selbst keine großen Illusionen in dieser Hinsicht habe, startet seine IT-Beratungsfirma Cirquent jetzt ebenfalls ein Unternehmensblog. Viel Glück zum Start und etwas mehr Lebendigkeit, wünsche ich den ehemaligen Cirquent-Mitarbeitern.

Leserkommentare: Kein Angst vor dem Leserfeedback sollten Redaktionen haben. Stefan Niggemeier zieht in der FAS "Wie sag ich’s meinem Randalier" insgesamt ein eher positives Fazit für die Feedback-Kultur auf den Webseiten der deutschen Zeitungen und Zeitschriften: "Ganz automatisch erhöht sich offenbar die Qualität der Leserbeiträge, wenn es sich auszahlt, gute Kommentare abzugeben."

Blog: Machen Sie beim Bloggen zu viele Tippfehler, es gibt tatsächlich eine Lösung. Schauen Sie sich dazu einfach einmal das Tintenblog an. Aber keine Angst ganz ohne Rechner müssen Sie dabei nicht auskommen. Die sogenannten Ink-Blogger schreiben zwar "handschriftlich", dieses jedoch meisten via Tablet PC. Immerhin gibt es davon weltweit schon mehr als zehn.

Verlage: In den Vereinigten Staaten gibt es eine wachsende Gruppe von Menschen, die zwar keine Zeitungen mehr lesen, dafür aber regelmäßig die "New York Times", das
"Wall Street Journal" und die "Los Angeles Times" online besuchen. Das ergab eine Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Comscore. Darüber hinaus bevorzugt diese Gruppe Aggregationsangebote wie Google News, Digg.com oder Topix.com. (via Netzökonom)

Klaus Eck