Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

DLD 2008: Networking pur

1 Minuten Lesedauer

Auf der DLD Conference waren weit über 1.500 Teilnehmer, somit hatten alle Teilnehmer genügend Chancen zum Networken. Doch was bringt das Gesetz der großen Zahl wirklich? Welche Kontakte sind mir wirklich wichtig, das ist die Frage, die sich auch beim DLD oder diversen Events in der Kommunikations-, Marketing- und Web 2.0-Branche stellt. Mir persönlich hat der DLD sehr gut gefallen, weil ich dadurch alte Beziehungen auffrischen und einige spannende neue Kontakte machen konnte. Das Rahmenprogramm des DLD bot eine gute Gelegenheit, auf Gleichgesinnte zu treffen, mit denen man sich über neue Trends austauschen konnte.

Zudem entdeckte ich, dass ich heute erstmals über 1.100 Xing-Kontakte komme. Das ist viel Potential, heißt aber noch lange nicht, dass diese Maximierung der eigenen Kontakte wirklich zielführend ist. Denn was nützt mir ein Event wie der DLD oder das Bloggertreffen im Hofbräuerkeller wirklich, wenn ich einfach nur Visitenkarten einsammele und diese in mein Adressmanagement überführe…Viel spannender ist es letztlich, die Beziehungen langfristig zu pflegen. Nichtzuletzt aus diesem Grunde lade ich regelmäßig zusammen mit Kongress Media zum Social Web Breakfast ein. Mir erleichtert es ungemein, die "Adressen" mit "Gesichtern" zu verbinden und somit meine Kontakte effektiver – auch offline – zu pflegen.

Im aktuellen Beitrag der Karrierebibel geht Jochen Mai der Frage nach, wie man zum perfekten Networker wird. Einer seiner besten Tipps ist sicherlich folgender:

"Jeden neuen Kontakt sollte man binnen drei Tagen noch einmal
kontaktieren – per E-Mail, Brief oder Telefon. Sonst zerreist das noch
zarte Band. Sagen Sie demjenigen, wie sehr Sie sich gefreut haben, ihn
kennen gelernt zu haben, dass Sie das Gespräch angenehm erinnern und
sich über ein baldiges Wiedersehen freuen würden. Ideal ist natürlich,
wenn Sie dies zugleich zur Vertiefung gemeinsam angedachter Projekte
nutzen." (Karriere-Bibel)

Doch wer schafft das im Berufsalltag wirklich? Vielleicht stellt ein Kommentar in einem Blog eine interessante Variante der Kontaktpflege dar. Was meinen Sie dazu? Wie gehen Sie denn mit Ihren frisch gewonnenen Kontakten auf dem DLD um?

>> Was andere über den DLD schreiben … (Technorati)
>> Die Karriere-Bibel: Netter worken – 45 Tipps für besseres Netzwerken

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

7 Replies to “DLD 2008: Networking pur”

  1. Der Überblick fehlt auch „offline“. Wenn ich nur meinen Stapel an Visitenkarten ansehe, habe ich auch ein relevantes Problem. Die Gesichter fehlen mir einfach dazu und dann natürlich auch der Zusammenhang, wann u wo ich diese Karte überreicht bekam.
    Zuviel Netzwerk ist auch nicht gerade von Vorteil 😉

  2. Ach siehste: Dich wollte ich heute auch noch anmailen und mich für den netten Abend im Hofbräukeller bedanken. Dann mache ich das hier und hiermit: Danke! 😉
    Jo

  3. Tut mir leid, aber ehrlich gesagt wird mir schlecht, wenn ich das Zitat aus der Karrierebibel lese. Das „noch zarte Band“, uuuuhhhhh. Oft genug tauscht man Visitenkarten nur aus Höflichkeit, und ansonsten meldet man sich eben dann, wenn es ein echtes Anliegen gibt. Wenn nicht, halte ich meine Klappe und schreibe auch keine „Schön-war’s-Mails“. Das Argument, dass man dann nicht mehr weiß, wer eigentlich zur Visitenkarte gehört, zählt nicht. Entweder ich mache einen Vermerk drauf, erinnere mich – oder man sieht sich durch Zufall wieder. Wenn nicht, schade. War wohl nicht so wichtig… Aber man kann nicht mit über 1.000 Leuten gleichzeitig in Kontakt sein. Dann doch lieber intensiver mit denen, die man wirklich kennt und die einem im Gedächtnis geblieben sind.

  4. Alle Kontakte kann man wirklich nicht aktiv pflegen, aber es gibt inzwischen viele Tools, die es uns ein klein wenig erleichtern. Dazu gehören eben Blogs, Twitter, Xing, Facebook und andere Social Networks. Auf diese Weise können wir sicherlich mehr Beziehungen pflegen als früher. Dennoch bleibt der Filter: Wenn ich es nicht schaffe, eine Beziehung zu pflegen, war sie vielleicht auch nicht so wichtig. Manchmal ergibt es dennoch zu einem späteren Zeitpunkt, dass der Kontakt intensiver wird und dann passt es.
    Mit dem „zarten Band“ sollte man sich in der Tat nicht selbst erdrosseln, indem man nur noch seine Karten einsortiert und Danksagungen verschickt. Das macht auch nicht immer den besten Eindruck.
    Beispiel: DLD: Wenn jeder neue und wiedergewonnene Kontakt mir eine E-Mail schreibt und ich diese jeweils tatsächlich netterweise beantworte, dürfte ich kaum noch zu anderen Dingen kommen; insofern sollte man sich genau überlegen, wie man seine Beziehungen entwickelt, statt nur die Kontakte zu maximieren. Aber das steht ja ebenfalls in der Karrierebibel…

  5. @ jochen & klaus: sorry, ich wollte wirklich niemanden beleidigen. doch allzu viele leute betreiben das networking dermaßen anbiedernd, dass man meiner meinung nach manchmal ein wenig darüber nachdenken sollte, wem man seine visitenkarte überreicht und mit wem man sich tatsächlich vernetzt. oftmals kümmert sich man mehr darum, sein netzwerk auszubauen als bestehende kontakte zu pflegen.

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