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Greenwashing in Zeiten des Klimawandels

Der Verbraucher wird immer bewusster in seinem Einkaufsverhalten.
Unternehmen nutzen dies zunehmend, um ihre eigene Reputation zu
verbessern. Corporate Social Responsibility heißt das Zauberwort, das
immer mehr Organisationen dazu bewegt, sich auch um soziale und
ökologische Belange zu kümmern. Die Kehrseite der Medaille ist, dass
einige schwarze Schafe ein solches Bewusstsein kommunizieren, sich jedoch
nicht entsprechend verhalten. Das sogenannte Greenwashing wird
zunehmend populärer. Zu diesem Schluss kommt eine vor kurzem von Lobby Control
herausgegebene Studie (pdf) mit dem Titel „Greenwash in Zeiten des
Klimawandels“.

Laut Wikipedia ist Greenwashing oder Greenwash "eine PR-Methode, die einige Unternehmen nutzen, um in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsvolles Image zu erzeugen. (Deutsch etwa: „sich ein grünes Mäntelchen umhängen“).

Hierbei werden die Techniken der Öffentlichkeitsarbeit, der Rhetorik und der Manipulation benutzt, um einer Firmengeschichte eine reine Weste zu verpassen. "

Dass dieselben Unternehmen oft zu den größten Umweltverschmutzern
zählen, fällt dabei allerdings unter den Tisch. In der Lobby Control Studie werden
aktuelle Beispiele analysiert und sollen die Methodiken beleuchten, mit
denen in diesem Feld gearbeitet wird, etwa:


  • Selektive Darstellung der Realität

  • Übernahme von ökologischer Sprache
  • Eine „grüne“ und positive Bildsprache

Um einen kritischen Umgang mit der Grünwascherei zu befördern,
setzen die Macher der Untersuchung auf Aufklärung. Sollte es gelingen,
dieses Alibi-Verhalten ausreichend publik zu machen, könnte es sich als
Schuss in die falsche Richtung für die betroffenen Unternehmen
herausstellen, die sich nur verbal als Klimaschützer in Szene setzen. Denn ein wenig grünes Makeup reicht bei weitem nicht aus. Es ist Unternehmen grundsätzlich anzuraten, ihren Worten reale Taten folgen zu lassen und auf ein nachhaltiges Wirtschaftskonzept zu setzen.

Klaus Eck