Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Social Media Optimization statt SEO

58 Sekunden Lesedauer

Welche Bedeutung hat die traditionelle Suchmaschinenoptimierung eigentlich noch? Wer seine Website google-freundlich aufbauen will, muss vor allem darauf achten, die richtigen Keywords für sich zu identifizieren, damit er diese bei der Textoptimierung nutzen kann. Ansonsten geht es darum, möglichst viele qualifizierte Links von anderen Websites zu erhalten. Rein technische Vorgehensweisen spielen nach Ansicht von Professor Manfred Leisenberg, der Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld lehrt, keine Rolle mehr, weil die Suchmaschinenanbieter längst auf Tricks schnell reagieren.

"Die klassische Weboptimierung verliert dadurch immer mehr an Bedeutung. SEO ist deshalb am Ende, dagegen gewinnt die Social Media Optimization immer mehr. Soziale Medien sind sehr populär: YouTube, Flickr, Weblogs. Beim Web 2.0 werden viele Inhalte nur über spezialisierte Suchmaschinen oder Dienste gefunden. Sie analysieren zum Beispiel Webloginhalte semantisch und unterscheiden zwischen positiven und negativen Meinungen zu einem vorgegebenen Thema." (Leisenberg im wiwo-Interview)

Statt die technischen Möglichkeiten des SEO auszureizen, sollten Unternehmen demnach mehr auf ihre Aufmerksamkeit auf die Social Media Optimization (SMO) lenken und versuchen, sich selbst etwa  in einem Corporate Blog authentisch zu präsentieren und Online Relations mit den Kunden aufzubauen. Wer dabei nicht auf die Wahrnehmung seiner Kunden achtet, risikiert Reputationsschäden. Denn es geht hierbei nicht allein darum, gut platzierte Treffer in Google zu erzielen, sondern sich selbst eine positive Reputation aufzubauen. Nur wer sich dabei online in Augenhöhe zur der eigenen Community bewegt,  kann auf aktuelle Entwicklungen sofort reagieren und deren Kommunikation gezielt beeinflussen.

>> Wiwo: "Die Suchmaschinenoptimierung ist am Ende“
>> Sascha Langner: Marketing 2.0: Social Media Optimization – So binden Sie Ihr Zielgruppen-Netzwerk ins Marketing ein.

Klaus Eck

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Ein Kommentar zu “Social Media Optimization statt SEO”

  1. Zitat: „Die klassische Weboptimierung verliert dadurch immer mehr an Bedeutung. SEO ist deshalb am Ende, dagegen gewinnt die Social Media Optimization immer mehr.“
    Wieso schließt eine stärkere Orientierung an SMO die Wichtigkeit einer guten SEO aus? Diese Logik kann ich einfach nicht verstehen.
    Es ist unbestritten, dass es mittlerweile durchaus sinnvoll ist, sich im SMO-Bereich zu engagieren. Doch Leisenberg stellt die SMO vor allen anderen Marketingaktivitäten und spricht der klassischen Weboptimierung die Wichtigkeit und Bedeutung einfach ab.
    Wirtschaftlicher Erfolg basiert auf einem Mix unterschiedlicher Marketingaktivitäten im Internet. SMO ist ein neuer und immer wichtiger werdender Faktor, doch SMO kann die SEO NIEMALS ersetzen. Vielmehr ist SMO unter anderem ein Werkzeug der SEO, da hier enormes Linkbait-Potenzial vorhanden ist. Und Links sind schließlich ein wichtiges Kriterium der SEO.
    Zitat:“…Online Relations mit den Kunden aufzubauen“
    Dem stimme ich zu. SMO ist ebenfalls ein Werkzeug zur Kommunikationsförderung zwischen Unternehmen und Verbraucher und deshalb für Unternehmen zunehmend wichtig.
    Doch hier bewegen wir uns im PR-Bereich bzw. Image-Building oder der Schaffung einer Community rund um das Unternehmen.
    Doch mit der Wichtigkeit guter Suchmaschinenpositionen hat dies unter diesem Aspekt erstmal nichts zu tun.
    Die Aussage, dass SEO nun ein immer weniger wichtiger Teilbereich der SMO sein soll (laut Leisenberg), kann ich also so nicht stehen lassen.

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