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Social Media Optimization statt SEO

Welche Bedeutung hat die traditionelle Suchmaschinenoptimierung eigentlich noch? Wer seine Website google-freundlich aufbauen will, muss vor allem darauf achten, die richtigen Keywords für sich zu identifizieren, damit er diese bei der Textoptimierung nutzen kann. Ansonsten geht es darum, möglichst viele qualifizierte Links von anderen Websites zu erhalten. Rein technische Vorgehensweisen spielen nach Ansicht von Professor Manfred Leisenberg, der Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld lehrt, keine Rolle mehr, weil die Suchmaschinenanbieter längst auf Tricks schnell reagieren.

"Die klassische Weboptimierung verliert dadurch immer mehr an Bedeutung. SEO ist deshalb am Ende, dagegen gewinnt die Social Media Optimization immer mehr. Soziale Medien sind sehr populär: YouTube, Flickr, Weblogs. Beim Web 2.0 werden viele Inhalte nur über spezialisierte Suchmaschinen oder Dienste gefunden. Sie analysieren zum Beispiel Webloginhalte semantisch und unterscheiden zwischen positiven und negativen Meinungen zu einem vorgegebenen Thema." (Leisenberg im wiwo-Interview)

Statt die technischen Möglichkeiten des SEO auszureizen, sollten Unternehmen demnach mehr auf ihre Aufmerksamkeit auf die Social Media Optimization (SMO) lenken und versuchen, sich selbst etwa  in einem Corporate Blog authentisch zu präsentieren und Online Relations mit den Kunden aufzubauen. Wer dabei nicht auf die Wahrnehmung seiner Kunden achtet, risikiert Reputationsschäden. Denn es geht hierbei nicht allein darum, gut platzierte Treffer in Google zu erzielen, sondern sich selbst eine positive Reputation aufzubauen. Nur wer sich dabei online in Augenhöhe zur der eigenen Community bewegt,  kann auf aktuelle Entwicklungen sofort reagieren und deren Kommunikation gezielt beeinflussen.

>> Wiwo: "Die Suchmaschinenoptimierung ist am Ende“
>> Sascha Langner: Marketing 2.0: Social Media Optimization – So binden Sie Ihr Zielgruppen-Netzwerk ins Marketing ein.

Klaus Eck