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Twittern erzeugt Leserbindungen

Irgendwie schreckt das Microblogging-Tool Twitter zunächst alle Nutzer ab, doch wer sich – wenn auch zögerlich – darauf einlässt, entdeckt nach einiger Zeit, dass diese ganz spezielle Social Software ihren besonderen Reiz hat.

Wer twittert, gibt Stück für Stück etwas von sich und seinen Emotionen preis. Jeder Beitrag umfasst gerade einmal maximal 140 Zeichen, nicht viel, könnte man meinen, doch nach mehreren 1.000 Updates dieser kleinen Feeds bleibt dennoch ein Eindruck von einer Person. Dabei interessiert weniger, ob der Kaffee schmeckt, es Strom im Zug gibt oder gechattet wird. Viel interessanter ist die ganze Mischung. Via Twitter bekommen Sie einen ganzheitlichen Eindruck von einer Persönlichkeit, es wird Nähe simuliert, die allerdings nur einseitig ist, solange Sie nicht selbst aktiv das Tool nutzen.

Jeder Leser verschafft sich eine unmittelbare Bindung als Leser zu einer Person und kann als Leser oder Fan verfolgen, was diese so online und offline umtreibt. Als Twitterati kennt man seine Leser nicht unbedingt, wenn diese nur passiv lesen oder man sie nicht selbst liest. Deshalb war ich auf der Frankfurter Buchmesse (angenehm) überrascht, aber auch irritiert, als ich auf Twitter-Leser traf. Es gibt sie also tatsächlich.

Noch ist diess Medium ganz am Anfang und man erreicht in der Regel höchstens 300 Leser, aber diese sind dafür besonders stark involviert und kommentieren aufgrund eines Linkshinweises eher ihre Blogartikel als andere Blogleser.

Übrigens muss man nicht selbst twittern, um Twitter-Feeds zu verfolgen. Dazu gibt es RSS-Feeds, über die sie ebenfalls Twitter abonnieren können.

Es gibt außerdem noch ein spannendes Video zur neuen Herausforderung in der sozialen Kommunikation. Der Elektrische Reporter Mario Sixtus hat dazu mit Biz Stone – einen der Twitter-Gründer – interviewt.

 

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Klaus Eck