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Keine Angst vor dem Identitätsverlust?

Woher weiß man eigentlich, dass die Person, die auf unterschiedlichen Websites einen Kommentar hinterlassen hat, identisch mit einer anderen unter gleichen Namen ist? Auf wie vielen Website haben Sie sich mit demselben Passwort angemeldet? Der kanadische Web-Entwickler Dick Hardt, den ich auf der IIR-Konferenz in Köln vor kurzem kennengelernt habe, setzt dazu auf sein OpenID-Protokoll Sxip Identity. Er ist laut einem Interview mit Mario Sixtus im Elektrischen Reporter (siehe Video) der Ansicht, dass das Internet deshalb so erfolgreich geworden ist, "weil man
nicht mehr tippen musste, sondern einfach klicken konnte.”

Sein Online-Identitätssystem Sxip erleichtert tatsächlich das Verwalten von Passwörtern und erspart dem Onliner das nervige Eintippen der  immergleichen Informationen in Web-Formulare und erleichtert daher auch die Partizipation am Mitmach-Web. Anders als die Kritiker der Online-Identitätsidee ist Hardt der Ansicht, dass OpenID nicht den Datenschutz schwächt, sondern diesen sogar stärkt. Schließlich sei es heute ein leichtes, ein einmal gewonnes Passwort zu missbrauchen, da viele Nutzer gerade einmal zwei oder drei Passworte für das ganze Web nutzen. Erst Identitätsprotokolle erleichtern den sicheren Umgang mit der eigenen Online-Identität und erleichtern das Verwalten zahlreicher Passwörter.

 

Durch das Sxippen kann ich seit einigen Tagen wesentlich schneller meine Anmeldeprozeduren abwickeln und kann daher dessen Nutzung nur empfehlen. Wer dem OpenID-Provider grundsätzlich nicht vertraut, sollt sich zumindest fragen lassen, inwieweit man seinem Zugangsprovider vertrauen kann…

>>  Elektrischer Reporter: 29: Dick Hardt über die Vorteile von Online-Identitätssystemen
>>  Elektrischer Reporter: 28: Ralf Bendrath über die Risiken von Online-Identitätssystemen
>>  Dirk Hardts Präsentation Identity 2.0

Klaus Eck