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Reiseplanung 2.0

Jeder dritte Deutsche bucht seine Reise online. Das ergab eine aktuelle Telefonumfrage der Forschungsgruppe Wahlen Online in diesem Frühjahr. Demnach entscheiden sich 34 Prozent der insgesamt 3.740 Befragten via Internet für eine Pauschalreise, eine
Unterkunft, einen Flug oder zum Kauf einer Urlaubsfahrkarte.

Bei den Buchungsentscheidungen spielen Bewertungsportale eine immer größere Rolle. Während sich früher unzufriedene Gäste nur gegenüber Freunden geäußert oder direkt an der Rezeption oder beim Reiseveranstalter beschwert hatten, fällt es dank der neuen digitalen Transparenz im Tourismus heute inzwischen vielen Menschen leicht, in Online-Bewertungsportalen, Blogs, Foren oder in Gästebüchern sehr viele potenzielle Urlauber zu warnen. Die digitale Mundpropaganda stellt die Kommunikation in der Tourismuswelt komplett auf den Kopf. Was nützen schöne Kataloge, wenn sich die Kunden intensiver untereinander austauschen? Das zeigt nicht zuletzt auch die Studie von Fittkau & Maaß, laut der rund 70 Prozent der Onliner sich im Netz über eine Reise informieren. Nur 41 Prozent vertrauen auf Reisebüros. Nach wie vor wichtig sind hierbei Freunde und Verwandte, die zu 54 Prozent ihre Informationen beisteuern.

Angesichts der vielfältigen Online-Informationen fällt es vielen Urlaubsplanern sehr schwer, die Glaubwürdigkeit der dargebotenen Meinungen zu beurteilen. Wem kann ich wirklich vertrauen, wenn ich eine Hotelbewertung lese? Schließlich kenne ich den Verfasser gar nicht. So manche Jubelarie dient allein dem Zweck, ein Tourismusangebot zu promoten. Andererseits ist es ein leichtes, unliebsame Konkurrenten in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen. Leser erhalten bislang keine klare Orientierung und sind oftmals auf sich selbst gestellt, wenn es um die Beurteilung einer Hotelkritik geht. Dennoch lassen sich viele auf derlei fragwürdige Tourismusinformationen ein.

Erst jüngst habe ich für eine Kreta-Reise wieder zahlreiche Hotelbwertungen betrachtet. Letztlich erwarte ich davon nicht viel, aber zumindest eine Bestätigung meiner Hotelauswahl. Ich will zumindst das Gefühl haben, mich richtig entschieden zu haben. Dabei sind für mich nicht unbedingt die positiven Äußerungen ausschlaggebend, sondern das Gesamtbild, das ein Hotel in der Web 2.0-Welt hinterlässt. Wie ergeht es Ihnen in den Hotelbewertungsportalen? Nutzen Sie diese überhaupt? Wenn ja, wie überprüfen Sie die Relevanz der einzelnen Beiträge? Woran orientieren Sie sich?

>> Spiegel Online: Im Internet verglühen die Sterne
>> Top 100 Business Blogs: Reisen
>> Hotelbewertung.de
>> Holidaycheck
>> Fasten Your Seatbelts – Tourismus, Marketing & PR im Web 2.0 by passion PR
>> Traveller News der Atlatos GmbH
>> Kinkaa-Blog: Tourismus-Branche: Ein Vorreiter beim Web 2.0
>> Themenblog: TUI mit Mut zur Meinung
>> Touristikblog: Tourismus im Second Life
>> Meine Mister Wong Social Bookmarks zum Thema "Tourismus 2.0"
>> heise online – Die Touristikbranche entdeckt das Web 2.0.

Klaus Eck