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Einladung zum Hamburger Social Web Breakfast

Ich freue mich auf das erste Hamburger Businessfrühstück an diesem Freitag im East Hotel. Es handelt sich hierbei in Hamburg um eine Premiere. Zuvor habe ich bereits neunmal das Nextperts Breakfast in München und einmal in Frankfurt/M. organisiert. Mit dem morgendlichen Hamburger Social Networking Event startet die Kooperation mit der Kongress Media GmbH, die mich dankenswerter Weise bei der Organisation unterstützt. Das Thema lautet „Journalismus im Internetzeitalter: Erfolg durch Qualität?“.
Als Referent wird der Wissenschaftsjournalist Werner Pluta auf seine nachfolgenden Thesen näher eingehen.

Wer sich für die Zukunft des Journalismus interessiert und sich fragt, inwieweit sich das Verhältnis Leser – Journalist durch das Web 2.0 verändert, ist herzlichst dazu eingeladen an einer hoffentlichen kontroversen Diskussion am 23. Februar ab 08:30 Uhr teilzunehmen. Sie können sich direkt online für unsere Veranstaltung anmelden und sollten sich möglichst auch noch via Xing zeigen.

Werner Plutas Thesen:

"Journalismus tut Not: Heutzutage kann sich Jedersurfer in Minutenschnelle über alle möglichen
aktuellen und Hintergrundthemen informieren. Eine Suchanfrage bei Google
ohne Treffer ist heutzutage die Ausnahme. Aber wie valide sind die
Informationen? Welche Interessen stecken dahinter? Der Journalist wählt die
relevanten Informationen aus, bewertet sie und ordnet sie ein.

1. Ein Journalist ist ein Goldsucher

Jeder, der an einem Fluss entlang wandert, kann im Uferschlamm etwas
Blinkendes finden. Aber nicht alles, was glitzert, ist auch Gold. Vieles
ist wertlos. Ein Journalist hat das Wissen, die Kompetenz und die Mittel,
aus dem großen Strom von Informationen die wichtigen herauszupicken.


2. Es reicht nicht, einen Hammer zu haben – man muss auch hämmern können

Schreiben kann jeder – erzählen nicht. Um eine Geschichte gut erzählen zu
können, bedarf es einiger Fertigkeiten und Erfahrung. Dazu gehören
sprachliche Kompetenz oder das Gespür für den Aufbau einer Geschichte. Dazu
gehört auch das Wissen und die Erfahrung, ein Thema für verschiedene Medien
unterschiedlich aufzubereiten. Eine Geschichte muss für ein Printmagazin
anders aufbereitet werden als für das Fernsehen oder das Radio.


3. Es reicht nicht, Dinge nur zu beschreiben – man muss sie auch verstehen

Ein Blogger kann unmittelbar seine Eindrücke von einem Ereignis
beschreiben. Ein Journalist verschafft sich erst einen Überblick,
recherchiert die Hintergründe und berichtet dann. Die von ihm aufbereitete
Geschichte geht also über das Unmittelbare hinaus. Er berichtet
überindividuell, neutral und unabhängig. Er ist der Wahrheit verpflichtet,
nicht der bloßen Authentizität, und auch nicht den Interessen von
Unternehmen, Parteien, Organisationen."

Journalismus hat seiner Ansicht nach also immer noch seine Daseinsberechtigung – gerade in
Zeiten der Informationsflut. Ein Journalist bleibt ein Journalist, auch
wenn er manchmal im Gewand des Bloggers daherkommt. Das wird auch deutlich, wenn man die Liste Deutscheblogcharts näher betrachtet. Die Topplätze des auf Technorati basierenden Rankings werden von Journalisten und anderen Kommunikatoren belegt.

Werner Pluta arbeitet als Wissenschaftsjournalist mit den
Themenschwerpunkten Technik, Internet und Ostasien, derzeit frei für
verschiedene Print- und Online-Publikationen wie Bild der Wissenschaft,
Die Zeit, Focus, mare oder die Netzeitung. Er verfolgt seit über 10
Jahren die Entwicklung des Internets – im Westen wie im Fernen Osten.
Außerdem gestaltet er es selbst mit: Er ist Moderator der
Journalisten-Community Jonet und betreibt die Websites WPluta.de und
Ostasien.net.

Das Social Web Breakfast wird veranstaltet von der Kongress Media GmbH
im Rahmen der Veranstaltungsinitiative „Social Web WORLD“. Sie findet
in enger Kooperation mit Klaus Eck und der Nextperts-Initiative statt
und fördert so ein Experten-Netzwerk zum Thema Internet, dass
branchenübergreifend einen qualitativ hochwertigen Erfahrungsaustausch
ermöglicht.

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Klaus Eck