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Digitale Reputation als wichtiger Kauffaktor

Eine Umfrage der PR-Agentur Hotwire und des Marktforschungsinstituts Ipsos belegt den steigenden Einfluss von Blogs auf Kaufentscheidungen. Demnach haben 30 Prozent der deutschen
Internetnutzer bereits ein Produkt nicht gekauft, weil sie
im Internet negative Kommentare oder Kritiken gelesen haben. Da diese Kritiken meist von Kunden geschrieben werden, sind sie oft Gegenstand von persönlichen Blogbeiträgen bzw. -kommentare.

Die Ipsos-Studie verweist auch auf die positiven Effekte, die durch eine Empfehlung in Blogs entstehen können. Mehr als die Hälfte der Deutschen gaben an, dass sie ein Produkt eher kaufen würden, wenn sie positive Bewertungen von anderen Käufern im Netz finden würden.

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Quelle: Faz.net

Die Zahlen belegen gleichzeitig die steigende Glaubwürdigkeit, die deutsche Internetnutzer Blogs beimessen. Während 34 Prozent der deutschen Internetnutzer die klassischen Medien als glaubwürdige Informationsquelle bezeichnen, liegen Blogs mit 23 Prozent an zweiter Stelle. Klassische Werbung schneidet mit 15 Prozent
und E-Mail-Marketing mit 14 Prozent dagegen viel schlechter ab.

Die Zahlen sind zwar ein Indiz dafür, dass Firmen sich in Zukunft Gedanken über ihre digitale Reputation in Blogs machen sollten. Doch gilt hier auch die Warnung, dass positive Beiträge oder ganze "Fake Blogs", die von Unternehmen als reale Kundenmeinungen veröffentlicht werden, in der Blogosphäre schnell entlarvt werden. Der Fall Walmart und Edelman ist hier wohl das jüngste Beispiel dafür, wie sich ein positives Image binnen weniger Tagen in negative Meinungstendenzen verwandeln kann. Digitale Reputation ist nun einmal an die Schnelllebigkeit des Mediums Internet gebunden und somit jederzeit veränderbar.

Verena Schmunk

>>Handelsblatt.de: Digitale Mundpropagande beeinflusst Kaufentscheidungen
>>Basic Thinking: FAZ über Corporate Blogs und Produktempfehlungen
>>faz.net: Blogger sind schneller als jede PR-Abteilung