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Blogger-Stimmen zur PR-Krise bei Siemens

Bislang beschäftigen sich nicht gerade viele Blogger mit der Frage, wie das Siemens-CEO-Blog und die kritischen Blog-Kommentare zu bewerten ist. Dennoch gibt es einige spannende Kommentare zum Thema, die mir sehr gut gefallen haben:

Marcel Bernet: „Interne Weblogs sind so öffentlich wie E-Mails, Hauszeitungen, FotokopienJede Kommunikation ist öffentlich. Das wissen wir, seit es vertrauliche Gespräche am Lagerfeuer gibt. Natürlich ist das Weiterverbreiten von geschriebenen Inhalten kompromitierender, es gibt den genauen Inhalt und die Verfasser preis. Mit dem Web ist das Weiterreichen einfacher, schneller geworden.“ (Bernetblog: Spiegel zeigt Kommentare aus internem CEO-Blog von Siemens: Drei Learnings für Unternehmensblogs)

Peter Bütikofer: „Einen Blog zu führen ist das eine, aber Bereitschaft zu zeigen, einen offenen Dialog auch über heikle Themen zu führen, das andere. In diesemSinn ist der Schritt zu einem offenen Dialog (es spielt gar keineRolle, ob dies via Weblog geschieht), ein Schritt, den man entwederganz tut, ober eben gar nicht. Was Zwischenschritte bewirken, zeigt dasBeispiel Siemens erneut deutlich auf. Der vermeintliche Dialogspartnerfühlt sich für dumm verkauft.“ (Newlandsolution: Siemens: Auf dem internen CEO-Blog wird revoltiert)

Rupert Platz: „Der Mut, im Intranet eine offenene Kommunikationsplattform zu bieten, kann sich aber gerade in schwierigen Zeiten auszahlen. Auf Debatten im eigenen Intranet kann man reagieren, man kann moderieren, eingreifen, informieren – wenn man das nicht zulässt, finden die Debatten woanders statt. Und Medien werden immer einen Weg finden, über frustrierte Mitarbeiter an empfindliche Interna zu gelangen – ohne die Möglichkeit, seinen Ärger intern loszuwerden, ist die Wahrscheinlichkeit vielleicht sogar noch größer.“ (Aperto-Blog » Blog Archive » Offenheit im Intranet hat Konsequenzen)

Klaus Eck

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