Bürgerinitiativen nutzen Blogs

49 Sekunden Lesedauer

Heute Morgen machte ich eine interessante Entdeckung in meinem E-Mail-Postfach. Zunächst schien es sich um eine ziemlich normale Kettenmail zu handeln, in der die Kampagne Oneseat.eu vorgestellt wird. In der Bürgerinitative geht es um den Umzug des Europäischen Parlaments von Brüssel nach Strassburg, das den europäischen Steuerzahler über 200 Millionen Euro pro Jahr kostet. Nach Artikel 47 des Verfassungsentwurfs kann die Europäische Union von den Bürgern dazu aufgefordert werden, im Rahmen ihrer Befugnisse einen Gesetzentwurf zu einem bestimmten Thema vorzulegen. Voraussetzung sind dafür eine Million Unterschriften.

Cecilia Malmström, eine Abgeordnete des Europäischen Parlaments, bittet daher in der E-Mail um eine Unterschrift, mit der man sich als europäischer Staatsbürger dafür ausspricht, das Brüssel der einzige Sitzungsort des Europäischen Parlaments bleiben soll. Dabei schreibt sie, dass das Thema umfassend in den Medien und zahlreichen Blogs behandelt wurde. Blogs werden somit von vorne herein als wichtiges Kommunikationsmedium für die Verbreitung eines Anliegens mit aufgegriffen und Blogger dazu aufgerufen das Thema auf ihren Blogs zu kommunizieren. So endet die Mail mit folgendem Aufruf: "Auf www.oneseat.eu können Sie Banner für Websites, Blogs und E-Mails herunterladen." Diese Mail zeigt eindeutig, dass Blogs längst nicht mehr als Randmedium behandelt werden, sondern sich insbesondere als Verbreitungskanal für Themen eignen, die eine hohe Einbindung der Rezipienten voraussetzen.

Verena Schmunk

2 Replies to “Bürgerinitiativen nutzen Blogs”

  1. So ist es! Und wenn wir mehr könnten, als hier nur zu „unterschreiben“ sondern auch gleich noch den passenden Kommentar (zur weiteren Verwendung) hinterlassen könnten, dann hätten die Initiatoren besser verstenden, die Macht der Rezipienten für sich zu nutzen.
    (P.S.: der erste Link im Text ist ein Error 😉

  2. Sehr interessant. Auch in Österreich bedienen sich einige Initiativen bereits sehr erfolgreich des Mediums Internet. Es wird nicht mehr lange dauern, und Weblogs werden auch hierzulande die Entwicklung „neuer“ sozialer Bewegungen beflügeln. Gerade für heterogene Organisationen, hinter denen keine großen Apparate stehen, eignen sich Weblogs bestens zur Information und Kommunikation und v.a. zur Einbindung jeweils relevanter Teilöffentlichkeiten.

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