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Online und Print aus einer Feder

Die Financial Times (FT) in England legt die Tageszeitungs- und Internet-Redaktionen zusammen. Der Mutterkonzern Pearson
kündigte gestern in einer offiziellen Pressemitteilung eine "radikale Überarbeitung der gegenwärtigen
Redaktionsstruktur" an, bei der versucht werden soll "die Online- und Druck-Herausgabe,
-Berichterstattung und -Produktion miteinander zu verweben."

Mit Hilfe des neuen Systems "Methode" ist es der Redaktion in Zukunft möglich, gleichzeitig Web- und Printseiten auf der gleichen Plattform zu veröffentlichen. FT-Chefredakteur Lionel Barber kündigte an, dass ein neues Team für interaktive Inhalte ausgebildet wird, das aus dem Nachrichtengeschäft der FT "eine der fortschrittlichsten Multimedia-Redaktionen der Welt machen wird."

Die Euphorie im Unternehmen bleibt dennoch aus. So verlangt die
veränderte Redaktionsstruktur eine Einsparung von 50 Arbeitsplätzen,
was wiederum eine Reduzierung von 10 Prozent der Gesamtmitarbeiterzahl
in England bedeutet.

Die Pressesprecherin der Financial Times Deutschland Claudia
Frenz gab jedoch Entwarnung und versicherte, dass die neue Strategie
"gar keine Auswirkungen" auf das Gemeinschaftsunternehmen von Pearson
und dem Hamburger Verlag Gruner+Jahr haben werde. In Deutschland wird
das neue Redaktionssystem zunächst keine Anwendung finden. 

>> Spiegel.de: Financial Times: Lachsrosa Redaktion für Print und Online

Verena Schmunk