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WOMday in München

Was ist neu an der Kommunikation 2.0? Dieser und vielen anderen Fragen wurde gestern auf dem ersten WOMday in München nachgegangen. Eingeladen hatte TRND, Pionfür Word of Mouth Marketing in München, und gekommen sind fast alle, die sich für das Thema interessieren. Besonders gefreut habe ich mich auf den Vortrag von Martin Oetting und auf Bjoern Ognibeni. Er gab in seinem Auftaktvortrag einen guten Einblick in das Thema Kommunikation 2.0: Was ist neu, was ist anders. Schwerpunkt lag dabei auf dem Thema Transparenz in der Kommunikation. „Transparenz erzwingt Authentizität“, diesem Statement stimme ich voll und ganz zu. Denn durch den zunehmenden Kontrollverlust, durch Fehler, die immer schneller sichtbar werden und aufgrund verkürzter Reaktionszeiten, müssen Unternehmen anders mit ihren Kunden kommunizieren. Bjoern Obnibeni, Berater für Digital Marketing und PR bei Site 9 in Hamburg, bemerkte auch, dass Kunden zu Evangelisten werden, denn sie entscheiden, welches Thema interessant ist und welches nicht.

Wußten Sie, dass 67% aller Kaufentscheidungen in den USA mit Hilfe von Mundpropaganda entschieden werden? Dabei spielen Frauen eine herausragende Rolle. Sie treffen häufiger Kaufentscheidungen und wollen damit als Kunde auch ernst genommen und gehört werden. Martin Oetting nannte hierfür Beispiele aus den Bereichen ansteckende Produkte, ansteckende Kommunikation und ansteckende Beziehungspflege.

Interessant fand ich auch den Vortrag von Lukasz Gadowski, der mit seinem Unternehmen Spreedshirt aus Leipzig innerhalb kurzer Zeit ein stattliches Unternehmen aufgebaut hatte. Und das, ohne einen Cent für Marketing auszugeben. Er betonte zu Recht wie wichtig es ist, eine offene und informelle Kommunikation zu Kunden, Partnern und Mitarbeitern zu pflegen.

Und natürlich durfte bei dieser Runde das Thema Podcasting nicht fehlen, zu dem Alexander Wunschel, Podcasting Experte, Markendreiklang und pimpmybrain.de, einige Zahlen und Clips präsentierte. Rob Nikowitsch von TRND stellte die Case Studys für Kombucha und Smart vor, die das Vorgehen eines Mundpropaganda Projekts gut erklärten. Das gezielte „infizieren“ von Trendsettern für eine bestimmte Marke oder für ein bestimmtes Produkt kann enorme Kontakte erzielen und eine preisgünstige Alternative zu klassischer Marktforschung sein.

Ich bin mit vielen neuen Ideen nach Hause marschiert, daher ein dickes Dankeschön an TRND für diesen informativen Vormittag in der Winzerstraße. Der nächste WOMday findet voraussichtlich in Berlin statt.

Heike Bedrich, Talisman