Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Neue Markenwelten

1 Minuten Lesedauer

Die Konsumenten fühlen sich angesichts der Produktvielfalt immer mehr überfordert, sich für eine Ware zu entscheiden. Allein im Lebensmitteleinzelhandel können wir unter 10.000 Produkten auswählen. Mehr als jeder Mensch erfassen kann. Kein Wunder also, dass wir schnell in einen Konsum- und Kommunikationsstress hineingeraten. Schließlich erhalten wir jeden Tag online und offline zahlreiche Werbebotschaften, die uns zum Kauf auffordern, ohne uns dabei über den Nutzen eines Produktes wirklich zu informieren.

Aus diesem Grunde werden nach Ansicht von Thomas Strätling, Geschäftsführer von A&B. framework, Marken wieder wichtiger. Er schreibt im PR-Portal: "Werbung ist durchaus gewünscht – wenn sie nicht einfach nur schreit und stört. Der moderne Verbraucher hat keine Angst mehr vor dem so genannten geheimen Verführer. Er will aber Werbung nicht nur passiv erleben, sondern aktiv erfahren und sich selbst ein Bild machen. Dies gelingt vor allem im Netz."

Denn im Internet kann sich ein Konsument selbstbestimmt mit
werblichen Aussagen auseinandersetzen und eine Entscheidung treffen,
ohne dass gleich ein Werbegewitter über ihn hineinbricht. Mündige
Konsumenten erwarten hierbei keine alternativen Online-Werbeformen der
Marken, sondern eher komplette Themenwelten, in denen, wie Thomas
Strätling ganz richtig anmerkt, redaktionelle Inhalte und
Beratungsangebote von ihren Marken getragen werden. Dazu benötigt die
Online-Kommunikation einen spezifischen Mehrwert, der weit über den
branchenüblichen Mainstream hinausragt und Reaktionsmöglichkeiten
bietet. Leider geht Strätling in seinem Artikel nicht auf Strategien
näher ein, mit denen sich die Markenwelten umsetzen lassen. Gerade im
Zeitalter des Web 2.0 bieten sich interessante Möglichkeiten, völlig
neue Konsumentenportale aufzubauen oder auf die Blogbeiträge der
eigenen Kunden näher einzugehen.

>> PR-Portal: Das Internet als Medium der "Entschleunigung". Verbraucher entdecken die aktive Muße im Medien-Gewitter

Klaus Eck, PR Blogger Workshop

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

4 Replies to “Neue Markenwelten”

  1. Bei Markenwelt denke ich sofort an diese Oetker-Erlebnis-Küchen-Läden-Welten, in denen begeisterte Hausfrauen live die neuesten Produkte kochen, probieren, kennenlernen können. Wo ist dort eine sachliche Information, zum Beispiel über chemische Zusätze in den unzähligen Fertigprodukten? Die Beratung ist eine Roadshow, eine Gehirnwäsche, ein schönes Erlebnis, das die Hausfrau lobt, wenn sie sich für Oetker-Produkte entscheidet usw.
    Auf mich wirkt die Zukunftsvision des PR, die im Artikel von Thomas Strätling entworfen wird, ein wenig naiv.
    Es fällt mir schwer, meine erworbene Skepsis, was Werbebotschaften anbelangt, zu überwinden 😉

  2. Integriertes Campaigning statt Web 2.0
    Nicht das Buzz-Word Web 2.0 – das verdächtig an die unheiligen Zeiten des dotcom Booms erinnert – ist die Antwort auf die veränderten Anforderungen der Verbraucher, sondern ganz einfach integriertes Campaigning. In der effektiven und intelligenten Verknüpfung von PoS und Online – gepaart mit zielgruppenspezifischer Werbung und PR – liegt die Zukunft der Marken-Kommunikation. Den Verbraucher muss man hierbei ernst nehmen und ihm alltagsrelevanten Mehrwert bieten. Erst dies erzeugt beim Konsumenten überproportionale Aufmerksamkeit und Kundenbindung.

  3. Markenwelten.
    Er hat tatsächlich „Markenwelten“ gesagt.
    Oh mein Gott.
    Mar-ken-wel-ten.
    Liebe Werbetreibende: Jetzt hakt’s ganz aus, oder?
    Ich will keine „Markenwelt“, ich will einfach nur ein simples langlebiges, zweckentsprechendes und sinnvoll designtes Produkt. Keinen Billigmüll aus einer teuere bezahlten „Markenwelt“, den ich dann nach 2 Wochen doch wieder nur wegwerfen kann.
    Ist das wirklich so schwer?

  4. Vielen Dank, daß ich soeben zum Aktivieren von JavaScript genötigt wurde. Nötigung ist übrigens ein Straftatbestand.

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