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Neue Markenwelten

Die Konsumenten fühlen sich angesichts der Produktvielfalt immer mehr überfordert, sich für eine Ware zu entscheiden. Allein im Lebensmitteleinzelhandel können wir unter 10.000 Produkten auswählen. Mehr als jeder Mensch erfassen kann. Kein Wunder also, dass wir schnell in einen Konsum- und Kommunikationsstress hineingeraten. Schließlich erhalten wir jeden Tag online und offline zahlreiche Werbebotschaften, die uns zum Kauf auffordern, ohne uns dabei über den Nutzen eines Produktes wirklich zu informieren.

Aus diesem Grunde werden nach Ansicht von Thomas Strätling, Geschäftsführer von A&B. framework, Marken wieder wichtiger. Er schreibt im PR-Portal: "Werbung ist durchaus gewünscht – wenn sie nicht einfach nur schreit und stört. Der moderne Verbraucher hat keine Angst mehr vor dem so genannten geheimen Verführer. Er will aber Werbung nicht nur passiv erleben, sondern aktiv erfahren und sich selbst ein Bild machen. Dies gelingt vor allem im Netz."

Denn im Internet kann sich ein Konsument selbstbestimmt mit
werblichen Aussagen auseinandersetzen und eine Entscheidung treffen,
ohne dass gleich ein Werbegewitter über ihn hineinbricht. Mündige
Konsumenten erwarten hierbei keine alternativen Online-Werbeformen der
Marken, sondern eher komplette Themenwelten, in denen, wie Thomas
Strätling ganz richtig anmerkt, redaktionelle Inhalte und
Beratungsangebote von ihren Marken getragen werden. Dazu benötigt die
Online-Kommunikation einen spezifischen Mehrwert, der weit über den
branchenüblichen Mainstream hinausragt und Reaktionsmöglichkeiten
bietet. Leider geht Strätling in seinem Artikel nicht auf Strategien
näher ein, mit denen sich die Markenwelten umsetzen lassen. Gerade im
Zeitalter des Web 2.0 bieten sich interessante Möglichkeiten, völlig
neue Konsumentenportale aufzubauen oder auf die Blogbeiträge der
eigenen Kunden näher einzugehen.

>> PR-Portal: Das Internet als Medium der "Entschleunigung". Verbraucher entdecken die aktive Muße im Medien-Gewitter

Klaus Eck, PR Blogger Workshop