Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

Blogs lenken von der Arbeit ab

54 Sekunden Lesedauer

Zahlreiche Onliner besuchen während ihrer Arbeitszeit Blogs. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass Bloggen für Unternehmen noch ein teueres Vergnügen werden könnte: Laut dem US-Branchenmagazin Advertising Age (Adage) sollen US-Arbeitnehmer in diesem Jahr in ihrer Arbeitszeit insgesamt 551.000 Jahre lang Blogs gelesen haben, die nichts mit ihrem Business zu tun haben. 35 Millionen Berufstätige verlieren demnach durch ihre Blog-Lektüre im Durchschnitt rund 3,5 Stunden oder neun Prozent ihrer wöchentlichen Arbeitszeit.

Das ist eigentlich kein (reines) Blog-Thema, sondern es stellt sich in Unternehmen immer wieder die Frage, wie Online-Tools genutzt werden sollen. Während viele Mitarbeiter unmittelbar von den Qualitäten des Webs profitieren, werden andere vom Netsurfing nur von ihrer Arbeit abgelenkt. Wie sollen Unternehmen auf die BlogVersuchung reagieren?

Sie könnten den Zugang beschränken. Doch macht es aus meiner Sicht
keinen Sinn, grundsätzlich nach Blog-Filtern zu rufen und alles zu
verbieten. Es ist weniger eine technische Frage, sondern vielmehr ein
Managementproblem, das sich hierbei stellt.

Blogs stellen anscheinend inzwischen ein Angebot dar, dass die
bisherigen Möglichkeiten um eine attraktive Komponente ergänzt. An die
Stelle einzelner Medienangebote treten heute spannende Nischenangebote
der Blogger. Letztlich konkurrieren Blogs und Medien zumindest in einem
Sinne miteinander: um die Aufmerksamkeit ihrer Leser. Allerdings entfalten sie in Deutschland noch längst nicht den Charme eines Massenmedium. In ihrer Gesamtheit ziehen sie aber die Leser von einigen klassischen Informationsangeboten ab. Damit sollten sich Verlage zumindest auseinandersetzen

>> Business Blog Consulting: Shock Predictions of Blogs‘ Cost to American Business

Klaus Eck Klaus Eck ist freier Kommunikationsberater und einer der führenden Corporate-Influencer-Experten in Deutschland. Er ist Social-Media-Pionier, Buchautor und Content-Marketing-Profi. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die strategische Begleitung von Corporate-Influencer-Programmen. Seit Februar 2020 moderiert er regelmäßig das Corporate Influencer Breakfast und hat mehr als 60 Talks mit Gästen initiiert, in denen diese über ihre Erfahrungen mit Personal Branding, Corporate Influencern und CEO-Kommunikation berichten.

8 Replies to “Blogs lenken von der Arbeit ab”

  1. Blogs lenken von der Arbeit ab

    Fr viele Unternehmer ist das Internet mehr Fluch als Segen. So zum Beispiel sollen Blogs jetzt dermaen von der Arbeit ablenken, dass es Millionen kostet ( vergl. PR-Blogger ). ICh fide ja das Internet, und damit auch Blogs, als super Sach…

  2. Blogs lenken von der Arbeit ab

    ….. was mich gerade nicht erstaunt….. 😉
    Aber die phänomenale Zahl von 551000 Jahren, die US-Amerikanische
    Arbeitnehmer in einem Jahr mit dem Lesen von Blogs verbracht haben,
    finde ich doch faszinierend.
    Lies hier

  3. hi,
    das ist ein allgemeines Problem
    und nicht nur auf das Internet und bloggen begrenzt.
    Wie willst du einem Mitarbeiter verbieten
    nicht an die Arbeit zu denken 🙂
    Ich bin folgender Meinung:
    Warum nutzt ein Mitarbeiter die Arbeitszeit
    um sich mit privaten Dingen zu beschäftigen ?
    1. er indentifiziert sich nicht mit seiner Arbeit und/oder der Firma
    2. Das Arbeitsklima ist schlecht
    3. Die Leistungen des Mitarbeiters werden nicht anerkannt.
    4. er ist nicht ausgelastet.
    Also alles Dinge die nicht von dem Mitarbeiter verursacht werden.
    Ein gut motivierter und gut bezahlter Mitarbeiter wird dies nur in Ausnahmefällen tun.

  4. Das sehe ich genauso: eben ein Managementproblem. Es stellt sich die Frage, warum ein Unternehmen seine Mitarbeiter nicht mehr motivieren kann… Anscheinend ist das ein verbreitetes Phänomen. Nicht von ungefähr ist das Buch „Die Entdeckung der Faulheit“ von Corinne Maier ein Bestseller geworden.

  5. Tatsache ist ja, dass die Arbeit vom Leben ablenkt. Insbesondere bei solchen mechanischen und theoretischen Untersuchungen, dass die US-arbeitnehmer in diesem Jahr 551.000 Jahre aufwänden, um Blogs zu lesen. „Wunderbar“ kann sich der Rest der Welt und alle Wettbewerber freuen – „die Arbeitnehmer richten die US-Wirtschaft zugrunde“. Leider und zum Glück für die US-Wirtschaft dürfte dies aber nicht zutreffen.
    Wie diese Untersuchung zustande kam weiß ich nicht, aber sie folgt der Tendenz ähnlicher Untersuchungen zum Internet, zum privaten Telefonieren, zum Schwätzchenhalten über das Fußballspiel am Vorabend oder über den Kinobesuch. Man kriegt eine schöne Zahl, die aber tatsächlich wenig über die Auswirkungen zeigt. Umgekehrt könnte man natürlich Untersuchungen anführen, die gerade zeigen, dass kleine Arbeitspausen Tiefs bei der Arbeit überwinden, die Lust an der Arbeit stärken.
    Wie in den anderen Beiträgen schon angemerkt, sollte tatsächlich Bloggen zu geringeren Leistungen führen, ist dies ein Managementfehler. Da Unternehmen in der Regel zielorientiert ausgerichtet sind, müssen mit oder ohne privates Bloggen die Ziele in der geplanten Zeit erreicht werden. Bloggt ein Mitarbeiter, muss er trotzdem schauen, dass er seine Vorgaben einhält.

  6. Blogs lenken von der Arbeit ab!

    Viele Arbeitnehmer lesen Blogs während ihrer Arbeitszeit. Für die Unternehmen ein teueres Vergnügen: Laut dem US-Branchenmagazin Advertising Age (Adage) sollen US-Arbeitnehmer …

  7. Genauso koennte man dagegen die Studien zitieren wieviel unbezahlte Ueberstunden viele Arbeitnehmer heutzutage leisten, wie oft sie einen Teil ihrer Freizeit aufwenden (muessen) um zu Konferenzen anzureisen, wie oft Arbeitnehmer sich mit ihren Laptops abends hinsetzen um noch zu Arbeiten etc.
    Diese ganzen „Studien“ (oft erscheinen sie mir eher ein PR Instrument um irgendein Institut in die Schlagzeilen zu bringen) beleuchten irgendeinen speziellen Aspekt ohne das Gesamtbild einzubeziehen.
    Aussagekraft in meinen Augen gering.

  8. Ich möchte mich meinen Vor“rednern“ anschließen und nur noch eins ergänzen. Ohne die Sache ins Lächerliche ziehen zu wollen, ist es doch immer noch besser sich auf Blogs umzuschauen, als Pornoseiten anzusurfen, was ja offensichtlich noch deutlich beliebter zu sein scheint…möchte mal wissen, was da an Arbeitszeit verloren geht!

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