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Corporate Publishing und der Mittelstand

Die Hamburger Mediendienstleister plan-p. und Konzepthaus haben in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule
Gelsenkirchen
herausgefunden, dass viele kleine und mittelständische Firmen auf eigene Kundenzeitschriften setzen. Auffallend ist dabei die geringere Auflagenhöhe und der kleinere Seitenumfang. Besonders preiswert wirkt das Ganze jedoch nicht. Immerhin geben die befragten Unternehmen im Durchschnitt für eine Kundenzeitschrift 86.000 Euro aus. Das entspricht in der Regel einem Seitenpreis von 2.500 Euro und ist bestimmt auch adäquat für die redaktionelle Leisung. Das ist für viele kleine und mittlere Unternehmen dennoch viel Geld und übersteigt schnell deren Budgets für die Kundenkommunikation. Deshalb habe ich mich ein wenig über die Studienergebnisse gewundert.

Gleichzeitig wird die Absatzförderung und die Kundenbindung durch Online-Medien noch
immer von vielen mittelständischen Unternehmen völlig vernachlässigt.
Dadurch verzichten sie auf ein enormes Potenzial in der
Kundenansprache. Corporate Newsletter und Corporate Blogs wirken in
diesem Zusammenhang eher exotisch. Vertane Chance in der
Kundenkommunikation. Mittelständler könnten mit gut gemachten
E-Mail-Newslettern und Business Blogs zu einem Bruchteil der in der
FH-Studie genannten Kosten eine nachhaltige Kundenbindung erzielen. Wer
nicht aufs haptische Erlebnis verzichten möchte, könnte natürlich auch
über crossmediale Konzepte nachdenken.


>> Studie: "Kosten und Organisation –
Kundenzeitschriften 2005"

>> One-to-One: Corporate Publishing etabliert sich im Mittelstand
>> Hinweise auf weitere Studien im Forum Corporate Publishing
>> PR Blogger: IT-Firmen setzen auf Corporate Newsletter
>> PR-Blogger: Trends im E-Mail-Marketing 2005
>> PR-Blogger: Online-Kundenkommunikation wächst rasant
>> PR-Blogger: Newsletter scheitern an fehlender Qualität