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Leserunfreundliche Blogs

Blogger machen es ihren (oft frisch über Google gewonnenen) neuen Lesern wahrhaftig nicht leicht und verlieren diese dann vermutlich gleich wieder. Kein Wunder, schließlich verfallen wir Blogger anscheinend sehr schnell in einen technizistischen Jargon, dessen Sinn und Zweck nur noch Eingeweihte verstehen können. – Vielleicht ein Zeichen für die neue Blogsucht?

Jedenfalls erreichen Blogs auf diese Weise nicht unbedingt neue Zielgruppen und verharren eher in ihrer kleinen Bloggerwelt. Nach dem Motto: Nur Blogger lesen Blogs. Insofern kann ich Martin Oetting nur beipflichten, der nur einen sehr holprigen Blogweg in den Mainstream erkennen kann. Begriffe wie Permalink, Blogosphere und Trackback schrecken neue Blogbesucher eher ab. Wer diese Chiffren entziffern kann, gehört dazu. Alle anderen – vermutlich die Lesermehrheit – werden durch den blogophilen Sprachcode eher vom Lesen eines Weblogs abgehalten.

Diese Erfahrung durfte ich auch bei meinem allerersten Blog-Vortrag machen. In der anschließenden Diskussion zeigte sich damals, wie sperrig die einzelnen Blog-Begriffe tatsächlich für Nicht-Techniker und wie wenig verständlich sie doch in Wirklichkeit sind. Seitdem ersetze ich in meinen Vorträgen und Veranstaltungen alle speziellen Ausdrücke möglichst durch einfachere Begrifflichkeiten. Das ist in der Regel problemlos möglich.

In den geschriebenen Blogbeiträgen können viele unbekannte Begriffe – zumindest in der Theorie – auch via Wikipedia einer Bedeutung zugeführt werden. Doch das fleißige Verlinken macht eben viel Mühe..

>> ConnectedMarketing: Weblogs sind nicht leserfreundlich